Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 1. September 2014 

Burenkrieg


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Der Burenkrieg ( 1899 1902 ) war ein Konflikt zwischen Großbritannien und Burenrepubliken Oranje Freistaat und Transvaal der mit der Eingliederung der letzteren das Britische Empire endete. Ursachen waren einerseits das Streben nach den Bodenschätzen der Region und nach territorial geschlossenen Kolonialreich in Afrika und andererseits die ausländerfeindliche der Burenrepubliken.

Inhaltsverzeichnis

Vorgeschichte

Nach der Abtretung der niederländischen Besitzungen an der Südspitze Afrikas an Großbritannien 1806 gerieten die in der Kapkolonie lebenden Buren zunehmend in die Minderheit. Um ihre zu wahren und sich nicht den britischen beugen zu müssen (z. B. der rechtlichen freier Eingeborener oder der Abschaffung der Sklaverei ) wichen Tausende von Buren im sogenannten Großen Treck von 1836 1844 ins Hinterland aus. Nördlich des Oranje-Flusses gründeten sie 1842 den Oranje Freistaat mit der Hauptstadt Bloemfontein und 1853 nördlich des Vaal die Republik Transvaal (auch: Südafrikanische Republik) mit der Hauptstadt Pretoria .

Von Beginn an standen die beiden dem Expansionsstreben Großbritanniens im Wege so dass wieder Konflikte – auch bewaffnete – entstanden. 1877 erfolgte Annexion Transvaals durch das Empire löste 1880 / 81 einen Aufstand der Buren aus in sie die Unabhängigkeit ihres Landes vom Empire Dieser Aufstand wird zuweilen auch als Erster Burenkrieg bezeichnet.

Auslösende Faktoren

Gold Diamanten und Uitlanders

Das wichtigste auslösende Moment für den waren die ertragreichen Diamant - und Gold -Vorkommen die 1869 in Kimberley und 1886 in Witwatersrand ( Johannesburg ) auf dem Gebiet der Burenrepubliken entdeckt waren. Sie lockten Tausende von Goldgräbern aus Herren Länder an vor allem natürlich aus benachbarten britischen Kolonien der Kapkolonie und Natal . Die Buren sahen sich erneut in Eigenart bedroht. Unter dem anti-britisch gesinnten Präsidenten Paulus "Ohm" Krüger ( 1883 - 1902 ) verweigerten sie den sogenannten "Uitlanders" die und rechtliche Gleichstellung.

Rhodes und der Kap-Kairo-Plan

Dies lieferte Großbritannien den Vorwand sich Anwalt der Ausländer in den Burenrepubliken zu und erneut gegen deren Unabhängigkeit vorzugehen. Das Interesse der britischen Politik galt jedoch der der Bodenschätze und der Verwirklichung des sogenannten der ein geschlossenes britisches Kolonialreich von Ägypten Südafrika vorsah. Einer der Protagonisten dieses Plans der imperialistische Politiker Cecil Rhodes ein im Diamantengeschäft reich gewordener Unternehmer seit 1881 als Abgeordneter im Parlament der Kapkolonie Um die Burenrepubliken einzukreisen hatte er 1885 die Inbesitznahme von Betschuana-Land dem heutigen Botswana und 1889 die des späteren Rhodesien (heute Sambia und Zimbabwe ) durch die Briten betrieben.

Der Jameson Raid

Seit 1890 war Rhodes Premierminister der Kapkolonie und seine Einkreisungspolitik fort. 1895 unterstützte er den sogenannten Jameson Raid bewaffneten Überfall unter Führung des Briten L. Jameson durch den Präsident Krüger gestürzt werden Der Regierung der Südafrikanischen Republik gelang es diesen Plan zu vereiteln.

Die erfolgreiche Abwehr dieses Anschlags veranlasste Wilhelm II. zu einem Glückwunschtelegramm an Ohm Krüger. sogenannte Krüger-Depesche löste wiederum in England eine Welle Empörung aus.

Während der Jameson Raid die Kriegsbereitschaft den Burenrepubliken weckte sahen sich die Briten 1897 durch das militärische Bündnis zwischen dem Freistaat und Transvaal provoziert.

Der Kriegsverlauf

Nach einem Ultimatum das Krüger dem Gouverneur der Kapkolonie Alfred Milner gestellt hatte am 12. Oktober 1899 die Kampfhandlungen aus. Die Burenarmeen zählten zu 85.000 Mann die gut bewaffnet waren sich zudem im eigenen Land frei bewegen verpflegen konnten. Davon standen aber selten mehr 40.000 Mann im Feld. Ihnen standen anfangs ca. 10.000 britische Soldaten gegenüber. Die Kämpfe für die Buren daher zunächst äußerst günstig.

