Bulgarien war zuerst von den indogermanischen Thrakern bewohnt um Christi Geburt wurde es Teil des römischen Reichs und kam später zu Byzanz. Etwa 6. Jahrhundert fielen die Slawen ein die zusammen mit den aus eingewanderten turkstämmigen Protobulgaren das Volk der Bulgaren bildete. Bulgarien wurde von Byzanz aus christianisiert weshalb die Mehrzahl der bis heute dem orthodoxen Glauben angehört. Auch die bulgarische Kultur stark von Byzanz geprägt. Bulgarien war lange ein mächtiges Zarentum das sich militärisch mit dem Byzantinischen messen konnte.
Mit dem Niedergang von Byzanz wurde Bulgarien ein Teil des erstarkenden türkischen Reichs der Osmanen . Im 19. Jahrhundert kam es in Bulgarien zur einer Wiedergeburt und bald mit russischer Hilfe zur Unabhängigkeit von den Türken.
Im Ersten und Zweiten Weltkrieg kämpfte Bulgarien auf der Seite der Mittel - bzw. Achsenmächte . Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Bulgarien unter sowjetischen Einfluss und wurde Teil des Warschauer Paktes . Das Ende der kommunistischen Ära wurde 1990 durch freie Wahlen eingeleitet. Seitdem wurden und wirtschaftliche Reformen herangetrieben und das Land eine Aufnahme in die Europäische Union an.
Die Parlamentswahlen am 17. Juni 2001 gewann überraschend mit 42 7 Prozent Stimmen die erst kurz zuvor gegründete "Nationale Simeon der Zweite" NDSV um den ehemaligen König Simeon von ( Simeon Sakskoburggotski ). Wesentlichen Anteil an dem Erfolg hatte Versprechen innerhalb von 800 Tagen eine deutliche des Lebensstandards in dem verarmten Balkanland herbeizuführen. sah er eine Erhöhung des Lohnniveaus und vor. Außerdem spielte die Hoffnung eine Rolle ehemalige Zar Simeon II. könnte durch seine Beziehungen in ganz Europa dazu beitragen ausländische nach Bulgarien zu holen. Im Zuge der NATO-Osterweiterung wurde Bulgarien Mitglied der NATO .
Bulgarien wird durch den Balkan (Стара Планина = Altes Gebirge) in nördlich gelegene Donauebene und die Thrakische Niederung Süden geteilt. Im Südwesten erheben sich die mit Pirin und Rila-Gebirge. In letzterem befindet mit dem Musala (2925 m) die höchste Bulgariens und der Balkan-Halbinsel.
Im Osten grenzt Bulgarien an das Schwarze Meer . Die wichtigsten Flüsse sind Donau (Grenze zu Rumänien) Mariza Mesta Struma Iskar und Jantra.
Bulgarien ist geprägt von gemäßigtem Kontinentalklima mit Schwarzmeereinfluss im Osten und mediterranen im Süden. Die mittleren Temperaturen betragen -2° 2° im Januar (um -10° im Gebirge) 19° bis 25° im Juli (um 10° Gebirge). Im Jahresschnitt fällt 450-600 mm Niederschlag (bis 1300 mm im Gebirge.)
Der folgende Abschnitt ist eigentlich zu lang. ihn jemand zusammenfassen und den Rest in Hauptartikel verschieben?
Bulgarien gehört zu den Ländern die Agrarstaat in den RGW ("COMECON") eingetreten sind und die ihre diesem im wesentlichen zu verdanken haben. Das die Steigerung der energie- und rohstoffintensiven Schwerindustrie denen einige Bereiche (Pharmazeutika Maschinenbau Elektronik) durchaus in den ehemaligen Märkten agierten.
Nach dem Wegfall des Marktes der Sowjetunion zu dem am meisten Beziehungen bestanden die Wirtschaft in eine schwere Krise aus sie sich bis heute nicht erholt hat. den Jahren 1989 bis 1995 gingen die Realeinkommen um fast 70 Prozent zurück der fiel um 40 %.
Das Sozialsystem insbesondere das System der und Rentenversicherungen brach weitgehend zusammen. Die sozialistische unter Schan Videnov schaffte hier keine Abhilfe sondern bediente die Interessen der ehemaligen Nomenklatura: Die ehemaligen der staatseigenen Betriebe wurden schnell zu Millionären.
Im Frühling 1996 kam es infolge der hohen Staatsverschuldung zu einer schweren Wirtschaftskrise. Banken brachen über Nacht zusammen der Staat geriet in gegenüber seinen ausländischen Kreditgebern. In der Hoffnung Unterstützung von Weltbank und IWF verabschiedete die sozialistische Regierung ein Strukturprogramm.
134 marode Staatsbetriebe sollten geschlossen werden Steuervergünstigungen versuchte man - vor allem ausländische Investoren anzulocken. Doch die Privatisierung ging dem zu langsam und er forderte als Bedingung weitere Kredite die Einführung eines currency boards (Währungsrates) mit der Bindung des bulgarischen an die D-Mark im Verhältnis 1:1.
