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Die Einleitungswissenschaft ist als Disziplin der christlichen Theologie Teil der Bibelwissenschaft. Entsprechend gibt es wissenschaftliche "Einleitungen" in den Talmud und wissenschaftliche "Einleitungen" in den Koran .
In der Einleitungswissenschaft werden die biblischen betreffs ihrer Struktur ihrem literarischem Aufbau und den in ihnen enthaltenen literarischen Gattungen analysiert sowie auf mögliche Verfasserschaft eventuell erkennbare Adressaten und Entstehungsort und -zeit hin befragt.
Die Einleitungswissenschaft steht in engem Zusammenhang einer Literaturgeschichte der beiden Bibelteile. Während jedoch Literaturgeschichte die Entstehung und Entwicklung der literarischen von der kleinsten Form (z. B. Lied Prophetenwort Psalm Sage Erzählung Geschichtskorpus) bis zum Text in seiner Endform verfolgt ja die über die Kanongrenzen hinweg verfolgt setzt die Einleitungswissenschaft genau ein. In einer der Archäologie vergleichbaren Methode sie von der überlieferten und nun vorliegenden des literarischen Werkes (Buch des Alten oder Testaments) zurück nach schriftlichen und ggf. auch Vorstufen der kanonisierten Endform.
Da wie viele andere Geisteswissenschaften auch biblische Einleitungswissenschaft besonders "ideologieanfällig" ist sollte der des Forschers sich selbst und anderen klar um verdeckte Prämissen zu vermeiden. Die fachliche zwischen Neutestamentlern verschiedener Konfessionen ist heutzutage ziemlich unproblematisch.
Die Struktur eines Textes kann sehr für seine Interpretation sein. So lassen sich Umständen Makrostrukturen über mehrere biblische Bücher hinweg B. Pentateuch ) verfolgen die eine literarische Verwandtschaft anzeigen. können auf der synchronen Ebene des Textes textinterne Bezüge aufgedeckt werden: Wird eine spezielle öfter wiederholt? Gibt es ständig widerkehrende Stichworte Wortspiele? Gibt es ein Versmaß oder rhythmische etc.
Der Aufbau eines Werkes einer Perikope eines Abschnittes sagt viel über die Absicht Verfassers aus und steht in engem Zusammenhang der Gattung. Wie interpretiert wie "füllt" der die biblische Gattung? (Beispiel: Was sagt etwa Brief aus der die kulturell relativ festgelegte Anrede vermissen lässt?)
Eine Frage die die Einleitungswissenschaft beantwortet die Frage nach dem Zielpublikum des biblischen Ist z.B. ein neutestamentlicher Brief an Judenchristen Heidenchristen an Gemeindeleiter an Einzelpersonen an eine Gemeinde oder an alle Christen gerichtet? Die darauf kann für die Exegese einen großen Unterschied machen.
In manchen Fällen sind die Adressaten Text mehr oder weniger genau bezeichnet aber in solchen Fällen müssen oft weitere Analysen werden - richtet sich der Galaterbrief an Galater im Norden oder an die Galater Süden. Da es zwei Gegenden dieses Namens die von Paulus auf verschiedenen Missionsreisen besucht spielt das auch für die Datierung eine
In anderen Fällen lassen sich durch Beobachtungen Hinweise auf die Adressaten finden. Im sind aramäische Ausdrücke konsequent erklärt also richtet sich eher an Heidenchristen außerhalb Israels Matthäus oft auf mit dem Alten Testament also die Adressaten eher Judenchristen als Heidenchristen sein.
Eine wichtige Aufgabe der Einleitungswissenschaft ist die Datierung biblischer Bücher. Dabei spielen externe interne Hinweise eine Rolle historische Personen die Text erwähnt werden archäologische Funde die mit im Text übereinstimmen aber auch Vergleiche mit biblischen Büchern des gleichen Autors oder anderer
Ebenso spielen da weltanschauliche Fragen hinein die ob es sich bei einer erfüllten um ein Vaticinium ex eventu halten muss was besonders bei den Evangelien im Zusammenhang mit der Zerstörung Jerusalems Jahre 70 eine wichtige Rolle spielt. Wurden Prophetien erst nach der Zerstörung geschrieben handelte sich um echte Voraussagen über die Zukunft aber um allgemeine Aussagen über die Zukunft denen dann hinterher ein konkretes Ereignis "wiedererkannt"
Im Zusammenhang mit der Datierung stellt auch die Frage nach der Autorschaft - stammt der Text vom angegebenen oder handelt es sich um eine Pseudepigraphie.
In der griechischen Antike finden sich Beispiele für Pseudepigraphie vermittels derer ein jüngeres unter dem "Schutz" des bekannten Autorennamens veröffentlicht Pseudepigraphie war gebräuchlich um dem Werk mehr zu verleihen. Im Gegensatz dazu wird jedoch von christlichen Schriften in den Schriften der des 2. und 3. Jahrhunderts scharf verurteilt Muratori Serapion Tertullian) und die sorgfältig geprüfte ist bei allen Kirchenvätern die bezüglich Kanon ein wesentliches Kriterium für die Aufnahme in Kanon. Insofern ist die ggf. das Neue betreffende Pseudepigraphie relativ gut zeitlich eingrenzbar: etwa 70 und 110 n. Chr.
Methodisch ist immer von der genauen des Textes auszugehen. Beobachtungen am Text müssen überlieferte Sekundärinformationen über den Text abgewogen werden. können durch die Wahrnehmung von Spannungen im Zweifel an der traditionell angegebenen Autorenschaft in ausgelöst werden. Ein klassisches Beispiel etwa die Autorenschaft des Mose an den Genesis und Deuteronomium. Wie kann Mose von Schöpfung und seinem eigenen Tod berichten? Derartige können ggf. zu Neueinschätzungen der Verfasserschaft führen. sind dabei jedoch auch andere Faktoren zu z.B. internes und externes Zeugnis für die mögliche andere Erklärungen für die Spannungen (z.B. hat eine Überlieferung der Schöpfungsgeschichte aufgeschrieben und Bericht über seinen Tod ist ein Zusatz Josua).
Wie in anderen Bereichen der Theologie es auch bei der Einleitungswissenschaft mehr oder konservative und liberale Autoren deren Thesen und sich zum Teil sehr unterscheiden. Beispielsweise kann einleitungswissenschaftlichen Analyse eines liberaleren Autors zum Schluss dass der Zweite Brief des Paulus an Thessaloniker nicht von Paulus ist und vom des 1. Jahrhunderts stammt während ein konservativerer zum Ergebnis kommt dass der Brief von selbst und aus den frühen Fünfzigerjahren ist. unterschiedlichen Feststellungen führen dann auch zu einer Interpretation dieser biblischen Schrift da die Umstände Abfassung und der Kontext wesentliche Faktoren für theologische Argumentation sind.
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