Familienstand: verheiratet in erster Ehe mit Krüger (†1929) 1890-1920 in zweiter Ehe mit W. verwitwete Benedict Friedlaender (*18.7.1866 †20.6.1908 Freitod) 1920;
aufgewachsen als jüngerer Sohn eines preußischen in Magdeburg Umzug der Familie nach Aachen dem 1857 geborenen älteren Sohn Max auf dortigen Polytechnikum das Studium des Maschinenbaus zu im Sommer 1872 nach dem Tod des und der Anstellung des Bruders Max in Umzug mit der Mutter nach Bonn.
1881 Studienaufnahme der evangelischen Theologie an Universität Bonn Wechsel zum Studium der Philosophie Mathematik und der Naturwissenschaften Umzug mit Bruder Mutter nach Berlin im Frühjahr 1883 Ableistung Militärdienstes mit Entlassung als Gefreiter Tätigkeit als in Berlin und als Hauslehrer bei der Mite Kremnitz (*4.1.1852 als Marie Bardeleben in Hofdame und Co-Autorin unter dem Pseudonym 'Dito Idem' von Königin Elisabeth von Rumänien) in 1885-86 Reisebegleiter des Geographen und Kartographen Heinrich (*31.7.1818 in Berlin †21.4.1899) auf einer von Studienreisen durch Kleinasien 1886 Mitarbeiter in der der "Demokratischen Blätter" in Berlin dadurch und Mitglied im Berliner Naturalistenverein Bekanntschaft mit Wilhelm (*2.1.1861 in Köln †31.8.1939 in Oberschreiberhau) 1887 mit Literaten des deutschen Naturalismus wie Karl Heinrich und Julius Hart Arno Holz Gerhart Dissertation über die Weltanschauung des Thomas Hobbes und Promotion zum Dr. phil. 1888
Wille war sozial engagiert als Lehrer Prediger tätig als Journalist und Vortragsredner Sprecher Freireligiösen Gemeinde und Herausgeber der Zeitschrift "Der Mitglied im "Ethischen Club" in der freireligiösen und durch enge Beziehungen zum radikalen Flügel Sozialdemokraten Sprecher der "Jungen".
Nach Umzug in den Kreis Niederbarnim Friedrichshagen 1889/90 mit W. Bölsche Wegbereiter des Dichterkreises" nach Aufhebung des "Sozialistengesetzes" Bruch mit SPD-Führung und August Bebel durch einen Artikel in der "Sächsischen Gründer der "Freien Volksbühne" zur Ermöglichung von für sozial und finanziell Schwache 1890 (im Volksblatt war im März 1889 ein Aufruf Dr. Bruno Wille zur Gründung einer "Freien erschienen eine erste Vorstellung mit Ibsens "Stützen Gesellschaft' fand im dafür angemieteten Ostend-Theater am Oktober 1890 statt. Nachdem durch Franz Mehring in Schlawe Pommern †28.1.1919 in Berlin) ein der Sozialdemokratischen Partei auf die Freie Volksbühne worden war gründete Dr. Bruno Wille zur der parteifreien Grundidee 1892 den Verein "Neue Volksbühne". Zeitgleich im Sommer 1892 hatte Otto (*23.5.1848 in Anklam †10.8.1896 in Berlin) am eine Beteiligung erworben und ebenfalls für eine geworben.
Wiederaufnahme der Tätigkeit als Religionslehrer in Freireligiösen Gemeinde Berlin Verhaftung am 9. November und einige Wochen unter Aufsicht des Dorfschulzen Friedrichshagen gestellt anlässlich einer Vortragsreise zum Freidenkerkongress Österreich Verhaftung und Internierung in Graz am Juli 1897 Rückkehr nach Friedrichshagen im Februar Beendigung des 1895 als naturphilosophischen Stimmungsroman begonnenen "Offenbarungen des Wacholderbaumes" und Bitte an den der Zeitschrift 'Versöhnung' den Sozialethiker und Lebensreformer a.D. Moritz von Egidy (*1847 †29.12.1898) Teile als Vorabdruck zu veröffentlichen Gründung des "Giordano-Bruno-Bundes" Giordano Bruno war 1600 in Rom als Ketzer worden) zur Verbreitung seiner religiösen Weltanschauung Dozent der von ihm und W. Bölsche mitgegründeten Hochschule" ab 1902 Gründung des Volkskraft-Bundes 1919 von der Friedrichshagener Kastanienallee 9 in die 21 nach Lichterfelde-West 1920 letzte Wohnsitze in und in Aeschach.
Aus Traum und Kampf. Mein sechzigjähriges Leben Berlin 1920)
Gesammelte Werke 3 Bände postum herausgegeben von Wille
"Der Ewige und seine Masken" (Band 1 1929)
"Der Maschinenmensch und seine Erlösung" (Band 2 1930)
"Philosophie der Liebe" (Band 3 Pfullingen 1930)
Den Toten eine Stimme. Der Parkfriedhof Lichterfelde Lehnert Berlin 1996)
Namensbenennung(en) in Berlin: Kastanienallee 9 in (Gedenktafel) Willestraße in Mahlsdorf Bruno-Wille-Straße in Friedrichshagen; Bruno-Wille-Straße in Magdeburg .
Beisetzung: Einäscherung am 3.9.1928 in St. Schweiz Urnenbeisetzung am 10.10.1928 Parkfriedhof Lichterfelde Berlin-Steglitz Abt. 19 Nr. 566 Heideweg 35).
ANMERKUNG: Herausgegeben durch das 'Landesbildungswerk des Kulturbundes e.V.' ist 2002 eine biographische Einführung Autors Klaus Hugler unter dem Titel "Bruno ein Mystiker in der Mark" erschienen. Das kann kostenlos abgefordert werden.