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Café


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Das Café (franz. Kaffee ) ist ursprünglich eine Gaststätte in der Kaffee angeboten wird (dt. auch Kaffeehaus ). Die Kaffeehaustradition hat sich vor allem Wien als Wiener Kaffeehaus erhalten.

Geschichte

Das erste europäische Kaffeehaus wurde 1652 dem Namen "Virginia Coffee-House" in London gegründet. den folgenden Jahren verbreiteten sie sich besonders die Börse die Stock Exchange herum und Spekulanten und Geschäftsmännern als Treffpunkt. Habermas betont in seinem Werk Strukturwandel der Öffentlichkeit die Funktion der Kaffehäuser als wichtigen der öffentlichen Sphäre durch die sich eine Öffentlichkeit etablieren konnte. Aber nicht nur die hatten ihre Kaffeehäuser es gab ebenso Stammcafès Literaten (etwa das berühmte "Will's" in dem Dryden Hof hielt auch Alexander Pope verkehrte hier oder das "Smyrna" das Swift und Daniel Defoe zu seinen Gästen zählte) für Gelehrte Grecian" ) juristen und Spieler. Kennzeichnend für war die Überwindung von Standesdünkel - hier einfache Leute und Adlige am selben Tisch und redeten über die Weltlage im allgemeinen ihre Geschäfte im besonderen.

Bald erreichten die Caféhäuser auch andere Städte wie Paris und Wien. In Wien das erste Wiener Kaffeehaus angeblich mit den Beständen gegründet die Türken bei ihrer zweiten Belagerung übrigließen - schöne Geschichte die kaum der Wahrheit entsprechen jedoch in einschlägigen Werken immer wieder kolportiert

Das Kaffeehaus ist auch der Ursprung Postwesens ("Penny Post") die ersten Postfächer richtete sich in seinem Stammcafé ein. Die erste ging auf eine Geschäftsidee des Londoner Kaffeehauses zurück in dem sich Kaufleute trafen und Risiken zu minimieren suchten indem sie ihre aus den Kolonien gegen Havarie versicherten. Ebenso sind die Cafés hinsichtlich der Entwicklung der Der Tatler (von Daniel Reed bis 1711 hrausgegeben) Spectator (Joseph Addison und Reed die Redaktion im "Button's Coffee House") später weitere Gazetten täglich und vereinten Berichte über Politik Wirtschaft und Gesellschaft ganz ähnlich wie es heute der Fall ist.

Allmählich ersetzte der Kaffee die bis üblichen alkoholischen Getränke doch noch bis ins Jahrhundert hinein hielt sich die Biersuppe als Frühstücksnahrung und das Bier als Getränk das den ganzen Tag über zu sich nahm. Ablösung durch den Kaffee bedeutete auch daß ständige leichte Rausch an den man sich Jahrhunderten gewöhnt hatte durch ein Gefühl der konzentrierten Nüchternheit abgelöst wurde (der "nüchterne Rausch" Voltaire ihn nannte der selbst ein bekennender war). Doch der Kaffee traf nicht nur Gegenliebe: Anwohner beschwerten sich über den 'Gestank' gerösteten Kaffees und eine Gruppe Londoner Frauen ein wütendes Pamphlet gegen den Kaffeekonsum - offenbar vor der Tatsache geschuldet daß ihre Männer den Teil des Tages im Coffee-House verbrachten während selbst der Eintritt wenn nicht verwehrt war doch zumindst als Rufschädigung angesehen wurde.

Den Kaffeehäusern ist als besonderer Verdienst daß sie das Wissen popularisierten und Gastlichkeit aufklärerischem Nutzen verbanden. Durch die Erfindung der sowie die Etablierung der Post sind sie Wiege der heutigen Printmedien. Die Möglichkeit des mehr oder weniger gelehrten Diskurses trat aus höfischen Zirkeln heraus die ihn bis dahin kultiviert hatten und wurde auch für Bürger Dazu gehört auch die Entstehung eines neutralen Ortes der als Treffpunkt fungieren konnte. Ohne Voraussetzungen sind wohl weder die Lesemanie des noch die neu aufkommende Briefkultur denkbar. Auch die Coffee-Houses den Anstoß für die Lesegesellschaften 18. und 19. Jahrhunderts die sich der von Tugend und Geschmack verschrieben wie etwa „Gesellschaft der Mahlern“ von Johann Jakob Bodmer Zürich der auch von Spectator und Tatler regelmäßig die „Discourse der Mahlern“ publizierte. Diese ersetzten in Deutschland die englischen Clubs ebenso diese mit festem Besucherkreis jedoch ausschließlich auf Diskussion ausgerichtet. In Österreich wiederum entstanden Lesekabinette meist von Buchhändlern getragen waren und aus Buchkabinetten innerhalb der Kaffeehäuser hervorgingen.

  
Die Kaffeehäuser waren auch ein Ort dem Spiele praktiziert wurden insbesondere Schach . Es gab sogar fest angestellte Profis gegen die Besucher um einen Einsatz spielten. Begriff Kaffeehausspieler wird auch heute noch für Schachspieler die einen riskanten Stil pflegen.

Heute sind Cafés Treffpunkte wo man dezenter Hintergrundmusik Zeitungslektüre Getränken (nicht nur dem und i.d.R. einfachen Mahlzeiten in angenehmer Atmosphäre Freizeit allein oder in Gesellschaft verbringen kann.

Typisch für Cafés ist das Vorhandensein Espressomaschine .

In Frankreich ist Café gleichbedeutend mit Kneipe .

Literatur:

The Character of a Coffee-House (1673) Coffee-Houses Vindicated (1675) from: Charles W. Colby Selections from the Sources of English History 55 - A.D. 1832 (London: Longmans Green pp. 208-212. im Internet abzurufen unter [1]

Im Hof Ulrich: Das gesellige Jahrhundert Gesellschaft und Gesellschaften im Zeitalter der Aufklärung 1982

Lilywhite B.: London Coffee-Houses

Macaulay Thomas Babington: The History of 1. Bd. Ch.3 p.363 London 1849

Siehe auch: Gastronomie



Bücher zum Thema Café

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