In Breslau befinden sich neun Hochschulen die Politechnika Wrocławska (TH Breslau) und die Wrocławski (Uni Breslau ehemalige Schlesische Friedrich-Wilhelm-Universität gegründet 1702 von den Jesuiten 1811 erneuert und erweitert unter der Regierung Friedrich Wilhelm III. von Preußen der die Universitas Viadrina in Frankfurt (Oder) mit der Breslauer Lehranstalt vereinigte). Sie an der Stelle der alten Königlichen Burg Breslau die von Kaiser Leopold I. dem Orden geschenkt und abgerissen wurde ist eines der schönsten Baudenkmäler des österreichischen Barocks . Das spätere preußische Königsschloß im Rokoko - und klassizistischen Stil entstand im 18./19. Jh.und ist noch teilweise erhalten. Dort erließ Friedrich Wilhelm am 17. März 1813 den "Aufruf an Mein Volk" und das Eiserne Kreuz .
Das von Kaiser Karl V.der Stadt Wappen (verwendet 1530 bis 1938 1945 bis und wieder ab 1990) ist ein quadrierter mit Mittelschild in der Mitte Johannes des Kopf in einer silbernen Schüssel im ersten der böhmische Löwe im zweiten der schlesische im dritten ein W (das sich auf Gründer der Stadt Wratislav bezieht) im vierten Haupt Johannes des Evangelisten. Die beiden Johannes neben der Hl.Hedwig besondere Patrone der schlesischen
Das Stadtwappen der NS-Zeit (verwendet ab bis 1945) war ein horizontal halbierter Schild zwei Feldern im oberen Felde der schlesische im unteren Eisernes Kreuz von 1813.
Das Stadtwappen unter dem Kommunistenregime 1948 1990 verwendet war ein vertikal halbierter Schild zwei Feldern im rechten Felde der (halbe) polnische Adler der Volksrepublik (also ungekrönt) im Felde der (halbe) schlesische Adler ebenfalls ungekrönt.
Der Name "Wortizlawa" wurde bereits um 900 erwähnt und bezeichnete Wortizlawa als slawische Diese befand sich auf einer Insel nahe drei Nebenflüsse der Oder. Um das Jahr 1000 wurde die erste herzogliche Burg auf Dominsel errichtet etwa auf der Stelle der Kreuzkirche.Das befestigte Gebiet um die Burg war damals eine kleine Stadt in der etwa Menschen wohnten. Deutsche Absichten an Worlizawa wurden 1109 erkennbar als Kaiser Heinrich V. ein Heer gegen Boleslaw Schiefmund schickte. deutsche Heer unterlag das Schlachtfeld wurde als bekannt. Im Jahr 1138 nach Boleslaws Tod siedelten wenig später Siedler am Südufer des Flusses. Dort erbauten eine neue Stadt die 1259 zur Hauptstadt des unabhängigen Herzogtums Schlesien aufstieg.
Breslau und Schlesien 98 n. Chr. von Tacitus und ca. 150 n. Chr. von Ptolemäus in Magna Germania beschrieben kam während Ausbreitung der Slawen unter das Großmährische Reich. Lange Zeit B. von den Polen und den Böhmen so dass die Böhmen auf dem linken (Stadtmitte) während die Polen auf dem rechten (Sand-und Dominsel) der Oder sassen. Während der Mongolenangriffe wurde der Ort 1241 zerstört. Das wiederhergestellte Breslau erhielt dann 1262 das Magdeburger Recht .
Der Name Breslau (in älteren deutschen "Preßlau" dialektal bis 1945 "Prassel") wurde gleichzeitig dem lateinischen Namen Vratislavia benutzt. Vratislavia bezieht auf den böhmischen Herrscher Vratislav. Der polnische "Wroclaw" ist ebenso alt wie der deutsche wurde schon im Mittelalter verwendet.
1163 - Herzogtum Breslau entsteht unter den Wladislaws des Vertriebenen Boleslaw dem Langen (gest.1201) Heinrich dem Bärtigen (gest.1238). Schlesien trennt sich von Polen.
1163- 1200 - Die neue herzogliche Burg an Oder (wo heute die Universität steht) wird Die Stadt hat seitdem drei Zentren: die Residenz mit der unter ihrem Schutz stehenden die geistliche Stadt auf der Sand- und und die neu angelegte deutsche Kaufmannstadt um Ring.
1198 - Fürst Jaroslav von Oppeln-Neiße Halbbruder des Bärtigen empfängt geistliche Weihe und wird Jahre 1199 zum Bischof von Breslau gewählt. seinem Tode 1201 vermacht er das Fürstentum dem Breslauer Breslauer Bischöfe werden Fürstbischöfe (mit Territorialgewalt bis 1811 danach nur Titular-Furstbischöfe).
