Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die Beichte ist das mündliche Eingeständnis einer schuldhaften gewöhnlich während eines Gesprächs unter vier Augen einem Beichtvater . Die Beichte kann in verschiedenen Formen vielen Religionen und auch im Alltag abgelegt Es handelt sich dabei um eine Art Aufarbeitung von belastender Vergangenheit.
In christlichen Kirchen unterscheidet sich die dadurch von anderen Seelsorgegesprächen dass sie auf eine formelle Sündenvergebung gewöhnlich mit den Worten Deine Sünden sind dir vergeben oder Ich spreche dich los von deinen Sünden .
Die Beichte entwickelte sich neben dem Sündenbekenntnis in der frühen Kirche als Privatbeichte oft bei Einsiedlern oder Mönchen stattfand die sehr differenziert auf den eingehen konnten.
Etwa vom 9. Jahrhundert an wurde diese Form der Beichte feste kirchliche Institution die in der katholischen orthodoxen Kirche zu den sieben Sakramenten gezählt wird.
In der katholischen Kirche versteht man unter Beichte entweder das als solches oder den Gesamtvorgang der Spendung Bußsakramentes . Für eine gültige Beichte ist es alle schweren Sünden (auch Todsünden ) zu bekennen deren man sich seit Taufe erinnert und die noch nicht durch sakramentale Beichte vergeben worden sind. Eine Sünde dann schwer wenn ein Gebot Gottes in wichtigen Sache mit klarem Bewusstsein und in Entschiedenheit übertreten worden ist. Es wird auch weniger schwere sogenannte lässliche Sünden zu beichten. die gültige Beichte müssen fünf Voraussetzungen gegeben Gewissenserforschung Reue guter Vorsatz Bekenntnis und Wiedergutmachung. der Reue unterscheidet man die vollkommene Reue Liebe zu Gott) und die unvollkommene Reue Angst vor der Verdammnis) beide sind in mit der Beichte hinreichend für die Vergebung Sünden. Die Bußleistung soll helfen die Folgen Schuld in Solidarität mit der Kirche abzutragen. bei der Beichte ist die sakramentale Absolution die in der katholischen Kirche nur durch geweihten Priester in Gegenwart des Pönitenten (d.h. des erteilt werden kann (Telefonbeichte und Internet-Beichte sind erlaubt). Einige Sünden welche mit einer dem Stuhl reservierten Exkommunikation verbunden sind können nur nach Rückfrage des Beichtvaters beim zuständigen hierarchischen Vorgesetzten losgesprochen Im Fall der Abtreibung haben gemäss Beschluss Österreichischen und Deutschen Bischofskonferenz alle Beichtväter die zur Absolution auch von der damit verbundenen Die Lossprechungsformel lautet: Gott der barmherzige Vater hat durch den und die Auferstehung seines Sohnes unseres Herrn Christus die Welt mit sich versöhnt und Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. den Dienst der Kirche schenke er dir und Frieden. So spreche ich Dich los Deinen Sünden im Namen des Vaters und Sohnes und des Heiligen Geistes. Der Pönitent antwortet mit "Amen".
Martin Luther wandte sich zwar energisch gegen jede Leistung zur Sündenvergebung (sämtliche Sünden beichten Ablass etc.) befürwortete aber die Beichte. Er beichtete selbst regelmäßig in schwierigen sogar täglich.
Auch in evangelikalen Gruppen gibt es oft eine Art in Form eines Sündenbekenntnisses vor einem Seelsorger die Vergebung zuspricht manchmal anlässlich der Bekehrung mancherorts auch als regelmäßige spirituelle Praktik. Dieser Seelsorger muss jedoch kein sein.
In allen Kirchen kennt man das der Beichtvater ist zu strengster Verschwiegenheit verpflichtet alles was in der Beichte zur Sprache Er darf auch niemanden auf eine frühere ansprechen.