Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Marcus Aurelius Antoninus Bassianus (Caracalla) (* 4. April 188 bei Lugdunum ( Lyon ); † 8. April 217 in Mesopotamien )
Caracalla Sohn des Septimius Severus war der zweite und wohl berühmteste der Severer -Dynastie. Berühmt deshalb da er der erste Kaiser war der von jedem Historiker ausnahmslos tiefem Abscheu beschrieben wurde - selbst Schlächter Nero oder Caligula hatten das nicht geschafft. Dennoch war ein fähiger Regent dessen Intelligenz nicht bezweifelt darf.
Caracalla wurde am 4. April 188 als Lucius Septimius Bassianus im heutigen Lyon geboren; sein Vater war zu dieser Statthalter der Provinz Gallia Lugdunensis. Er war älteste Kind der Familie und entstand aus zweiten Ehe des Septimius mit Iulia Domna . Knapp ein Jahr später wurde sein Geta geboren. Die Beschreibung des jungen Caracalla in hartem Kontrast zu seiner späteren Überlieferung: respektvoll und liebenswert so beschrieben ihn die Im Alter von nur 7 Jahren ernannte Vater ihn zum Caesar und wandelte seinen Namen in Marcus Aurelius Antoninus um. 198 folgte dann die Erhebung zum Augustus . Sein Vater strebte die Fortführung der Dynastie an und wollte seinen Erstgeborenen mit Tochter seines Vertrauten des Prätorianerpräfekten Plautianus verheiraten. hingegen passte dem jungen Caracalla (der seinen übrigens nach dem caracallus einem germanischen Kapuzenmantel erhielt) gar nicht. er gegen seinen Willen dann doch in Ehe hineingezwungen wurde schien das einen Sinneswandel verursachen: Caracalla schwor sich die ihm verhasste und alle ihre Verwandten umzubringen wenn er einmal Kaiser wäre. 205 war er an der Ermordung des zumindest beteiligt.
Es war der letzte Wunsch des Septimius Severus dass seine beiden Söhne (über weitere ist nichts bekannt) miteinander gut auskämen. Caracalla älteren hatte er als seinen Nachfolger und Herrscher Roms auserwählt doch da seine Frau Geta favorisierte wurden die Geschwister am 4. Februar 211 zu zwei nebeneinander gleichberechtigten Regenten. Die der beiden Brüder zueinander steigerte sich rasant glühendem Hass. Dies führte sogar dazu dass kaiserliche Palast in zwei voneinander unabhängige Hälften wurde. Auch kämpften sie erbittert um die der Senatoren und des Volkes: Beim Wagenrennen unterstützten sie verschiedene Teams sie umwarben jeden einzelnen Senator mit allen Mitteln und sich sogar derart in die Gerichtsurteile ein die römische Justiz schwer darunter litt. Als sie schlussendlich Giftanschläge auf den jeweils anderen verübten verfielen auf die Idee eine Reichsteilung vorzunehmen: Caracalla den Westen Geta den Osten kontrollieren. Dieses Vorhaben wurde ihre Mutter Iulia Domna verhindert die einen Bürgerkrieg zwischen den neuen Staaten fürchtete.
Im Jahre 212 schließlich nutzte Caracalla die Gunst der ermordete den ihm verhassten Bruder und befahl Erinnerungen an ihn aus den Annalen zu Vor dem Senat behauptete er in Notwehr gehandelt zu Die misstrauisch gewordenen Soldaten beruhigte er durch Solderhöhungen die auch noch den rapiden Währungsverfall damaligen Zeit ausgleichen sollten.
In der folgenden Zeit verfolgte Caracalla alle ehemaligen Anhänger Getas ließ sie umbringen begann so eine Zeit des Terrors und Furcht. Alle seine tatsächlichen und vermeintliche Feinde einfachen Kleinbauern bis zum reichen Senator gerieten den Sog. Schlussendlich wurden sogar solche die Lebzeiten Getas neutral geblieben waren in Massen hingerichtet. Hass machte nicht einmal vor seiner eigenen - die er zuvor schon verbannt hatte oder vor römischen Ikonen wie Cornificia der letzten Tochter des Marcus Aurelius halt. Laut den damaligen Quellen sollen in der ersten Jahreshälfte 212 zwanzigtausend Menschen umgebracht worden sein. Gleichzeitig Caracalla eine schlagkräftige Geheimpolizei auf und strukturierte Verteilung der Heereslegionen über die einzelnen Provinzen um Revolten vorzubeugen.
