Die Bruderhöfer sind vom Ursprung her Althutterer sondern ihre Gemeinschaft wurde in Deutschland dem 1. Weltkrieg im Jahre 1920 von Eberhard Arnold und seiner Frau Emmy Arnold in Hessen gegründet.
Als Glaubensgrundlage galt von Anbeginn das Apostolischen Glaubensbekenntnis . Ebenso grundlegend sind die Lehren Jesu im Neuen Testament insbesondere der Bergpredigt . Das verpflichtet die Bruderhöfer zu Gewaltlosigkeit Nächsten- und Feindesliebe sowie Treue in Ehe. Vorbild ist ihnen das gemeinschaftliche Leben Urchristen wie es in der Apostelgeschichte beschrieben wird sowie die Didache . Sie verfügen über keinen Privatbesitz sondern ihre Güter zusammen und teilen alle Güter Über eine Gemeinschaftskasse wird jeder versorgt wie es nötig hat.
Ihre geistlichen Wurzeln sehen die Bruderhöfer auch im Täufertum und in der radikalen Reformation des 16. Jahrhunderts als Tausende die verließen um in Gemeinschaft zu leben. Auch Lebenszeugnis der würtembergischen Pfarrer Johann Christoph Blumhardt Christoph Blumhardt hat das Leben der Gemeinschaft geprägt. Bis heute gehören auch viele Lieder und Bräuche der Jugendbewegung und der Wandervögel zum kulturellen Erbe der Bruderhöfer.
1927 siedelte die Gemeinschaft nach dem Sparhof in der Rhön um. Die Gemeinschaft wuchs beständig und bald etwa 80 bis 100 Erwachsene und
In den Jahren 1930 bis 1931 Eberhard Arnold die Hutterer in Nordamerika woraufhin sich in den 30ger Jahren den Hutteren schlossen. Danach würden sie oft als "Arnoldleut"
Seit dem Machtantritt des Hitlerregimes im Januar 1933 ergaben sich erhebliche Nöte und Schwierigkeiten die Mitglieder die 1934 zur Gründung des im Fürstentum Liechtenstein führten.
Am 14. April 1937 umzingelten bewaffnete SS -Männer den Sparhof trieben alle Mitglieder des mit vorgehaltenen Waffen zusammen und ließen ihnen Stunden das Land zu verlassen. Drei Mitglieder verhaftet und "um der Volkssicherheit wegen" ins Kasseler Gefängnis gebracht.
Sie wurden wegen ihrer Verweigerung sich Nationalsozialismus gleichschalten zu lassen und aufgrund ihrer Kriegsdienstverweigerung 1937 aus Deutschland vertrieben und wanderten des 2. Weltkrieges über Liechtenstein und England nach Paraguay aus zogen aber nach einer Krise der 60er Jahre in die USA wo sie eine wechselvolle Geschichte der Wiedervereinigung und wiederum Teilung mit den "Schmiedeleut" Während dieser Krise wurden etwa die Hälfte Mitglieder "weggeschickt" oder verließen die Bruderhöfer. Die dieser Krise wird von den Bruderhöfern in Teilen anders gesehen als von denen die oder gehen mussten. Die Bruderhöfer reden nicht über diese Krise.
Da Bruderhöfer recht aktiv missionieren bestehen den Hauptniederlassungen in den USA auch kleine in Deutschland England und Australien . So sind sie nur noch zu Teil deutschen Ursprungs und pflegen seit ihrer in die USA ihre urspünglich hochdeutsche Sprache mehr und geben sie auch meist nicht ihre Kinder weiter.
Die Bruderhöfer kennen keine Gemeindeautonomie wie Althutterer sondern werden zentral geleitet. Auch fehlt bewusste Zufallselement bei der Auswahl der Gemeindeleitung. wird die Leiterschaft in Einstimmigkeit von den eingesetzt.
Im August 2002 konnten die Bruderhöfer ihren deutschen Ursprungsort in Sannerz zurückkehren.
In den USA werden die Bruderhöfer vorallem wegen ihres gegeüber "Ehemaligen" und wegen der zentralen Leitung Gegensatz zu den Althutterern teilweise als totalitäre Sekte gesehen.