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Bernhard II. (Lippe)


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Denkmal von Bernhard II. in Lippstadt

Bernhard II. (* um 1140 auf Burg Lipperode † 1224 in Mesothen) Edler zur Lippe war erste Regent des Landes Lippe . Er war der Sohn von Hermann I. und der Neffe von Bernhard I. die als erste den Titel "Edle Lippe" trugen. Bernhard II. regierte die Grafschaft 1167 bis 1196 . Er entwickelte sich im Laufe seines zu einer der wichtigsten und einflussreichsten westfälischen der Stauferzeit. Ihm sind auch wahrscheinlich sämtliche und Sonderrechte der "Herren zur Lippe" zu Desweiteren gründete er mit Lippstadt 1185 und Lemgo 1190 die ersten Planstädte Westfalens.

Inhaltsverzeichnis

Die Jahre vor dem Sächsischen Krieg bis 1177)

Bernhard II. besuchte vor seinem Amtsantritt 1167 wahrscheinlich die Domschule in Hildesheim (es existieren hierzu keine genauen Quellen) er später als Domherr wirkte. Die Ausbildung ihm an dieser Schule zuteil wurde überragte anderer Edelherren und anderer Adeliger seiner Zeit. wurde er nach dem Tod seines älteren Heinrich zurück an die Lippe gerufen und eine standesgemäße ritterliche Ausbildung wahrscheinlich zum Teil Hofe Heinrichs des Löwen in Braunschweig und zum Ritter geschlagen.

Die Regentschaft in Lippe übernahm er dem Tod seines Vaters Hermann I. und Bruders Bernhard I. im Heer des Kaisers Friedrich I. vor Rom . Die Besitzung bestand zu diesem Zeitpunkt aus dem ursprünglichen Besitz der Familie nahe heutigen Stadt Lippstadt sowie großen Teilen des Landes Lippe . Er heirate 1167 Heilwig Gräfin von Ahre die dem Kaufmannsadel angehörte und in weiterer Verwandtschaft mit Haus der Staufer verbunden war. Der Onkel seiner Frau von Ahre war zu dieser Zeit der von Münster (von 1152 bis 1168 ) und wurde zu einem guten Freund jungen Edelherren. Über Friedrich von Ahre sowie dessen Vetter Herrmann von Ahre den Abt Klosters Cappenberg bestanden relativ enge Verbindungen mit Erzbischof von Köln Philipp von Heinsberg der Lehnsherr war.

Der Sächsische Krieg

Heinrich der Löwe und seine Gemahlin Mathilde ihres Grabmales im sogenannten Braunschweiger Dom

Die Zeit von 1177 bis 1181 war geprägt vom Sächsischen Krieg in die Meinungsverschiedenheiten des Sachsenherzogs Heinrichs des Löwen und des kölnischen Erzbischofs Philipp von gipfelten. Trotz seiner engen Bindungen und der Nähe zu Köln kämpfte Bernhard II. gemeinsam seinem Vetter Widukind von Rheda als Gefolgsmann des Löwen in Westfalen und zog sich so auch die seines ehemaligen Lehnsherren und der meisten anderen Westfalens zu. Im Laufe des Krieges wurde II. zu einem der engsten Gefährten von dem Löwen. Zugleich pflegte er jedoch auch guten Beziehungen zum neuen Bischof von Münster II. der noch während seiner Amtszeit ( 1173 bis 1202 ) ab etwa 1180 zu einem engen Berater des Kaisers wurde und so für Bernhard II. nach Kriegsende zu einem wichtigen Vermittler wurde.

Von 1179 an zerstörte Bernhard II. in seinem Umland die Besitzungen des kölnischen Erzbischofs. Vor das gerade im Aufbau begriffene Medebach wurde zerstört die Stadt Soest konnte aufgrund der gerade neu gebauten den Angriff abwehren. Im Anschluss daran wendeten die Truppen zur Unterstützung des sächsischen Heeres der Führung des Grafen Gunzelin von Schwerin nördlichen Westfalen gegen ein vereintes Heer der den Kölnern verbündeten Fürsten des Bischofs von Osnabrück sowie der Grafen von Tecklenburg und Ravensburg denen die Grafen von Arnsberg und die Edelherren von Schmalenberg zu kamen. Sieger dieser Schlacht auf dem Halerfeld Kilometer vor Osnabrück blieb das sächsische Heer.

Burgruine Bernhard II. nahe Lippstadt

Im Zuge eines Vorstoßes der Kölner die Anhänger Heinrichs 1177 wurden jedoch nach dieser Schlacht das der Besitzungen Bernhard II. das ehemalige Marktviertel der Lippefurt (heute Nicolaiviertel in Lippstadt) und ehemalige Nicolaikirche sowie seine Burg zerstört. Bernhard selbst wurde des Landes vertrieben und floh den Hof Heinrichs des Löwen. Über ihn Bernhard II. die Grundzüge der Stadtplanung vor die Wasserbautechnik kennen. Seine Eindrücke sammelte er Braunschweig und Hildesheim später auch bei der Verteidigung und Ausbau der Stadt Neuhaldensleben nahe Magdeburg . Er verteidigte bis 1181 die Festung des Herzogs in Haldensleben die von den Truppen des Kaisers belagert wurde. Er musste diese Festung aufgeben die Gegner den Fluss Ohre stauten und die Festung unter Wasser setzten. Bernhard II. sein Gefolge konnten frei abziehen.

