Die Blumenfliegen (Anthomyiidae) sind eine Familie der Zweiflügler (Diptera) und gehören zu den Fliegen (Brachyptera). Weltweit sind etwa 1200 Arten Gruppe bekannt davon etwa 220 in Mitteleuropa. Blumenfliegen sind nicht identisch mit den englischen flower flies damit sind in der Regel die Schwebfliegen (Syrphidae) gemeint.
Die kleinen bis mittelgroßen Fliegen sind kräftig beborstet und unscheinbar gefärbt einige aber grau-schwarz gezeichnet oder mit gelben Beinen und Hinterleib.
Wie ihr Name bereits andeutet findet sie häufig an Blüten wo sie sich Nektar und Pollen ernähren. Einige Arten ernähren sich jedoch von anderen Flüssigkeiten wie etwa Jauche Schweiß aus Wunden fließendem Blut. Bevor die Nahrung wird wird sie mit Speichel vermischt und selten mehrmals als Tropfen wieder vorgewürgt und Auf die Art Anthomyia pluvialis wirken bereits geringe Mengen Cantharidin anlockend die Bedeutung hiervon ist allerdings noch unklar.
Die Eiablage erfolgt meist an den der Larven die Vertreter der Gattung Delia legen die Eier im Boden ab.
Die Larven der meisten Blumenfliegen leben Pilzen oder pflanzlicher Nahrung. Die Larven der (etwa die Fucellia -Arten) kommen oft in Massen im angespülten der Küsten vor. Die Larven mehrerer anderer ( Hammomyia Hylephila ) leben in Nestern von Wespen und Bienen und verzehren dort vor allem die den Nestbesitzern eingetragenen Vorräte oder den Abfall. Arten sind Parasitoid e etwa in Eigelegen von Heuschrecken und in Larven verschiedener Insekten. Die erfolgt meist als Puppe im Boden.
Pegohylemyia phrenione ist ein Pilzmyzelfresser. Das Weibchen legt geruchlich angelockt ein Ei auf das kolbenförmige eines Pilzes (Epichloe) die Larve frisst danach Myzel im Innern des Lagers. Auch die Imago frisst am Pilz und fördert vermutlich Verbreitung dadurch dass sie die Sporen weiterträgt.
Die Lattichfliege oder Salatfliege ( Pegohylemyia gnava ) legt ihre Eier einzeln im Juli Mitte September an Salatblüten. Die Larve frisst Samen aus die Puppe überwintert im Boden.
Die Rüben- oder Runkelfliege ( Pegomyia hyoscyami ) existiert wahrscheinlich in zwei Unterarten wovon an Nachtschattengewächsen (Solanacea) und eine an Chenopodiacea lebt. der Überwinterung der Puppe im Boden und Eiablage an der Blattunterseite von Melde Rübe Spinat oder Mangold minieren die Larven in den Blättern eine Larve mehrere Blätter oder Pflanzen befallen Im Jahr kommen wahrscheinlich drei bis vier vor.
Die Lärchensamenfliege oder Lärchenzapfenfliege ( Lasiomma laricicola ) schiebt im Mai ziemlich direkt nach Ausschlüpfen aus der Puppe die Eier unter Schuppen junger Lärchenzapfen in denen dann die Larven die und die Zapfenspindel befressen. Der angerichtete Schaden bisweilen beträchtlich.
Die Brachfliege ( Delia coarctata ) legt im Juli bis September etwa Eier in leichten lockeren Boden. Die Larven im Februar bis März des folgenden Jahres dringen in die Jungpflanzen von Gräsern ein auch von Getreide (vor allem Winterweizen). Sie vernichten das und wandern über in neue Pflanzen. Die erfolgt Mitte Mai im Boden.
Die Zwiebelfliege ( Delia antiqua ) legt die Eier in junge Zwiebeln nach dem Schlupf des Imago aus Puppen die überwintert haben. Die Larven fressen den Stengeln und Zwiebeln und wandern auch neue Pflanzen über; die Larven der zweiten wahrscheinlich auch der dritten Generation fressen in ausgewachsenen Zwiebeln.
Die Kleine Kohlfliege ( Delia brassicae ) ist ein sehr wichtiger Schädling an Kohlgewächsen. Das Weibchen legt ab Juni etwa hundert Eier an die Futterpflanze sie optisch und olfaktorisch wahrnimmt. Im Versuch eine Anlockung etwa durch Kohlrüben -Presssaft oder das Senfölglukosid Sinigrin. Es läuft auf den Blättern umher (vermutlich wichtig für Chemorezeption durch die Tarsen) dann stengelabwärts bis den Boden die Eiablage am Stengelgrund und Eier werden danach mit Bodenteilchen bedeckt. Die die eine Körperlänge bis 9 mm erreichen in zwei bis drei Generationen an verschiedenen und Senfölglukoside enthaltenden Kreuzblütlern und fressen an oder in den sowie auf höheren Pflanzenteilen. Dabei können sie beträchtlichen Schaden anrichten.
Die Larven der Großen Kohlfliege ( Delia floralis ) leben vor allem an Radieschen und Rettich . Die Lebensweise entspricht der der Kleinen sie bringt jedoch nur eine Generation pro hervor.