1241 - Nach dem Mongoleneinfall wird die neu in strenger Gitterform angelegt
1327 - Heinrich VI. gen. der Gute letzter Piastenherzog von setzt unter Mitwirkung des Rates den König Böhmen Johann (den Blinden) v.Luxemburg als Erben
Unter den böhmischen Königen
1335 - Heinrich VI. stirbt die Wenzelskrone übernimmt Hzt. Breslau als erstes "Erbland" Schlesien. Der König von Böhmen setzt einen zur Verwaltung des Landes ein. 1359-1635 übte Rat von Breslau diese Funktion aus und also Sitz und Stimme im schlesischen Fürstentag.
1342 und 1344 - Zwei große Brände verheeren die die noch schöner aufgebaut wird.
1418 - Aufstand der Handwerker gegen die 7 Ratsherren werden im Rathaus ermordet. Kaiser-König schlägt den Aufstand nieder und lässt 27 hinrichten
1387 - 1474 - Die Stadt ist als Mitglied Hanse verzeichnet Zeit der höchsten Blute des
1451 - 1454 - Der von Papst Nikolaus V. entsandte Wanderprediger Johannes Capistranus verweilt in Breslau und hält auf Salzring flammende Reden gegen Hussiten Muslime und gegen Prunksucht und Leben im Überfluss. Große von Pilgern aus ganz Schlesien Polen und sogar Livland und Kurland strömen nach Breslau ihn zu hören.
1463 - Breslau will den hussitischen König Podiebrad von Böhmen als Landesherrn in Schlesien anerkennen und tritt unter den Schutz des Pius II.
1466 - Breslau beteiligt sich am Krieg Böhmen und verbündet sich mit dem ungarischen Matthias Corvinus .
1474 - König Matthias übernimmt die Herrschaft Schlesien und Breslau die damit der Stephanskrone unterstellt werden und eine neue viel Verfassung bekommen
1490 - Corvinus stirbt Breslau kommt wieder böhmische Hoheit.
1505 - König Wladyslaw II. Jagellonicus von Böhmen genehmigt die Gründung Universität in Breslau das Projekt wird indessen verwirklicht.
Unter den Habsburgern
1526 - König Ludwig II. Jagellonicus von Böhmen und Ungarn fällt der Schlacht bei Mohacs. Die Habsburger übernehmen laut Erbverbrüderungsvertrag mit böhmischen Jagellonen und andere Erblande in Schlesien und behalten bis 1741 .
1632 - Während des 30-jährigen Krieges werden der Stadt von sächsischen und schwedischen Truppen gehalten.
1633 - Breslau will sich von Habsburg und als freie Reichsstadt anerkannt werden hat keinen Erfolg.
1633 - Die große Pest wütet in Breslau von 40.000 Einwohnern 18.000.
Hauptstadt der deutschen Literatur: 1630 - 1670
1630 : Martin Opitz (geb. 1597 ) kommt von seinen Reisen nach Schlesien Um ihn gruppieren sich in seiner Heimat erste Generation (oft 1.Schlesische Dichterschule genannt Frühbarock) Dichter Christoph Köhler Wenzel Scherffer von Scherffenstein Czepko und Dorothea Eleonore von Rosenthal. Unter Führung der Schlesier entwickelt sich die deutsche der Epoche zum Stil des Frühbarock mit Metaphern . Besondere Achtung wird auf die grammatische syntaktische Korrektheit des schriftsprachlichen Ausdrucks gelegt.
1640 - ab. Die sogenannte 2.Schlesische Dichterschule Spätbarock aus Angehörigen einer Generation die 16-20 Jahre ist als die Opitzsche und zeigt viel und mannighaftere Dichterpersönlichkeiten wie Andreas Gryphius Christian Hoffmann von Hoffmanswaldau Daniel Caspar Lohenstein und Johannnes Scheffler Angelus Silesius . Die klare sprachliche Korrektheit eines Opitz jetzt gekünstelter Lieblichkeit weichen und die Metaphorik um Heranziehung von Geruch Geschmack und Tastsinn Der Roman der Epoche erhält einen belehrenden zur Schau wird enzyklopädische Gelehrsamkeit getragen.
1849 - Breslauer Industrie beginnt zu entstehen: und Braubetriebe Ölmühlen und Spritfabriken chemische- und (z.B. Linke-Hoffmann Werke Eisenbahnwaggonbau) daneben auch Bekleidungs- und Papierfabriken
1850 - 1890 - Das Stadtgebiet wächst durch zahleiche Breslau erreicht gegen Ende des 19. Jahrhunderts Zahl von beinahe 500.000 Einwohnern.
1910 - Die Technische Hochschule wird eingerichtet.
