Bergamo eine Provinz Oberitaliens zur Lombardei gehörig grenzt nördlich an die Provinz östlich an Brescia südlich an Cremona westlich an Mailand und Como und umfasst 282 8 km². Der Teil des Landes ist von den südlichen und Dolomitalpen (Bergamasker Alpen bis 3.582 m geprägt die sich bis zur Hauptstadt erstrecken zwischen denen die schönen Täler Seriana und liegen; der südliche Teil gehört der lombardischen an.
Unter den Flüssen sind der Serio Brembo die die genannten Täler durchfließen und Adda (an der Südwestgrenze) die bedeutendsten.
Auf der Ostgrenze liegt der Iseosee der Oglio (aus dem Val Camonica) durchfließt. gibt es in Trescore San Pellegrino und Orten.
Die Bevölkerung zählte (1881) 390.775 Menschen. Bergamasken sind in Italien als plump und verschmitzt verschrieen und sprechen einen rauhen Dialekt. stehenden Possenreißer der italienischen Volkskomödie der tölpische und der schlaue Brighello sind Bergamasken.
Die höhern Gegenden sind reich an aber die einst so blühende Viehzucht liegt danieder; hingegen steht in den Ebenen und der Hügelregion die Kultur von Mais Wein Maulbeerbäumen in hoher Blüte. Auch andres Getreide und Flachs werden in der Provinz angebaut außerdem ziemlich viel Wald enthält. Die Jagd Wild aber auch auf Singvögel wird hier stark betrieben.
Die gleichnamige Hauptstadt liegt äußerst malerisch Fuß der Alpen 380 m ü. M. Hügeln in fruchtbarer gut angebauter Gegend an Oberitalienischen Eisenbahn und besteht aus einer Alt- einer Neustadt mit weitgestreckten Vorstädten.
Erstere ( Citta ) zieht sich ampitheatralisch an einer Anhöhe und ist mit hohen Mauern und spitzen umgeben; letztere (i Borghi) liegt in der Beide Teile sind durch die Strada Vittorio verbunden. In der Mitte der Altstadt liegt Piazza Garibaldi wo sich die Hauptgebäude der beisammen sinden: der mittelalterliche Palazzo Vecchio (della mit dem Stadtturm; das Stadthaus ein Renaissancebau V. Scamozzi: der Dom (ursprünglich von Ant. erbaut im 17. Jahrhundert gänzlich umgestaltet) mit Kuppel; dabei das restaurierte Baptisterium; die Kirche Santa Maria Maggiore schöner romanischer Bau (von 1173 ) mit den Dentmälern der Musiker Donizetti und S. Mayr und die darangebaute Cappella Colleoni mit den Grabmälern des Generals und dessen Tochter Medea.
Vom alten Kastell auf dem Hügel Virgilio nordwestlich über der Altstadt genießt man ausgedehnte Fernsicht. In der untern Stadt liegen Academla Carrara mit trefflicher Gemäldesammlung und die Fiera ein großes Steingebäude mit 540 Buden einem großen Saal in jeder Ecke worin die berühmte Bartholomäusmesse abgehalten wird.
Die Stadt zählt (1881) 23.819 mit Borghi 33.977 Einwohner.
Durch gewerbliche Tätigkeit hat sich Bergamo jeher ausgezeichnet; es hat zuerst die Seidenzucht Oberitalien eingeführt erlangte durch seine Schafzucht weiten lieferte den besten Eifendraht und leistete sogar Orgelbau Ungewöhnliches. Gegenwärtig werden außer der Seidenindustrie Baumwollweberei und Fabrikation von Tuch Hüten Papier und Metallwaren betrieben; der Handelsverkehr ist sehr
Bergamo hat ein Lyceum und ein ein Institut für Mineralogie und Metallurgie eine Schule ein Seminar einen botanischen Garten eine Bibliothek (80 000 Bände) eine Kunstakademie (s. ein Athenäum der Wissenschaften und der Künste großes Krankenhaus mit Irren und Findelhaus ein Es ist Sitz eines Präfekten und eines ferner der Geburtsort des Musikers Donizetti sowie Philologen Mai und hat reiche und blühende mit zahlreichen Villen.
Bergamo ist das antike Bergomum eine ältesten Anlagen der Kelten ( Gallier ) in Oberitalien war später römisches Munizipium unter den Langobarden Residenz eigner Herzöge.
Im Mittelalter gut ghibellinisch gesinnt hielt die Stadt Como wurde aber 1332 nach schweren Parteikämpfen von Azzo Visconti Mailand verbunden.
1402 wurde der herzogliche Vikar von den Guelfen vertrieben und Roger Suardi zum Statthalter welcher Bergamo an Pandolfo Malatesta verkaufte ( 1407 ) unter dessen Regierung die Stadt rasch
1419 kam sie wieder an Philipp Maria von Mailand und nach dessen Tod 1428 an die Venezianer welche sie stark und bis 1796 in Besitz derselben blieben.
Seit 1814 österreichisch teilte Bergamo die Schicksale des Lombardisch Königreichs.