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Burg


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Dieser Artikel behandelt Festungen. Für weitere Bedeutungen Burg (Begriffsklärung) .

Bei einer Burg handelt es sich um einen Wehrbau oftmals auch eine Wohnfunktion erfüllte. Im engeren ist mit einer Burg meist der wehrhafte des mittelalterlichen Lehens adels gemeint.

Nürnberger Burg Mitteltrakt von SW unten (Nov.

Cadolzburg westl. Ansicht v W (Nov. 2003)

Inhaltsverzeichnis

Geschichtliche Entwicklung

Burgen lassen sich als Bodendenkmal bis in die vorgeschichtliche Zeit nachweisen. damaligen so genannten Fluchtburgen lagen in aller an einem unzugänglichen Platz und besaßen schon Wälle aus Stein oder Erde als Schutz. diente dazu auch ein undurchdringliches Gestrüpp aus Pflanzen die man ganz gezielt auf den oder sogar an statt von Wällen anpflanzte. des aus den Wällen gebildeten Kreises trieben Vorfahren beispielsweise ihr Vieh wenn es wegen bewaffneten Konfliktes auf den Weiden nicht mehr war.

Erste Burganlagen meist noch aus Holz außerdem aus frühgeschichtlicher Zeit bekannt. Beispiele für frühe Steinburgen mykenische Burgbauten (siehe Licht auf ein dunkles Jahrhundert und die Burganlage von Troja . Nach der Dorischen Wanderung wurden einige mykenische Burgen zum Kern neu entstandenen griechischen Stadtstaaten .

In der Antike mit ihren zum hochdifferenzierten Staatsgebilden waren Burgen so gut wie Das römische Reich beispielsweise verteidigte seine Grenzen in langen Limites von denen der Limes in Deutschland ein sehr anschauliches Beispiel Die Germanen Kelten und Slawen errichteten in dieser Epoche Fluchtburgen.

Im frühen Mittelalter kamen die Burgen als Wehrbauten wieder Die Gründe lagen im Fehlen der starken Nationalstaaten in dieser Zeit so dass jeder Adlige selbst für seinen Schutz in Kriegszeiten musste. Die inselartige Burg war dafür wie Hier hatte man seine Basis bei den zu führenden Fehden und hier konnte man sich zurückziehen das Kriegsglück einem Adligen nicht hold war. mittelalterliche Burg diente dem Adel als Instrument Machtdurchsetzung als Wohnort und als Verwaltungssitz. Oftmals Könige und Fürsten Lehensburgen an ihre Vasallen um in bestimmten Gebieten ihre Herrschaft Im Zuge der Kreuzzüge entstanden geistliche Ritterorden deren Wehrbauten eine Mischform aus Burg Kloster darstellten.

Lage

Kennzeichnend für eine Burg war ihre über das umgebende Gelände sowie der kontrollierte zur Burg. Im Gebirgsraum errichtete man sie unzugänglichen Berghöhen (Höhenburg) im Flachland dagegen auf künstlichen Erdanhäufungen umgebendem Wassergraben (Wasserburg) . Die Überhöhung erreichte man durch starkes an den Außenseiten der Burg. Es musste hoch sein dass es mit Sturmleitern nicht mehr erklettert werden konnte.

Bauliche Gliederung

Das Zentrum der Burg bildete zunächst Bergfried ein besonders hoher Turm mit besonders Mauern. Er diente als letzte Rückzugsmöglichkeit wenn einer Belagerung der Burg die Außenmauern gestürmt wurden. Funktion ergänzte oder übernahm bei den Höhenburgen in späteren Zeiten die so genannte Schildmauer eine sehr dicke und hohe Mauer der Stelle wo sich der Zugang zur befand. Im romanischen und englischen Kulturkreis wurden sowohl Arbeits- als auch in einem großen Turm untergebracht der in Frankreich als "Donjon" und in England als bezeichnet wurde.

