Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 26. Mai 2012 

Bithynien


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Bithynien ist eine alte Landschaft im nordwestlichen Kleinasien welche gegen Westen und Norden vom Marmarameer und dem Pontos Euxinos ( Schwarzes Meer ) gegen Süden vom Olympos (Keschisch Dagh) etwa 40° n. Br. begrenzt war. Gegen trennte es der Parthenios (jetzt Bartan Su) Paphlagonien; im Süden waren die anstoßenden Länder Galatien Phrygien und Mysien.

Das Land ist im Osten und mit waldreichen Gebirgen erfüllt (außer dem Olympos Prusa der Orminios jetzt Ischik Dagh im die niedrigere und von fruchtbaren Tälern durchschnittene enthält einige große Landseen wie den Askanischen Göl) an dem Nikäa (Isnik) den Artynischen welchem Apollonia (Bullonia) lag.

Hier im Westen schneiden auch zwei tief ins Festland ein: der von Astakos Körsesi) und der von Kios (Indschir Liman). Fluss ist der Sangarios (Sakaria); außerdem der (jetzt Filias) in der Osthälfte.

Als Hauptprodukte werden Marmor Schiffbauholz Getreide Hülsenfrüchte Feigen Wein und Käse ausgeführt.

In Bithynien waren thrakische Stämme angesiedelt zusammenhängender Masse und unter eignen Fürsten Thyner Bithyner genannt; erstere auch auf europäischem Boden letztere wenig hervortretend weil sie mehr landeinwärts in einem Gebiet das von den großen abseits lag.

Unter den Städten sind zu nennen: von Athenern und Megarern gegründete Kolonie Astakos Olbia) am gleichnamigen Golf von Lysimachos zerstört worauf Nikomedes die Bewohner etwas in Nikomedia ansiedelte welches das ganze Mittelalter hindurch (jetzt Ismid).

Daneben ist Nikäa zu nennen. Die Europa her eingewanderten Thraker vermochten übrigens die Urbewohner keineswegs zu verdrängen. So hielten sich im Osten die Mariandyner einst Untertanen der Kolonie Heraklea deren Sitten Spuren semitischen Einflusses

Bithynien bildete einen Bestandteil des lydischen und wurde mit demselben von den Persern unterworfen unter deren Herrschaft es zur Phrygien gehörte. Die Zerrüttung des Perserreichs unter Xerxes ' Nachfolgern ermöglichte es dem einheimischen Fürstengeschlecht fast unabhängig zu machen.

Nach dem Tod Alexanders des Großen Bithynien an Lysimachos . Nach dem Untergang des Reichs des ( 281 v. Chr. ) gelang es dem Fürsten der Bithyner die Selbständigkeit zu erringen und alle thrakischen zu dem Königreich Bithynien zu vereinigen.

Nikomedes ( 278 v. Chr. - 248 v. Chr. ) kämpfte mit Glück gegen Antiochos I. verbündete sich 275 v. Chr. mit den Galatern und erweiterte sein Reich durch die des nordöstlichen Teils von Phrygien .

Die weitere Herrscher waren:

  • Ziaelas ( 248 v. Chr. - 230 v. Chr. )
  • Prusias I. ( 230 v. Chr. - 182 v. Chr. ) der die Grenzen des Reichs nach und Westen erweiterte;
  • Prusias II. ( 182 v. Chr. - 149 v. Chr. ) der 184 v. Chr. den flüchtigen Hannibal aufnahm aber nicht schützte die pergamenischen Eumenes H. und Attalos II. besiegte von Römern aber zum Frieden gezwungen wurde
  • Nikomedes II. Epiphanes ( 149 v. Chr. - 127 v. Chr. )
  • Nikomedes III. Euergetes ( 127 v. Chr. - 94 v. Chr. )
  • Nikomedes IV. Epiphanes Philopator ( 94 v. Chr. - 74 v. Chr. ) der von Mithridates zweimal vertrieben von den Römern aber wurde. Bei seinem Tod 74 v. Chr. vermachte er sein Reich den Römern es auch unter Lukullus gegen Mithridates behaupteten und zuerst mit Provinz Asien dann mit Pontus vereinigten.

Unter Augustus wurde Bithynien eine Prokonsularprovinz aus zwei Hauptteilen bestand: Bithynien westlich von Propontis bis zum Sangarios und Pontus vom Kytoros in Paphlagonien.

Theodosius II. trennte beide Teile wieder und nannte östlichen nach seinem Oheim Honorias.

1074 - 1097 war das Land im Besitz der Seldschuken die es im 1. Kreuzzug an die Christen verloren. Während der des lateinischen Kaisertums in Konstantinopel ( 1204 - 1261 ) war Nikäa in Bithynien Sitz eines Kaisers. 1298 brach Osman in Bithynien ein und wurde das eroberte Prusa (Brussa) Hauptstadt des der Osmanen.




Bücher zum Thema Bithynien

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Bithynien.html">Bithynien </a>