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Belagerung


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Die Belagerung ist eine militärische Taktik die angewendet wird um befestigte Orte erobern oder zumindest als Gefährdung für die Truppe zu neutralisieren . Hierbei wird der zu erobernde oder Ort von eigenen Truppen umschlossen so dass jeder Verkehr zwischen dem Inneren und dem des Belagerungsrings unterbunden wird. Insbesondere soll der an Soldaten Waffen und Nahrung unterbunden werden.

Inhaltsverzeichnis

Allgemein

Ziel der Belagerung ist es die mithilfe von Belagerungsgerät so weit zu schwächen dass ein erfolgversprechend wird oder die Belagerer durch Aushungern Aufgabe zu zwingen.

Von der Belagerung ist der "Handstreich" zu unterscheiden. Diese Taktik nutzt das zum Sturm einer Festung aus und ist nur nach einer relativ friedlichen Ruhe erfolgreich. Handstreich erfolgt seitens des Angreifers mit einem Truppenkontingent das sich schlagartig einer Festung bemächtigen den Gegner überrumpeln soll.
Diese Taktik gilt als außerordentlich riskant es gibt in der Geschichte genügend Beispiele denen ein geplante Handstreich als Fehlschlag endete. diesem Sinne ist der deutsche Überfall auf Festungsring Lüttich zu Beginn des ersten Weltkrieges zu bewerten während im zweitem Weltkrieg der ebenfalls als Handstreich ausgeführte Angriff Fort Eben-Emael sehr erfolgreich war.

Verlässt ein Teil der Belagerer die um die Belagerer anzugreifen nennt man das Ausfall. Kommen den Belagerten befreundete Truppen von zu Hilfe spricht man von einem Entsatzheer.

Belagerungstechnik der Frühgeschichte und Antike

Städte werden schon seit frühester geschichtlich Zeit mit Mauern umgeben um möglichen Feinden Eroberung schwerer zu machen. Dagegen bildet sich früh eine Technik der Belagerung aus.

Die einfachste Form der Belagerung besteht den Feind einfach einzuschließen und abzuwarten bis die Nahrung ausgeht. Die Länge einer Belagerung aber bei den belagernden Truppen häufig zu wegen der mangelnden Hygiene in den Lagern.

Erste Belagerungsgeräte sind die Sturmleiter mit deren Hilfe Mauern überwindbar werden der Rammbock zum Einrammen der Tore oder Dieser bestand zunächst nur aus einem an Seite verstärkten Baumstamm mit dem die Belagerer ein Tor der belagerten Stadt zurannten. Später mechanische Geschütze hinzu Katapulte und Schleudern verschiedener Art mit denen die Mauern sogar das Innere beschossen werden können. Die wird zum Belagerungsturm erweitert der Rammbock zur Schildkröte die ein Gerüst aus Holz und Fellen geschützt und über Räder verfügte. Griechen und Römer auch Rampen und Gegenbefestigungen ein um geographisch Stellungen zu stürmen (z.B. das auf einer gelegene Tyros und den Hügel von Massada ).

Eine ganz spezielle Form der Belagerungstechnik die so genannte Menschenpyramide . Hierfür war überhaupt kein Belagerungsgerät notwendig bildete eine Gruppe entschlossener Angreifer selbst die Das Ziel war einen oder einige wenige auf die Höhe der Festungswälle zu bringen. bildeten die Angreifergruppe eine Art Räuberleiter in sie sich pyramidenförmig an der gegnerischen Mauer Diese Pyramide konnte allerdings nur in den aufgestellt werden in denen die Geschütze der nicht wirken konnten - dem so genannte Toten Winkel . Das Verfahren war nur bei relativ Mauerhöhen erfolgreich und erhielt erst wieder eine als die Festungsmauern immer niedriger ausgeführt wurden der Bedrohung durch die neuzeitliche Artillerie begegnen zu können.

Belagerung von frühneuzeitlichen Festungen

Mit der Erfindung des Spreng- und Schießpulvers und von Kanonen ergaben sich zum Teil neue Möglichkeiten beide Seiten.

