Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 7. Dezember 2019 

Betrug


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Der Betrug ist die Vortäuschung falscher Tatsachen um gewisses Ziel zu erreichen.

Inhaltsverzeichnis

Rechtswissenschaften

Der Betrug ist ein Straftatbestand der Vermögensdelikte. Das geschützte Rechtsgut ist mitnichten die Verfügungsfreiheit des Vermögensinhabers das Individual vermögen (auch das Vermögen des Staates).

Der Bundesgesetzgeber hat zudem mehrere spezielle Strafvorschriften für des Betruges geschaffen. Hier ist im besonderen Leistungserschleichung (" Schwarzfahren ") nach § 265a StGB zu nennen der Versicherungsmissbrauch (" Versicherungsbetrug ") nach § 265 StGB der Kapitalanlagebetrug § 264a StGB und der Subventionsbetrug nach 264 StGB der nach EU-Richtlinien gestaltet wurde. Besondere Betrugsform ist der Computerbetrug nach § 263a StGB bei der "Betrogene" eine Maschine darstellt.

Tatbestand

Der Betrugstatbestand des Strafgesetzbuchs lautet in seinem Absatz 1: Wer in der Absicht sich oder einem einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen das Vermögen anderen dadurch beschädigt dass er durch Vorspiegelung oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen Irrtum erregt oder unterhält wird mit Freiheitsstrafe zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (Im übrigen ist der Versuch des nach Abs. 2 strafbar.)

Bedeutung: Die Tathandlung ist das Täuschen (Vorspiegeln falscher oder wahrer Tatsachen). Diese Täuschungshandlung muss zu einem Irrtum beim Verfügenden führen. Daraufhin muss eine verfügung vorgenommen worden sein. Aus dieser Vermögensverfügung ein Vermögensschaden resultieren. Dabei ist es unerheblich der Getäuschte und der Geschädigte identisch sind nicht dann sog. Dreiecksbetrug). All diese Tatbestandsmerkmale kausal mit einander verschränkt sein. Hinsichtlich des Vorsatzes genügt der Eventualvorsatz zu beachten ist jedoch dass wie den Vermögensdelikten üblich auch die Bereicherungsabsicht und deren Rechtswidrigkeit zu prüfen ist.

Versuch des Betruges

Der Versuch des Betruges ist nach der allgemeinen dann gegeben wenn bereits Täuschungshandlungen vorgenommen werden. der angestrebte Vermögensvorteil jedoch rechtmäßig liegt weder versuchter noch ein vollendeter Betrug vor.

Besonderheiten

Probleme bereitet die Abgrenzung zwischen Diebstahl und Betrug da sich diese gegenseitig ihrer Strafbarkeit ausschließen. Beim Dreiecksbetrug ist zwischen Betrug und dem Diebstahl in mittelbarer Täterschaft zu unterscheiden. Wer einen anderen davon doch bitte einen Ball aus dem Garten Nachbarn zu holen weil es vermeintlich sein sei obwohl er tatsächlich im Eigentum des steht macht sich des Diebstahls strafbar wenn Ballholer (der Verfügende) mit dem Nachbarn kein Näheverhältnis aufweist. Wäre es die Großmutter des die zu Besuch wäre so würde es um einen Betrug handeln.

Ferner problematisch ist auch die Abgrenzung Betruges vom Diebstahl bei den "Tanken ohne bezahlen"-Fällen. Dabei wird auf das subjektive Element Wer mit dem Vorsatz ohnehin nicht bezahlen wollen tankt beginnt einen Betrugsversuch entsteht der erst beim Tankvorgang so handelt es sich Diebstahl. Für den Täter ist dies einerlei. Strafe bzw. das Strafmaß des Betruges ist wie das des Diebstahls. Unterschiede bestehen jedoch wenn der Täter eine Waffe bei sich Der Diebstahl kann dadurch weiter qualifiziert werden B. § 244 StGB); bei einem Betrug diese Strafschärfung.

Betrug im nicht strafrechtlichen Sinne

Betrug kann auch aus Motiven stattfinden nicht auf direkt auf Besitz abzielt. Diese des Betrugs sind strafrechtlich irrelevant (abgesehen im von Meineid ). Motive sind dann immaterielle Werte wie wissenschaftlicher Ruhm (siehe auch Betrug und Fälschung in der Wissenschaft ). Die Bestrafung hat dann außergerichtlich zu z.B. Suspension.

Siehe auch: Fake Türken (Begriffsklärung) Täuschung

Weblinks



Bücher zum Thema Betrug

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Betrug.html">Betrug </a>