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Brandmittel


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Der Begriff Brandmittel bezeichnet ein Kampfmittel mit einer speziellen Zusammensetztung (Gemisch) das die Eigenschaft besitzt bei Verbrennung eine hohe Temperatur zu entwickeln.

Inhaltsverzeichnis

Zur Verwendung eines Brandmittels

Mit Brandmitteln werden unterschiedliche Brandmunition und die Flammenwerfer Sie sind bestimmt zur Bekämpfung von gedeckten Schützen allgemein zur Vernichtung und Zerstörung von Ausrüstung und anderer Objekte.

Gruppen von Brandmitteln

Es werden feste und flüssige Brandmittel unterschieden. Je nach ihrer Zusammensetzung unterscheidet zwei Gruppen:

  • Stoffe die unter Ausnutung von Sauerstoff Luft brennen(z.B. Napalm weißer Phosphor u.a.)

  • Stoffe die in ihrer Zusammensetzung Oxydationsmittel und deshalb ohne die Zufuhr von Luftsauerstoff Thermit)

Die Brandmittel werden in vier Untergruppen eingeteilt:

  • Brandmittel die auf der Grundlage flüssiger Erdölprodukte organischer brennbarer Lösungsmittel basieren

  • Brandmittel auf der Grundlage von Metallen

  • pyrotechnische Brandmittel sowie selbstzündene (hypergole) Brandmittel

Zusammensetzung und Eigenschaften der Brandmiitel

Brandmittel auf der Basis von Erdölprodukten und brennbaren Lösungsmitteln gibt es in leicht- und Form. Leichtflüssige Gemische entflammen schnell ergeben jedoch genügende Reichweite bei der Anwendung im Flammenwerfer .

Sie haften auch schlecht an den Objekten weshalb ihre Anwendung im tragbaren Flammenwerfer ist. Eine größere Verbreitung finden die zähflüssigen in der Form von Napalm. Napalmgemische etwickeln Temperatur von 800 bis 1200 Grad Celsius.

Zur Erhöhung der Verbrennungstemperatur fügt man Brandmitteln die auf Erdölprodukten basieren verschiedene Metallzusätze Solche metallischen Brandmittel (Metalldispersionen) die auch unter der Bezeichnung Pyrogel sind entwickeln Temperaturen von 1200 bis 1600 Celsius und werden zur Füllung von Brandbomben und Brandgranaten verwendet. Zähflüssige Brandgemische werden Erde und Sand gelöscht bzw. mit Behelfsmaterialien vor Brandmitteln).

Besondere Metallzusätze und ihre Anwendungen

Zu den Brandmitteln auf der Grundlage von Metallen gehören Magnesium und seine Legierung mit einem geringen Aluminium Kupfer Zink Silizium und Mangan . Sie entflammt bei 635 bis 650 Celsius und entwickelt beim Abbrand eine Temperatur zu 2000 Grad Celsius. Diese Mischung ist unter dem Namen "Elektron" bekannt.

Dieses Gemisch fand schon im Zweiten Weltkrieg eine Anwendung für leichte Flugzeugbrandbomben und der Füllung von Artilleriebrandgranaten und -minen.

Als Brandmittel kann auch Zirkonium und seine Legierung im Gemisch mit Metallen verwendet werden.

Brandmittel die auf Metallen basieren werden eingesetzt schwerentzündbare Materialien entflammt und die Brände in und verschiedenen Gebäuden ausgelöst werden sollen.

Brandmunition die mit derartigen Brandmitteln gefüllt sind löscht man Erde oder Beim Löschen mit Wasser verspritzt das geschmolzene und intensiviert den Brand.

Pyrotechnische Brandmittel

Pyrotechnische Brandmittel sind Gemische aus Brennstoffen und Oxydationsmitteln. Verbrennungsprozess hängt in der Regel nicht von Bedingungen des sie umgebenden Mediums ab.

Der Anteil an Oxydationsmitteln in ihrem bestimmt ihre Verbrennungstemperatur und regelt die Verbrennungsgeschwindigkeit Gemisches. Aus der Gruppe dieser Brandmittel findet das Thermit die breiteste Anwendung.

Thermit ist ein pulverförmiges Gemisch aus %) mit Eisenoxiden(75 %). Es brennt stürmisch dabei Temperaturen bis 3000 Grad Celsius und somit Metallteile der Kampftechnik zum Schmelzen. Thermit durch besondere Zünder die ein Pulvergemisch aus und Oxydationsmitteln enthalten gezündet.

Es findet seine Anwendung in Flugzeugkasettenbomben und Sprengkörpern die zur Bekämpfung von Kampftechnik sind. Brennendes Thermit wird mit Erde oder abgedeckt.

Selbstzündende Brandmittel

Zu den selbstzündenden Brandmitteln gehören chemische Stoffe Gemische Lösungen deren darin besteht an der Luft bzw. beim von Wasser zu entflammen.

Typisch für diese Brandstoffe sind der Phosphor und seine Gemische mit anderen brennbaren Bei der Verbrennung entwickelt der weiße Phosphor Temperatur bis 1300 Grad Celsius. Seine Lösung Schwefel im Schwefelkohlenstoff fand breite Anwendung in zur Bekämpfung von Panzern. Weißer Phosphor seine und Gemische werden für die Füllung von verwendet.

Zum Löschen selbstentzündener Brandmittel muß unbedingt der Zutritt des Luftsauerstoffs werden indem sie mit einer Schicht Erde Sand gut abgedeckt werden.

Brandmittel sind seit der Antike bekannt z.B. der Form des Griechischen Feuers . Jedoch ergab sich die Möglichkeit der Anwendung erst im 20. Jahrhunderts mit der Entwicklung der chemischen Industrie.

Im Ersten Weltkrieg vertwendete man zähflüssige Erdölprodukte in den Es wurden Artilleriebrandgeschosse und Minen eingesetzt die Phosphor gefüllt waren.

Im Zweiten Weltkrieg wurde schon die ganze Breite der Brandmittel eingesetzt auch mit den Luftwaffen. Nach Zweiten Weltkrieg wurden hauptsächlich in Vietnam von der USA Napalmmunition mit der Luftwaffe eingesetzt.



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