Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Kalziumchlorid ist ein Chlorid des Erdalkalimetalls Kalzium mit der Summenformel CaCl 2 . Kalzium liegt dabei in der Oxidationsstufe +2 vor Chlor hat die Oxidationstufe -1.
Kalziumchlorid bildet in Reinform farblose Kristalle und ist in wasserfreiem Zustand stark hygroskopisch . Es nimmt leicht Wasser aus seiner Umgebung auf und bildet einen Hydrat- Komplex .
Kalziumchlorid reagiert mit Wasser unter Bildung Hexahydrat-Komplexes und starker Hitzeentwicklung: <math>CaCl_2 + 6H_2 O \rightarrow CaCl_2 6H_2 O + \Delta T</math>
Die Kristalle des Hexahydrats lösen sich ungefähr 30 °C im eigenen Kristallwasser . Erhitzen auf ungefähr 200 °C setzt gebundene Wasser wieder frei. Das Auflösen in führt im Gegensatz zu wasserfreien Kalziumchlorid zu starken Abkühlung. Beide Kalziumchlorid-Formen sind zudem gut in Ethanol .
Kalziumchlorid wird aus Salzsäure und Kalziumkarbonat hergestellt: <math>CaCO_3 + 2HCl \rightarrow CaCl_2 + + H_2 O</math>
Anschließendes Erhitzen auf 260 °C liefert wasserfreie Form.
Technisch wird Kalziumchlorid als Abfallprodukt bei Sodaherstellung - und zwar bei der Rückgewinnung Ammoniaks aus dem dabei entstandenen Ammoniumchlorid - erhalten: <math>2NH_4 Cl + Ca(OH)_2 \rightarrow 2NH_3 CaCl_2 + H_2 O</math>
Wasserfreies Kalziumchlorid ist aufgrund seiner Hygroskopie wichtiges Trocknungsmittel im Labor z. B. im Exsikkator und in der technischen Chemie für verschiedenste Gase und Flüssigkeiten. Anwendungsfelder sind die Trocknung Wohnräumen der Einsatz als Frostschutzmittel im speziellen als Frostschutzmittel und Abbindebeschleuniger Beton sowie als Staubbindemittel. In der Medizin wird es als Mittel zur Stillung Blutungen und bei Kalkmangelkrankheiten sowie als Heilmittel Frostbeulen und Allergien eingesetzt. Als Lebensmittelzusatzstoff E509 wird es als Festigungsmittel Geschmacksverstärker und Stabilisator eingesetzt (u. a. bei der Trinkwasseraufbereitung Oberflächenbehandlung von Obst). Darüber hinaus kommt als Streusalz sowie zur Herstellung von Kältemischungen zum Einsatz ( siehe oben ).