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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 26. Mai 2012 

Biblische Verfasserschaft


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In der Einleitungswissenschaft / biblischen Literaturgeschichte wird u. a. nach der möglichen Verfasserschaft einzelner biblischer Bücher gefragt.

Dabei werden verschiedene Zuordnungen getätigt.

Inhaltsverzeichnis

Anonyme Verfasserschaft

Leider ist ein Großteil der biblischen von Verfassern geschrieben deren Identität nicht angegeben

Im Neuen Testament sind formal durch fehlende Verfasserangaben anonym:

  • Ev. Matthäus
  • Ev. Markus
  • Ev. Lukas
  • Apg.
  • Ev. Johannes
  • Hebräer
  • 1. Johannes
Diese Schriften haben ursprünglich alle keine Da das verständlicher Weise nicht befriedigend war ihnen (teilweise recht zügig) in den Überschriften durch die mündliche Tradition Verfassernamen zugeordnet.

Im einzelnen ergibt sich folgendes Bild:

  • Ev. Matthäus - erste Erwähnung eines "Matthäus" durch Papias von Hierapolis um 130 Chr.
  • Ev. Markus - erste Erwähnung eines "Markus" durch Papias von Hierapolis um 130 Chr.
  • Ev. Lukas - erste Erwähnung eines "Lukas" durch Irenäus von Lyon um 180 n. Chr.
  • Apg. - wird sinnvoller Weise wie Luk. entschieden.
  • Ev. Johannes - erste Erwähnung eines "Johannes der Herrenjünger" durch Irenäus von Lyon 180 n. Chr. mit Verweis auf Papias das leider so nicht schreibt.
  • Hebräer - ab 180 wird in Alexandrinischen Schule (Clemens Origenes ) die Verfasserschaft durch Paulus vertreten.
  • 1. Johannes - kann lediglich in johanneischen Schule zugeordnet werden.

Verfasserschaft historisch namentlich bekannt

Nur wenige der biblischen Schriften sind Verfassern geschrieben deren Identität bekannt ist.

Im Neuen Testament sind das ausschließlich die echten Paulusbriefe. Apostel Paulus wird in jedem Fall als Autor folgenden sieben Briefe gesehen:

  • Römer
  • 1. Korinther
  • 2. Korinther
  • Galater
  • Philipper
  • 1. Thessalonicher
  • Philemon

pseudonyme Verfasserschaft

(Verfasser publiziert unter anderem Namen) Entsprechend Brauch sind viele biblischen Schriften schon von Verfassern bedeutenden Personen zugeordnet oder wurden auf unvollständiger Angaben durch die Tradition eingeordnet.

Im Neuen Testament betrifft das die überwiegende Anzahl der Das Phänomen der Pseudepigraphie überhaupt wie auch konkrete Befund pseudepigraphischer Schriften im Besonderen wird immer wieder auf das Schärfste bestritten. Deswegen an dieser Stelle nochmals darauf verwiesen das die einleitungswissenschaftliche Analyse wie jede andere wissenschaftliche immer im Bereich von Arbeitshypothesen bewegt. Im dieser Prämissen erscheint die Annahme der Pseudepigraphie als sinnvoll. Die Feststellung von pseudepigraphischer Verfasserschaft ausdrücklich kein Urteil über die theologische Aussage Schriftstückes. Von einer großen Zahl von Forschern folgende Schriften als Pseudepigraphen eingeordnet:

  • Epheser - gibt sich als Paulusbrief
  • Kolosser - gibt sich unter Mitarbeit Timotheus als Paulusbrief aus
  • 2. Thessalonicher - gibt sich unter von Timotheus und Silvanus als Paulusbrief aus
  • 1 Timotheus - gibt sich als aus
  • 2. Timotheus - gibt sich als aus
  • Titus - gibt sich als Paulusbrief
  • 1. Petrus - gibt sich als Petrus aus
  • 2. Petrus - gibt sich als Simon Petrus ' aus
  • Jakobus - gibt sich als Brief Jakobus dem Herrenbruder aus
  • Judas - gibt sich als Brief Judas des Bruders des Herrenbruders aus

deuteronyme Verfasserschaft

(Verfasser steht in deutlich erkennbarer Schule Tradition) Nur wenige der biblischen Schriften sind Verfassern geschrieben deren Zuordnung auf Grund von Verfasserangaben zu einer größeren Schule erfolgte.

Im Neuen Testament sind das Schriften aus dem Umfeld johanneischen Schule:

  • 2. Johannes - von einem "Presbyter" Ab 130 berichtet Papias von Hierapolis über "Presbyter Johannes Jünger des Herrn" den man damit identifizieren könnte
  • 3. Johannes - von einem "Presbyter" Ab 130 berichtet Papias von Hierapolis über "Presbyter Johannes Jünger des Herrn" den man damit identifizieren könnte
  • Apokalypse - von einem "Knecht Johannes" Wird um 150 von Justin dem Martyrer identisch mit Johannes dem Zebedaiden erklärt. Irenäus 180) schreibt das Werk "Johannes dem Herrenjünger"




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