Heideloff machte in Stuttgart unter Leitung seines Vaters Scheffhauers und seine ersten Studien auf der Kunstakademie und sich hierauf bei dem Ritter v. Thouret dem Landbaumeister Arzel in der Architektur aus.
Nach fünfjähriger Thätigkeit in Coburg fand 1818 als städtischer Baumeister und 1822 als Professor an der polytechnischen Schule Nürnberg Anstellung wo er später auch zum der Kunstdenkmäler ernannt wurde. Er widmete seine meistens den Baudenkmälern Nürnbergs und dessen Umgegend. Der neue Altaraufsatz St. Sebald der Dürerbrunnen das restaurierte Portal der der gänzliche Umbau und die Ausstattung der Jakobskirche sind Zeugnisse seines Strebens den gotischen in puristischer Reinheit wieder einzuführen. Auch der des mit Balkon und Säulen aus Gußeisen Plattnerschen Hauses in Nürnberg fällt in diese
Unter den außerhalb Bayerns nach seinen ausgeführten Bauten zeichnen sich das Lustschloss Reinhardsbrunn Rittersaal in der Feste Coburg das Schloss und die Begräbniskapelle bei Meiningen das Schlößchen Rosenburg bei Bonn die des durch Hauffs Erzählung berühmten Schlosses Lichtenstein die Kirche zu Sonneberg und die Kapelle des Schlosses Rheinstein bei Bingen aus. an der Restauration des Doms zu Bamberg er beteiligt.
Heideloff starb am 28. September 1865 Haßfurt (wohin er 1856 gegangen war); in Haßfurt hatte er Ritterkapelle restauriert.
Heideloff hat sich in der Wiederaufnahme Gotik nicht nur von allem Kleinlichen fern halten sondern auch das mit den damaligen Erreichbare mit großem Schönheitssinn zu behandeln gewußt. seinen zahlreichen Bauten und Umbauten schuf Heideloff mehrere Historiengemälde in Öl von denen eins Kaiser Maximilian I. das Grab seines Oheims Herzogs Eberhard I. von Württemberg in dem ihm gestifteten Kloster Einsiedel im Schönbuch besuchend ) in den Besitz der königlichen Familie Württemberg ein andres ( Ritter Toggenburg ) in den des Grafen Fries in gekommen ist.
Claus Pese: Mehr als nur Kunst. Das Archiv für Kunst im Germanischen Nationalmuseum Ostfildern-Ruit 1998 ( Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum Bd.2) S.19-22.