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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 24. Oktober 2014 

Bogenstaumauer


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Eine Bogenstaumauer (österreichisch: Gewölbestaumauer ) ist eine Bauart des Absperrbauwerks einer Talsperre . Sie besteht grundsätzlich aus Beton evtl. Vorspannung. Sie sind im Vergleich zu ihrer sehr schlank. Bogenstaumauern sind im Grundriss und auch im Querschnitt wie ein Bogen gekrümmt stützen sich auf beiden Seiten an den ab. So wird die horizontale Wasserlast in Untergrund abgetragen.

Bogenstaumauern teilen sich weiter auf in:

  • Zylinderstaumauern (hier sind der Radius und der konstant)
  • Gleichradienstaumauern (hier ist der Radius konstant und Öffnungswinkel ist variabel)
  • Gleichwinkelstaumauern (hier ist der Öffnungswinkel konstant und Radius ist variabel)
  • Kuppelstaumauern (die heute übliche moderne Form: hier Radius und Öffnungswinkel variabel)

Die Aufstandsfläche ist im Gegensatz zu Gewichtsstaumauer relativ klein deshalb muss neben den auch der Untergrund eine relativ hohe Belastung Deshalb ist tragfähiger Felsuntergrund erforderlich. Eine Bogenstaumauer sich dort wo sehr enge Täler mit Höhe abgesperrt werden sollen. In breiten Gebirgstälern Gewichtsstaumauern oder Staudämme besser geeignet. Aus diesen gibt es in Deutschland keine Bogenstaumauern dafür z.B. in Österreich und in der Schweiz.

Andere Typen von Talsperren siehe dort.

Zum Nachweis der Standsicherheit einer Bogenstaumauer kann man u.a. das Versuchslastverfahren oder Lastaufteilungsverfahren (trial load method) oder moderne Finite-Elemente-Methode anwenden.

Beispiele für Bogenstaumauern:

  • Vajont (Italien Katastrophe 1963)
  • Malpasset Frejus (Frankreich 1959 eingestürzt)
  • Kölnbrein-Talsperre (größte Staumauer in Österreich)
  • Katse (Lesotho)
  • Cabora-Bassa (Mosambique)
  • Emosson (Schweiz)

Weblinks


Siehe auch:



Bücher zum Thema Bogenstaumauer

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