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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 26. Oktober 2014 

Behinderung


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Von einer Behinderung spricht man bei individuellen Beeinträchtigungen die schwer und langfristig sind.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen

Hinsichtlich der Ursachen lässt sich unterscheiden

Behinderungen können auch als Kombination aus Ursachen und Folgen auftreten (Mehrfachbehinderung) oder weitere zur Folge haben z.B. Kommunikationsbehinderung als Folge Hörbehinderung . Die Umweltbedingungen insbesondere gesellschaftliche Einstellungen und gegenüber den von Behinderung betroffenen Menschen nehmen modernen Ansätzen zur Definition des Begriffs einen Raum ein.

Kategorien

Grundsätzlich lassen sich Behinderungen grob kategorisieren

Statistik

Das Bundesamt für Statistik weist für Jahr 2001 eine Zahl von 6.711.797 schwerbehinderten aus. Hiervon werden allerdings nur diejenigen erfasst einen Schwerbehindertenausweis beantragt und erhalten haben was viele Menschen vermeiden. Natürlich gibt es in der keine " Meldepflicht " für Behinderungen daher lässt sich die der Menschen mit Behinderung in Deutschland nur Die Schätzungergebnisse bewegen sich hierbei um die - Marke gemessen an der Gesamtbevölkerung. Nationale internationale Statistiken weisen erhebliche Varianzen auf da nicht einheitlich und verbindlich wurde welche Kriterien für eine festzustellende Behinderung erfüllt sein

Erweiterte Definition

Eine Behinderung ist auch immer als (ständige) Problematik an der Gesellschaft teilhaben zu zu sehen ("Behindert ist man nicht; behindert man" Aktion Mensch). So erweitert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2001 den Behinderungsbegriff in der (International Classification of Functioning Disability and Health) folgt:

  1. Schädigung: Beeinträchtigung einer Körperfunktion oder -struktur im einer wesentlichen Abweichung oder eines Verlustes
  2. Beeinträchtigung der Aktivität: Aus der Schädigung resultierende Schwierigkeit oder eine Aufgabe oder Tätigkeit durchzuführen
  3. Beeinträchtigung der Partizipation: Ein nach Art und Ausmaß bestehendes einer Person bezüglich ihrer Teilhabe in einen bzw. einer Lebenssituation
  4. Umweltfaktoren: Sie beziehen sich auf die physikalische und einstellungsbezogene Umwelt in der die Menschen Leben gestalten.

Juristische Definition

Im bundesdeutschen Recht wird die Behinderung Sozialgesetzbuch neuntes Buch §2 Abs. 1 so "Menschen sind behindert wenn ihre körperliche Funktion Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit als sechs Monate von dem für das typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie von Behinderung bedroht wenn die Beeinträchtigung zu ist".

Begriffsdiskussion

Es gibt darüber hinaus eine Vielzahl Definitionen des Behinderungsbegriffs nicht zuletzt im ständigen eine (behindernde) Diskriminierung und Stigmatisierung schon bei der eingesetzten Sprache auszuschließen schließlich werden Behinderte in spanischsprachigen Ländern auch heute noch häufig als (Minderwertige) bezeichnet. Mit dem Ziel einer " Political Correctness " wurde gar versucht den Begriff ganz verbannen bzw. durch Euphemismen wie "besondere Befähigung " oder "besondere Bedürfnisse" zu ersetzen.

Von den zumeist selbst betroffenen Vertretern Krüppelbewegung wird der Begriff Behinderung dagegen bewusst den alten eigentlich verpönten Ausdruck " Krüppel " ersetzt um damit provozierend auszudrücken was nach ihrem Empfinden ohnehin über sie denken.

Letztlich ist Pragmatismus bei der Definition spätestens dann notwendig Kriterien für die Leistung von Hilfe durch Gesellschaft festgelegt werden müssen (z.B. Schwerbehindertenausweis Eingliederungshilfe Rehabilitation ...). Diese Situation wird in der sonderpädagogischen Fachdiskussion als Etikettierungs-Ressourcen-Dilemma bezeichnet.

Hilfe und Selbstbestimmung

Die Gesellschaft ist aufgefordert Strukturen zur von behinderten Menschen zu schaffen. In Deutschland dies Ausdruck in Artikel 3 des Grundgesetzes : " Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden ".

Dieses Prinzip muss vom Staat in Gesetzgebung der Verwaltung und bei der Rechtsprechung berücksichtigt werden. So finden sich zahlreiche zum Nachteilsausgleich und zum Schutz der Rechtsposition Menschen u.A. im Sozialrecht im Steuerrecht im Arbeitsrecht oder auch in Bauvorschriften insbesondere zum Thema Barrierefreiheit .

Konzepte Maßnahmen und Einrichtungen der Behindertenhilfe setzen schon bei Kleinkindern ( Frühförderung ) Kindern und Jugendlichen an dem Fachgebiet Sonderpädagogik und der Heilpädagogik . Auch für Erwachsene existieren Leistungsansprüche und im Bereich der Eingliederungshilfe im Alltag im sowie im Bereich der medizinischen Rehabilitation .

Die Landschaft der Einrichtungen und der der Behindertenhilfe ist breit aufgefächert was auch der lebendigen politischen und wissenschaftlichen Diskussion der Jahrzehnte ist. Fand Unterstützung behinderter Menschen davor immer in spezialisierten "Sonder-" Einrichtungen wie Sonderschulen Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) Internaten oder Heimen statt so gibt es heute daneben integrative Ansätze wie integrative Kindergärten integrative Schulen etc.. Dies sind reguläre Organisationen in denen konzeptionellen personellen und strukturellen Aufwand auch die behinderter Menschen berücksichtigt werden wodurch gemeinsames Lernen Arbeiten ermöglicht werden soll.

Aus dem Wunsch kein fremdbestimmtes "Objekt" Behindertenhilfe mehr zu sein erkämpften von Behinderung sich neue selbstbestimmte Unterstützungsmodelle in denen sie z.B. als Arbeitgeber von persönlichen Assistenten die über ihr Leben behalten. Stichworte sind hier persönliche Assistenz das persönliche Budget die Arbeitsassistenz im Beruf oder die Mitbestimmung im Werkstattrat der Werkstatt für behinderte

Verwandte Gebiete

siehe auch: Grundgesetz der BRD Artikel 3 Integration Barrierefreies Internet Behindertenhilfe

Weblinks



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