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Berufsausbildungsvertrag


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Der Berufsausbildungsvertrag ist ein Vertrag zwischen einer/einem Auszubildenden (früher: Lehrling) und einem Ausbildenden ( Ausbildungsbetrieb ) in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Neben diesen Hauptvertragspartnern müssen bei minderjährigen Auszubildenden noch die (i.d.R. die Eltern) zustimmen. Der Vertrag ist für die betriebliche Berufsausbildung und muss schriftlich abgeschlossen werden mündliche sind ungültig. Bestandteil des Berufsausbildungsvertrages ist die des jeweiligen Berufes. Außerdem schreibt der Gesetzgeber die Mindestangaben vor:

Inhaltsverzeichnis

Inhalt des Berufsausbildungsvertrages

  • Namen und Anschriften der Vertragspartner
  • Ziel der Ausbildung ( Ausbildungsberuf ) sowie sachliche und zeitliche Gliederung der (Ausbildungsplan)
  • Beginn und Dauer der Ausbildung
  • Dauer der Probezeit (mindestens 1 Monat maximal Monate)
  • Ort der Ausbildung
  • Ausbildungsmaßnahmen außerhalb des Betriebes
  • Zahlung und Höhe der Ausbildungsvergütung
  • Dauer der regelmäßigen Arbeitszeit
  • Dauer des Urlaubs
  • Voraussetzungen unter denen der Vertrag gekündigt werden
  • Sonstige Vereinbarungen
  • Unterschriften aller Vertragspartner
  • Eintragungsvermerk der zuständigen Stelle

Pflichten der Vertragsparteien

Mit Abschluss des Ausbildungsvertrages gehen die folgende Pflichten ein:

Pflichten des Ausbildenden

Der Ausbildende verpflichtet sich

  • dem Auszubildenden alle erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse der vorgesehenen Zeit zu vermitteln damit er Ausbildungsziel erreichen kann;
  • selbst auszubilden oder einen geeigneten Ausbilder zu
  • dem Auszubildenden die Ausbildungsordung kostenlos auszuhändigen
  • dem Auszubildenden kostenlos Werkzeuge und Werkstoffe zur zu stellen;
  • den Auszubildenden zum Besuch der Berufsschule anzuhalten freizustellen; Das gleiche gilt auch für andere außerhalb des Betriebes.
  • dem Auszubildenden kostenlos ein Berichtsheft auszuhändigen und Führung zu überwachen;
  • dem Auszubildenden nur Tätigkeiten zu übertragen dem Ausbildungszweck dienen und seinen körperlichen Kräften sind;
  • dafür zu sorgen daß der Auszubildende körperlich sittlich nicht gefährdet wird;
  • vom Auszubildenden sich eine Bescheinigung über die Untersuchung laut Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) vorlegen zu lassen;
  • den Ausbildungsvertrag unverzüglich nach Abschluss unter Beifügung ärztlichen Bescheinigung der zuständigen Stelle vorzulegen und Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse zu
  • den Auszubildenden für Prüfungen freizustelle.

Pflichten des Auszubildenden

Der Auszubildende verpflichtet sich

  • die Fertigkeiten und Kenntnisse zu erwerben die Erreichen des Ausbildungszieles erforderlich sind
  • regelmäßig die Berufsschule zu besuchen
  • mit den ihm überlassenen Werkzeugen pfleglich umzugehen
  • die betriebliche Ordnung einzuhalten
  • den Weisungen des Ausbildenden Folge zu leisten
  • an den ärztlichen Untersuchungen lt. Jugendarbeitsschutzgesetz teilzunehmen.

Beendigung des Berufsausbildungsvertrages

Der Vertrag endet

  • während der Probezeit durch fristlose Kündigung des Vertrages durch der beiden Hauptvertragspartner ohne Angabe von Gründen
  • nach der Probezeit durch Kündigung eines der Vertragspartner bei Vorliegen eines wichtigen Grundes (z. B. Verstoß gegen die genannten oder Tod des Ausbilders)
  • an dem Tag an dem die Abschlussprüfung ist
  • bei Nicht-Bestehen der Prüfung mit dem Ende Ausbildungszeit laut Ausbildungsvertrag. Auf Verlangen des Auszubildenden sich dann die Ausbildung bis zur nächsten höchstens aber um ein Jahr.

Berufsbildungsgesetz

Das Berufsausbildungsverhältnis ist im Berufsbildungsgesetz (BBiG)

Überwachung und Förderung der Berufsausbildung

Für diese Aufgabe sind nach dem die so genannten zuständigen Stellen verantwortlich. In gewerblichen Wirtschaft sind das die Handwerkskammern und die Industrie- und Handelskammern . Für andere Wirtschaftsbereiche regelt das Gesetz Zuständigkeit. Zur Erfüllung dieser Aufgaben hat die Stelle Ausbildungsberater zu bestellen.

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