Das Gelände innerhalb der Burg wurde weitere Gebäude genutzt und gegliedert so dass weitere verteidigungsfähige Abschnitte ergaben. Es gab Ställe zum Lagern der Waffen oftmals auch eine und die so genannte Kemenate bei der sich um ein beheiztes Wohngebäude handelte. Besondere wurde bei der Versorgung der Burg mit aufgewendet das von den Dächern der Gebäude Regenwasser in Zisternen geleitet wurde. Nur in den seltensten besaßen Höhenburgen eigene Brunnen.

Burgen wurden von einer Ringmauer umgeben der sich der meist holzverkleidete Wehrgang befand. zusätzlicher Schutz verfügten manche Burgen über eine Ringmauer. Zwischen den beiden Mauern entstand dadurch weiterer Umgang der als Zwinger bezeichnet wurde. Zwinger wurde für Kampfübungen oder zur Tierhaltung Die Burgmauern waren meist mit Schießscharten und versehen um den Angriff auf gegnerische Truppen der Deckung heraus zu ermöglichen.

Bei voller Besetzung einer Burg mit und Tieren konnte es dort sehr eng Die sanitären Verhältnisse wurden dann sehr schnell Manche mittelalterliche Burg soll einen unbeschreiblichen Gestank haben und die meisten Burgen waren mit solchen Belegung nach drei bis vier Jahren

Historische Bedeutung

Der Burgenbau gehörte aufgrund der schwachen Infrastruktur des mittelalterlichen Europas zu den wichtigsten der Machtausübung weshalb er zu den Königsrechten Regalien ) zählte. Manche Herrscher ließen Zwingburgen in aufrührerischen Gebieten errichten. Waren die der meisten europäischen Länder stark auf den ihres Vorrechts zum Burgenbau bedacht ging dieses im Heiligen Römischen Reich während des Spätmittelalters auf die Territorialfürsten über. Aus diesem wurden in Mitteleuropa zahlreiche Burgen errichtet von viele bis heute erhalten geblieben sind. Die von Mainz bis Bonn ist wohl das Beispiel einer deutschen Burgenlandschaft. In dem Umland Burg galt der so genannte Burgfriede der Fehden streng untersagte. Durch den Burgbann war die im Einzugsbereich einer Burg Bevölkerung dazu verpflichtet zu baulichen Tätigkeiten und Verteidigung der Burg beizutragen. Im Spätmittelalter wurden Burgen aufgrund des Niedergangs des Rittertums zum Stützpunkt von Raubrittern .

Die mittelalterliche Burg verlor ihren Zweck dem Aufkommen von Kanonen welche die Burgmauern mit ihren Geschossen konnten. Zwar war dies vorher auch schon manchen Belagerungsmaschinen möglich jedoch waren Kanonen wesentlich leichter transportieren und zu handhaben. Als Reaktion darauf man seit dem 14. Jahrhundert die Burgmauern oftmals mit einer Erdaufschüttung versah die Burg mit relativ niedrigen massiven Rondellen . Diese Maßnahmen stellten keine ausreichende Antwort die Bedrohung durch Geschütze dar. Den Übergang die Neuzeit mit ihren von Feuerwaffen getragenen Kriegen machten die Burgen nur Ausnahmefällen mit. Sie mussten dafür komplett umgebaut bastioniert werden damit sie den mauerbrechenden Kanonen standhalten konnten. Als Beispiel für eine Modifikation findet sich in der Bielefelder Sparrenburg . In den meisten Fällen wurde auf Umwandlung von Burgen zu Artilleriefestungen verzichtet zumal Burgen mit ihren hohen Gebäuden ein leichtes für Mörser darstellten. Die Wohnfunktion der Burgen wurde den Schlössern übernommen.

Nachfolger

Auch die neuzeitlichen Festungen hatten zunächst eine gewisse Ähnlichkeit mit Burg. Der Schaffhauser Munot in der Schweiz ist dafür ein gutes Beispiel.

Im 19. Jahrhundert ( Romantik ) entstand eine Mittelalter -Sehnsucht die dazu führte dass man Schlösser Stil alter Burgen baute Beispiele hierfür sind: Neuschwanstein Burg Hohenzollern

Da die Erhaltung einer Burg aufwendig existieren viele Burgen heute nur noch als Ruine .

Siehe auch:


Weblinks



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