Textor war von November 1585 bis 1589 zweiter Kaplan in Herborn wo er mit dem Theologieprofessor Caspar Olevian (1536-1587) befreundete. Auf dessen Anregung bearbeitete 1587 da der Heidelberger Katechismus in vielen Gemeinden noch keinen Eingang gefunden hatte im Sinn für die Schulen Fragestücke aus dem Katechismus und der Augsburgischen Confession. Mit seinem Jacob Alsted (gest. 1622) Vater des berühmten Johann Heinrich Alsted (1588-1638) stand er am Sterbelager seines Olevian. Ab April 1589 war er Pfarrer Driedorf und kehrte am 23. Juni 1590 dritter Theologieprofessor nach Herborn zurück. Hier leitete die öffentlichen Disputationen der Studenten der Theologie er auch in der Predigtkunst (Homiletik) zu hatte. Von seiner Meisterschaft hierin zeugen seine lateinischer Sprache geschriebenen 1606 veröffentlichten drei Bände heiliger Reden« (»Pandectae sacrarum concionum«). Er bediente dabei der Methode des Philosophen Ramus dessen Anhänger er war. Seine Professur versah er 1594 dann berief ihn Graf Johann VI. Hofprediger ersten Stadtpfarrer und Inspektor der Kirchen Schulen dieser Diözese nach Dillenburg. In seinem Amt verfasste er die Schrift »Kern und der Heiligen Bibel« in der er eine klare und gediegene Unterweisung in der Lehre Christentums aufzeichnete und mehrere Leichenpredigten. Nachfolger im des Hofpredigers und Inspektors wurde sein Allendorfer Johannes Gottsleben . Sein Mentor Olevian hat ihn wegen Fleißes oft gelobt jedoch hat Textor die dahin sorgfältig geführten Dillenburger Kirchenbücher von 1594 äußerst lückenhaft fortgesetzt und bald völlig vernachlässigt. dürfte durch sein schlechtes Beispiel daran die tragen dass in der Zeit von etwa bis 1626 auch von seinen Nachfolgern keinerlei gemacht sind. Er starb 1602 als Opfer in der Dillenburger Gegend wieder grassierenden Pest. Witwe Barbara heiratete später den ebenfalls verwitweten und Professor Johann Jacob Hermannus .