Die Blumensprache ist ein Kommunikationsmittel vor allem unter Liebenden mit Hilfe Blumen oder Blumensträußen ohne Worte Gefühle Wünsche Bitten und Beschwerden mitzuteilen. Nicht die Pflanzensorte sondern auch ihre Stellung im und ihre Farbe sowie die sie begleitenden bestimmen die Bedeutung des Gebindes. Eine verwelkende etwa signalisiert ein Treffen in einer Stunde Heliotrop in zwei.
Eine nach rechts gebundene Schleife meint die Beschenkte nach links den Eine rosa Rose mit linksgebundener Schleife garniert einem Ahornblatt heisst beispielsweise «ich bin schüchtern übe deshalb Zurückhaltung». Nach unten gerichtete Blüten das Gegenteil der eigentlichen Bedeutung.
Ein Strauss aus Chrysanthemen Farn Geissblatt Geranie und einer leicht überfälligen Rose bedeutet: nicht so stolz! Lass mich hoffen denn bin noch frei. Ich mache nicht gern Worte. Drum triff mich an der bekannten in einer Stunde». Steckt sich die Beschenkte Röschen ins Haar darf der Verehrer nicht ein Rendez-vous hoffen. Am Busen wäre besser.
Die Geheimsprache aus dem Harem Blumensymbolik uralt. Die Rose bekam ihren Job als schon lange bevor Botticelli (1445-1510) sie auf «Geburt der Venus» regnen liess. Die Blumensprache im antiken Persien entwickelt. Von da dürfte im Mittelalter in die Serails gekommen sein.
Anfang des 18. Jahrhunderts berichtete Lady Mary Wortley Montagu in Briefen aus dem Orient von der "Kommunikation mit Blumen". Sie beschrieb ihn 1763 in ihrem «Briefe aus dem Orient» und löste damit wahren Boom aus. 53 Jahre später gelang de Latour mit «Les Emblèmes des fleurs» Weltbestseller. Das war der Ausgangspunkt für die eines umfangreichen Zeichensystems mittels der Übergabe von Anfangs mit Sträußen aus einer Blumenart später durch komplizierte Mischungen um verschiedene Feinheiten auszudrücken. Jede Blume jede Schleife konnte seine haben.