Die Jahre zwischen 1181 und 1184

Heinrich der Löwe wurde 1180 auf dem Reichstag zu Gelnhausen geächtet und musste das Land verlassen. Von Zeitpunkt an bricht die Überlieferung vom Leben II. ab und setzt erst 1184 wieder Der gängigen Version von der Rückkehr des an die Lippe steht eine Fassung des Paul Leidinger gegenüber der annimmt daß Bernhard dem Sachsenherzog ins Exil an den englischen begleitete. Von dort kehrte er nach Ansicht erst 1184 zurück und traf an dessen Hoftag Köln auf den ehemaligen Kölner Erzbischof und Herzog von Westfalen Philipp von Heinsberg .

Paul Leidinger begründet seine Version der dadurch dass in der fraglichen Zeit Quellen Widukind von Rheda existieren der sich bis nie von Bernhard II. getrennt hatte. Vor die Urkunde zur Gründung des Klosters Marienfeld die Trennung der beiden Freunde an. Desweiteren ein Relief der Lippstädter Marienkirche offensichtlich den Bernhard II. auf einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela die dieser wohl gemeinsam mit Heinrich Löwen gemacht haben soll.

Die Rückkehr Bernhards II. und die Lippstadts

Zur Zeit der Rückkehr Bernhard II. das ehemalige Marktviertel an der Lippe wahrscheinlich aufgebaut. Obwohl der Edelmann in den zurückliegenden immer an der Seite Heinrichs des Löwen kam er doch zu dem damals sehr Privileg mit Genehmigung des Kaisers Barbarossa eine im Zentrum seiner Besitzungen zu bauen. Diese ihm im Zuge von Klärungen mit Philipp Heinsberg zurück gegeben. Man geht heute davon dass das Privileg eine Geste des Kaisers um mit Hilfe des Lippers seine Beziehungen dem englischen König zu verbessern. Bernhard II. durch seine Nähe zu Heinrich dem Löwen Schwiegervater der englische König war offensichtlich einen Vermittler dar.

Bernhard II. traf wahrscheinlich zu Pfingsten 1184 auf dessen Reichsfest in Mainz mit Kaiser Barbarossa zusammen. Zu diesem versammelte sich der gesamte Adel des Landes Gefolge nach unterschiedlichen Quellen sollen zwischen 20.000 70.000 Menschen versammelt gewesen sein. Durch einen wurde das Fest jedoch bereits am Pfingstmontag und der Kaiser mit seinem Gefolge zog nach Gelnhausen zurück.

Nach einer Überlieferung des Chronisten und Justinus der das Leben Bernhard II. später seinem als Lippiflorum (Lipperose nach der Wappenrose Herrn zur Lippe)) benannten Werk reflektierte befand Bernhard II. ebenfalls auf diesem Fest. Er dem Kaiser besonders durch seine Zurückhaltung und edles Auftreten aufgefallen und so von ihm worden sein einen Wunsch zu äußern. Der Bernhard II. bestand darin eine Stadt an Lippe bauen zu dürfen und Barbarossa gewährte diesen Wunsch offensichtlich. Diese Geschichte ist sicher blumig dargestellt an der kaiserlichen Erlaubnis zur gibt es jedoch keine Zweifel. Wahrscheinlich ist dem Berater des Kaisers Hermann II. zu dass dies geschah und auch an der mit dem ehemaligen Kölner Erzbischof war er maßgeblich beteiligt.

Lippe (Braun/Hagenberg 1588)

Bernhard II. gründete nachfolgend 1185 (anderen Quellen zufolge schon 1184) die Lippe (heute Lippstadt im Kreis Soest ) als erste Planstadt Westfalens. Nach ihrem gründete er 1190 als zweite Stadt im Land Lippe Lemgo .

Sein Freund Widukind von Rheda nahm 1189 am dritten Kreuzzug teil und starb auf diesem; als Erben wurde Bernhard II. die Herrschaft von und die Vogtei über die Klöster Liesborn und Freckenhorst übertragen.

Etwa 1192 erwirkte Bernhard II. die Erlaubnis innerhalb bischöflichen Forstbanngebietes die Falkenburg am Falkenberg zu bauen wobei alle Rechte zwischen Bischofssitz Paderborn und ihm aufgeteilt wurden. Bernhard II. danach als Mönch ins Kloster Marienfeld um Gelöbnis zu erfüllen. Etwa 1210 wurde er Abt in Dünamünde und schließlich von 1218 bis 1224 zum Bischof von Silonien im Baltikum . Ende April 1224 starb Bernhard II. in Selburg der Hauptstadt seines Bistums oder Mesothen. Beigesetzt wurde er im Kloster Dünamünde. Grafschaft übergab er seinem Sohn Hermann II. um 1170 ) bereits 1194.

Literatur

  • KWL Lippstadt: Lippstadt - Die Geschichte einer lebendigen Stadt
  • Leidinger P (1996): Die Stadtgründung Lippstadts 1184 und die Anfänge Städtepolitik in Westfalen Bonifatius Verlag Paderborn
  




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