Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Bernd Alois Zimmermann (* 20. März 1918 in Bliesheim in der Eifel † 10. August 1970 in Großkönigsdorf bei Köln (Freitod)).
Komponist herausragender Vertreter der musikalischen Nachkriegs- Avantgarde in Westdeutschland.
Zimmermann wächst im ländlich-katholischen Milieu der auf. Sein Vater ist Beamter bei der und betreibt im Nebenerwerb Landwirtschaft. Ab 1929 besucht er eine private katholische Bildungsanstalt erste systematische Auseinandersetzung mit Musik). Als 1936 die Privatschulen in Deutschland von den Nationalsozialisten geschlossen werden wechselt er auf ein katholisches Gymnasium in Köln wo er 1937 das Abitur ablegt.
Im gleiche Jahr leistet er seinen ab und nimmt zum Wintersemester 1937/38 ein an der Hochschule für Lehrerausbildung Bonn auf.
1957 Stipendiat der Villa Massimo in Rom Übernahme einer Professur für Komposition (als Nachfolger von Frank Martin ) sowie Film- und Rundfunkmusik an der Kölner Musikhochschule. den 60er Jahren verstärkte Aufmerksamkeit und Erfolg Komponist (mehrere namhafte Preise 1963 zweites Stipendium der Villa Massimo 1965 Mitgliedschaft in der Berliner Adademie der insbesondere nach der Uraufführung seiner Oper Die Soldaten im Jahre 1965 die in den zuvor nicht zuletzt wegen ihrer enormen personellen musikalischen Anforderungen von der Kölner Oper als abgelehnt wurde. Dennoch verstärken sich depressive Tendenzen Ende des Jahrzehntes immer mehr zu einer Krise hinzu kommt ein sich schnell verschlimmerndes Am 10. August 1970 nimmt sich Zimmermann Leben.
In seiner kompositorischen Entwicklung vollzieht Zimmermann die Entwicklung der neuen Musik nach von die deutschen Komponisten während der Zeit des zum großen Teil abgeschnitten waren. Er beginnt Werken im neoklassizistischen Stil gelangt wohl durch Eindrücke bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik über freie Atonalität (ab 1949) und Dodekaphonie (ab 1951) zur seriellen Musik (ab 1956). Auch seine Vorliebe für Jazz kommt in einigen Kompositionen zum Ausdruck im Violinkonzert von 1950 und im Trompetenkonzert 1954).
Im Unterschied zu den Vertretern der genannten Darmstädter Schule ( Stockhausen Boulez Nono etc.) vollzieht Zimmermann aber keinen radikalen mit der Tradition. Ende der 50er Jahre er den für ihn typischen persönlichen Komponierstil pluralistische Klangkomposition. Charakteristisch für diese ist die und Überlagerung von Schichten musikalischen Materials aus Zeiten und von unterschiedlicher Herkunft (Musik des über Barock und Klassik bis zu Jazz Popularmusik) mit avancierten musikalischen Techniken. Das reicht der Einbettung einzelner musikalischer Zitate in eine (etwa im Orchesterstück Photoptosis ) bis hin zu Stücken die vollständig Collagen aufgebaut sind (Balletmusik Musique pour les soupers du Roi Ubu ). In Vokalwerken besonders prägnant im Requiem wird das Verfahren auch auf den angewendet indem Texte verschiedener Herkunft überlagert werden. selbst umschreibt seine Position mit der Metapher der "Kugelgestalt" der Zeit.