Der Angriff auf eine mit massiven versehene Festung war stets eine riskante Angelegenheit dass auf Seiten der Angreifer oftmals ein genanntes Sturmgeld ausgelobt wurde. Um eine Bresche die Festungsmauern zu schlagen hoben die Belagerer aus in der Regel parallel zu einer vorderen Seiten einer Bastion. Danach wurden in Graben Geschütze postiert die sofort ein Deckungsfeuer Nun wurde ein Annäherungsgraben in Richtung der angelegt und nach einigen Metern wiederum ein in dem die Kanonen Schutz fanden. Die mussten beim Ausheben von Annäherungsgräben damit rechnen die Verteidiger der Festung einen Ausfall unternehmen die Arbeit der Sappeure zu unterbrechen. Deshalb legten sie oftmals regelmäßigen Abständen zwischen den Gräben Festungen im an in denen man Truppen zur schnellen eines Ausfalls stationierte. Bei vielen frühneuzeitlichen Belagerungen komplexe Grabensysteme mit zahlreichen Befestigungsanlagen.

Hatten sich die Belagerer mit Hilfe Annäherungsgräben nahe genug an eine Bastion herangearbeitet die Kanonen so viel Feuerkraft entfalten um Bresche in die Bastion zu schießen. Doch Verteidiger bildeten in solch einem Fall meist dichte Schützenlinie hinter der Bresche und sie Körbe mit Schutt Erde und Holz bereit eine Bresche provisorisch schließen zu können. Zudem Angreifer beim Sturm auf eine Bresche von Bastionen unter Beschuss genommen werden insbesondere aus Flanken. Wenn sich das Schlagen einer Bresche legten die Verteidiger der Festung oftmals eine Retirata hinter der betreffenden Mauerstelle an wenn derartige zweite Front nicht bereits von Anfang in der Festung vorhanden war.

Auch die alte Taktik des Unterminierens bei frühneuzeitlichen Belagerungen zum Einsatz. Dabei legten Belagerer vom Gegner möglichst unbemerkt einen Stollen der bis unter das Fundament eines Turms wurde. Dann legte man ein Feuer wodurch den Turm zum Einsturz brachte. Bei frühneuzeitlichen bevorzugte man die Verwendung von kleinen Schießpulverfässern. bei den Belagerten der Verdacht das eine geplant ist gruben sie ihrerseits Stollen um Vorhaben des Gegners zu vereiteln.

Bereits im späten 16. Jahrhundert wurde üblich das die Belagerer ihrerseits einen Ring Befestigungsanlagen um die belagerte Stadt oder Festung Somit sicherten sich die Belagerer vor dem Angriff eines Entsatzheeres schnitten die belagerte Festung von der Außenwelt ab und schützten sich möglichen Ausfallangriffen der Verteidiger. Ein derartiger Befestigungsring aus unzähligen Gräben und Werken die teilweise nahe wie möglich an die belagerte Festung wurden. Ein besonders komplexer Ring aus Feldbefestigungen zum Beispiel bei der Belagerung der niederländischen 's Hertogenbosch im Jahre 1629 angelegt.

Moderner Grabenkrieg

In gewisser Weise ist der Grabenkrieg Ersten Weltkrieges eine Erweiterung der Belagerung auf die Front. Mit weitreichender Artillerie und Flugzeugen wurde es fast unmöglich Städte gegen Belagerung zu schützen. Dennoch kam es im Zweiten Weltkrieg mit der Belagerung von Leningrad zumindest zu einer langwierigen Belagerung einer

Die letzte Belagerung im klassischen Sinne der Kampf um die französische Festung Dien Bien Phu in Vietnam im Jahre 1954 . In neuerer Zeit wurde von der Sarajevos im Bosnienkrieg gesprochen.

Historische Belagerungen

Siehe hierzu Liste von Belagerungen

Siehe auch: Kreative Art Belagerer zu demotivieren (Horaffensage)



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