1910- 1913 - Hervorragende moderne Bauwerke entstehen die (1910) die TH und die Jahrhunderthalle (1913)
Weimarer Republik und Drittes Reich
1925 - 1930 - Nach der Eingemeindung von 54 und Gutsbezirken erreicht Breslau auf der Fläche 175 km2 die Zahl von 600.000 Einwohnern.
1945 - Januar. Sowjetische Truppen nähern sich alle Schulkinder werden evakuiert (vornehmlich nach Böhmen) 75% der Einwohner fliehen Richtung Böhmen oder Tausende kommen dabei im strengen Winter auf Weise um. Schlesiens Landstraßen sind von Leichen umsäumt.
1945 - Am 15. Februar ist die Stadt von den Russen in der Stadt befinden sich noch etwa Einwohner und 40.000 Soldaten.
1945 - Februar-Mai: Schwere Kämpfe Brände und
1945 - 7.5. - Die Stadt kapituliert der Gebäude liegen in Ruinen davon 400 Baudenkmäler. Wie durch ein Wunder blieben das und viele Häuser am Ring unzerstört.
1945 - 9.5. - Sowjetische Militärbehörden übergeben Verwaltung der Stadt den Polen.
Kommunistenherrschaft
1945 - 2.8. - Potsdamer Abkommen. Schlesien an Polen übergeben. Polen verliert seine Ostgebiete 180.000 km2).
1945- 1947 - In der Stadt befinden sich etwa 100.000 deutsche Einwohner die jetzt zwangsmäßig werden. Polnische Neu-Breslauer besiedeln die Stadt vornehmlich aus Lwów/Lemberg und anderen polnischen Gebieten östlich des die die UdSSR übernommen hatte. Polnische Einwohner 1946 etwa 30.000 die Deutschen sind also immer zahlreicher.
1948 - Die Stadt zählt 300.000 vornehmlich und teilweise ukrainische Einwohner.
1970 - 1980 - Gründung von vielen neuen Wohnsiedlungen in Vorstädten (Plattenbauten).
3.Polnische Republik
1997 - Juli - Die Oderflut trifft mit voller Wucht. Die historischen Gebäude werden während viele Wohnhäuser aus der Gründerzeit schwer beschädigt werden und nach der der Überschwemmung abgerissen werden müssen.
Bernhardinerkirche (gotisch 1463-1502) (Museum der Steinmetzkunst)
Christophorikirche (gotisch 15.Jh.) (evang. deutsche Gottesdienste)
St.Matthias (barock 17./18. Jh.) (kath.)
Universität mit der Aula Leopoldina (barock Anfang
Ehemaliges Königsschloß (Rokoko 18.Jh.) Palais Friedrich II. Vom späteren Anbau auf der Nordseite (Langhansschule 1840) steht nur ein kleiner Teil. (Museum)
Ehemalige Hofkirche (klass. 1747-50) (evang.)
Viele wertvolle Bürgerhäuser am Ring und in Gassen ringsum
Ehemalige Strafanstalt (Romantik Schinkelschule Türme von König Wilhelm IV. entworfen)
Altes Regierungsgebäude (Neurenaissance nach 1860) heute Schlesisches
Panorama von Racławice (Monumentales Rundgemälde 1893/94 entstanden Lemberg überführt)
Neues Regierungsgebäude (NS-Stil nach 1933) heute Woiwodschaftsamt
Prächtige Patriziervillen am Wallgraben (poln. Podwale )
Sand-und Dominsel:
Sandkirche (gotisch 1334-1440)(kath.)
Dom (gotisch 13.-14.Jh.) (kath.)
St.Ägidienkirche (rom.13 Jh.) (kath.)
Doppelkirche z.Hl.Kreuz (13.-14.Jh.) (untere Kirche orthodox obere
Zentrum neuere Viertel:
Kleinburger Kaserne (Richtung Autobahn) neugot.nach 1850 nur erhalten. Ehemaliger Sitz des berühmten preußischen 6.Leibgarde-Dragonerregiments im Offizierskorps nur schlesischer Adel diente. Dort 1892 der berühmte Flieger Manfred Freiherr von Richthofen geboren (gef.1918) und dort erhielt auch Offiziersausbildung bei der Reichswehr der spätere (erfolglose) von 1943 Rudolf Freiherr von Gersdorff (gest.1974).
Grunwalder Platz ( Plac Grunwaldzki ) zwischen der Kaiserbrücke und der Fürstenbrücke. ganzes Stadtviertel (Scheitnig) wurde Anfang 1945 auf des NS-Gauleiters Karl Hanke dem Erdboden gleichgemacht um ein Flugfeld schaffen. Auf dem Flugfeld landete kurz vor ein einziges Flugzeug das eine neue Uniform Hanke mitbrachte.
Jahrhunderthalle (poln. Hala Ludowa ) errichtet 1913 zum 100-jährigen Jubiläum der erster Stahlbetonbau Deutschlands in diesen Ausmassen