Mit Wirkung vom 7. Juli 1997 wurden diese Bedingungen von der neuen Regierung erfüllt. So konnte das Land die Kredite bekommen und ein Budget für das Jahr verabschieden hatte aber die Hoheit über Staatsfinanzen an die internationalen Finanzinstitutionen abgegeben.
Denn die Einführung des currency boards bedeutet dass die Regierung kein Budget die Einwilligung des IWF verabschieden darf. Durch Maßnahmen konnte Bulgarien im internationalen Vergleich seine bis 2000 verbessern.
Das Haushaltsdefizit konnte auf ein Prozent BIP reduziert werden das Bruttoinlandsprodukt stieg um 5% die Inflationsrate hielt sich bei etwa 11% und Arbeitslosigkeit stagnierte auf 18%.
Doch die Annäherung an den Weltmarkt bis jetzt nicht durch eine Ankurbelung der sondern durch eiserne Sparmaßnahmen erreicht. Für die Wirtschaft und für die Bevölkerung haben Einsparungen Verteuerungen in erster Linie negative Folgen.
Die ausländischen Investoren sind bis jetzt ein eigener unternehmerischer Mittelstand hat sich - zuletzt aufgrund der hohen Zinspolitik - bis kaum entwickelt. Seit 1997 hat Bulgarien eine Handelsbilanz .
Von der Bevölkerung kämpfen etwa 80% tägliche Überleben. Ein Durchschnittslohn reicht kaum für Ernährung die Haushaltseinkommen sinken bei steigenden Preisen so essentielle Dinge wie Heizung Wasser Müllabfuhr. vom IWF geforderte Erhöhung der Energiepreise führte dass sich viele Haushalte von der Energieversorgung
1999 waren 45 % der Bevölkerung auf hergestellte Nahrungsmittel angewiesen. Die Bewegung vom Land die Kleinstadt und von dort in die kehrt sich deshalb heute um. Die Krise Wirtschaft zwingt zu einer neuen Subsistenzwirtschaft oft mit einfachsten Geräten wie Sichel Pflug da nur wenige Dorfgemeinschaften genug Geld um kollektiv einen Traktor anzuschaffen.
Der IWF sieht diese Situation als Übergangsphase und glaubt dass Investitionen in das aufgrund von Arbeitslosigkeit und Schattenwirtschaft - chronisch Sozialsystem die Überwindung der Krise unmöglich machen Er setzte Mindestlöhne fest die unter dem liegen und verbietet Investitionen ins Verwaltungssystem. Im Dienst wurden ein Achtel der Stellen gestrichen
Die Einschränkungen des Handlungsspielraums der Politiker den IWF steht im Widerspruch zu den der EU die von ihren Beitrittsländern erwartet dass eigenverantwortlich rechtsstaatliche und marktwirtschaftliche Systeme aufbauen. Sollten Stabilisierungsmaßnahmen nicht bald greifen fürchten Experten eine Abwärtsspirale mit ähnlichen Folgen wie in Argentinien.
Ein solcher wirtschaftlicher Zusammenbruch wäre eine für die Stabilität der gesamten Balkan -Region. Selbst der IWF der zugeben musste der Lew trotz der Fixierung an den Euro zwischen 22 1 und 28 7 seines Wertes eingebüßt hat denkt bereits über aus dem currency board nach.
Er schlägt - analog zur Einführung Dollar in manchen lateinamerikanischen Ländern - eine noch vor dem EU-Beitritt vor. Dies wird von der Europäischen Zentralbank abgelehnt die um die Stabilität des fürchtet. Der Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz plädierte für einen vorgezogenen EU-Beitritt Bulgariens.
85 7% Prozent der Bevölkerung gehören bulgarisch-orthodoxen Kirche an 13 1 Prozent sind Muslime . In ethnischer Hinsicht sind 83 5 der Bevölkerung Bulgaren 9 5 Prozent Türken 4 6 Prozent Roma . 1 5% der Einwohnzer Bulgariens setzen aus Russen Armenier Walachen und Griechen zusammen. Der Urbanisierungsgrad beträgt 67 Prozent. Daten von der Volkszählung 2001)
Wie die Russen und andere Ostslawen verfügen auch die Bulgaren über eine Tradition des Chorgesangs. Der staatliche Chor wurde einen eigenen Stil sehr erfolgreich zahllose bulgarische wie z.B. 'Angelite' sind heute international bekannt. Begriff Balkan ist in Bulgarien sehr positiv besetzt unter anderem Namen von Firmen und Hotels
Ebenso wie in der Türkei gibt es eine große Traditition im Kraftsport (Ringen Gewichtheben). Die Wurzeln liegen in Folklore wo der "starke Mann" ein hohes hat aber auch im griechischen Erbe das über Byzanz nach Bulgarien kam. In den 1980ern wurde die türkische Minderheit diskrimininert und Namen wurden slawisiert.
Sabine Riedel: Bulgarien zwischen Subsistenzwirtschaft und Weltmarkt. Überlegungen zum der Wirtschafts- und Sozialpolitik . In: Osteuropa 1/2003. S.58-76