Als dieses Gemetzel schließlich sein Ende war Caracalla dem gesamten Volk zutiefst verhasst. selber konnte nie mehr das Vertrauen der zu ihm wiederherstellen. Der Tod des Bruders ihm nun wie ein Makel an was wiederum in schweren seelischen Störungen niederschlug. Caracalla viel Zeit mit Kuraufenthalten bei berühmten Tempeln Heilorten verbracht haben.
Aber Caracalla vollbrachte nicht nur Schlechtes. den Ergebnissen seiner Regierungszeit gehört auch die der berühmten Caracalla-Thermen einem gewaltigen Bau inmitten Rom der für bis zu 1600 Gäste war. Ferner leitete er 212 eine neue Verfassungsreform ein die allen Bewohnern des Reiches das römische Bürgerrecht garantierte. Auch tat sich Caracalla Laufe seiner Herrschaft durch die Abschaffung einzelner oder Standesprivilegien hervor und mit der Einführung Antoninan kreierte er eine Münze die bis Ende Westroms das wichtigste Geldstück bleiben sollte. muss Caracalla durchaus ein Talent zum Regieren werden und sogar Cassius Dio billigte ihm eine hohe Intelligenz zu.
Ab dem Jahre 213 schien Caracalla der hasserfüllten Atmosphäre der überdrüssig geworden zu sein; Im Frühjahr ging auf Reisen und besuchte zunächst Germanien. Mit Zeit (er kehrte nach seinem Aufbruch nie nach Rom zurück) begann Caracalla ein intensives Verhältnis seinen Legionären aufzubauen: Angeblich verzichtete er auf Luxus und stampfte sich sogar sein eigenes Im Sommer führte er mehrere erfolgreiche Feldzüge germanische Stämme auch wenn Kritiker behaupten dass seine Siege vor allem großzügigen Geldzahlungen an Feinde zu verdanken habe. Immerhin schien diese Erfolg zu haben da es bis in Regierungszeit von Severus Alexander hinein im Norden relativ ruhig blieb.
Caracalla
Doch der friedliche Aufenthalt endete in Desaster: Als alexandrinische Künstler eine Satire auf Getas Tod durch die angebliche Notwehr Caracallas eskalierte die Lage. Caracallas Soldaten metzelten tausende Bewohner der Stadt nieder und wüteten tagelang Alexandria was dem Hass gegen Caracalla neuen gab.
Im folgenden bereitete Caracalla intensiv einen Krieg gegen die Parther vor. Als 216 bei den römischen Nachbarn im Osten Bürgerkrieg ausbrach nutzte er die Situation geschickt Die Parther wurden von den römischen Legionen völlig
Inzwischen bereitete der Prätorianerpräfekt Macrinus eine Verschwörung gegen den verhassten Kaiser vor. Ein eilig an Caracalla abgeschickter der ihn von der drohenden Gefahr unterrichten ging aus unbekannten Gründen verloren. Die Verschwörer also genug Zeit einen genauen Plan für Tyrannenmord auszuarbeiten. Am 8. April 217 war es schließlich soweit. Caracalla befand gerade mit seinem Gefolge auf dem Weg der mesopotamischen Stadt Carrhae. Der Prätorianer -Offizier Iulius Martialis der mit dem Kaiser noch eine offen hatte führte die Tat aus: Er den römischen Kaiser als der sich gerade Wegesrand erleichterte. Dem Attentäter gelang die anschließende nicht; er wurde mit einem Speerwurf aus Sattel geholt. Drei Tage später wurde der Macrinus zum neuen Kaiser ausgerufen.