Erste Erfolge der Buren

Unter den Generälen Jan Christiaan Smuts Louis Botha und James Barry Munnick Hertzog zwangen sie die Briten sich in Städte Ladysmith Kimberley und Mafikeng zurückzuziehen. Der britische Oberbefehlshaber General Redvers scheiterte zunächst bei dem Versuch den Fluss zu überschreiten um die belagerten Städte zu Im Dezember 1899 und im Januar 1900 musste er zudem in den Schlachten Colenso und Spion Kop zwei katastrophale Niederlagen die Burenarmee unter General Botha hinnehmen.

Wende zugunsten der Briten

Das Blatt wendete sich für die erst als der unfähige Buller Anfang des 1900 von Feldmarschall Frederick Sleigh Roberts und Stabschef General Horatio Herbert Kitchener abgelöst wurde und 60.000 Mann Verstärkung Südafrika eintrafen. Die belagerten Städte wurden freigekämpft die Buren im Spätsommer bei Diamond Hill Belfast geschlagen. Am 5. Juli fiel die Hauptstadt Transvaals Pretoria und Präsident Krüger floh nach Europa. Krieg schien für Großbritannien gewonnen zu sein; kehrte nach England zurück und überließ Kitchener Rest der Arbeit.

Guerillakrieg und Verbrannte Erde

Nun aber änderten die Buren ihre und gingen zu einem für die Briten verlustreichen Guerilla -Krieg über. Unter ihrem Anführer Christian de kämpften sie noch volle zwei Jahre lang In kleinen Trupps führten sie Überraschungsangriffe – auf die Nachrichtenverbindungen Nachschub- und Verkehrswege der – durch um sich dann rasch zurückzuziehen.

Da ein so operierender Gegner auf Weise kaum zu fassen war wandte Kitchener Strategie der " verbrannten Erde " an: Die Farmen in den Guerillagebieten zerstört und die Ernten vernichtet um den auszuhungern. Die Bewohner der Farmen vor allem und Kinder wurden in Konzentrationslagern interniert. Aufgrund katastrophaler Lebensbedingungen in diesen starben über 27.000 Internierte an Hunger und

Beide Seiten zogen zudem Ureinwohner Südafrikas ihre Auseinandersetzung hinein obwohl sie sich zu darauf geeinigt hatten dies nicht zu tun. Buren erschossen viele Schwarze die auf Seiten Briten kämpften bei der Gefangennahme weil sie nicht als reguläre Kombattanten anerkennen wollten. Daraufhin auch Kitchener burische Gefangene hinrichten.

Friedensschluss

Am 31. Mai 1902 wurde der Burenkrieg schließlich mit dem von Vereeniging beendet. Der Vertrag sah die der beiden Burenrepubliken in das Britische Empire gewährte den Buren aber ansonsten großzügige Friedensbedingungen: erhielten alle Rechte britischer Staatsbürger und Afrikaans wurde als Amtssprache anerkannt. Um die zu befrieden stimmten die Briten in dem aber auch diskriminierenden Regelungen zu die die der nicht-weißen Einwohner Transvaals und des Oranje einschränkten.

Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses standen 250.000 insgesamt 450.000 eingesetzten britischen Soldaten ca. 30.000 auf Seiten der Buren gegenüber. (Die Briten mitten im Burenkrieg ihre traditionellen Rotröcke gegen Khaki-Uniformen in Tarnfarbe ausgewechselt.)

Versöhnung nach dem Krieg

Trotz der mit äußerster Grausamkeit geführten gelang die Versöhnung zwischen Briten und Buren rasch. Bereits 1907 wurden dem Oranje Freistaat und Transvaal und eigene Regierungen gewährt. 1910 bildeten sie mit der Kapkolonie und die Südafrikanische Union. Diese erhielt den Status Dominion innerhalb des Britischen Empire war von an also de facto ein souveräner Staat. drei Generäle der geschlagenen Burenarmee Botha Smuts Hertzog dienten der Union nacheinander als Premierminister.

siehe auch: Geschichte Südafrikas

Literatur

  • Johannes Meintjes Der Burenkrieg 1899-1902 München 1979
  • Winston Churchill The Boer War New York 1991
  • Heinrich Jaennecke Die weißen Herren. 300 Jahre Krieg und in Südafrika München 1979



Bücher zum Thema Burenkrieg

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Burenkrieg.html">Burenkrieg </a>