Bernhard Heine wird am 26. April als Sohn des Arztes und Orthopäden Jakob Heine in Cannstatt geboren. Nach Abschluss der in Stuttgart immatrikuliert er sich im Wintersemester an der Universität Tübingen als Medizinstudent. Er wechselt für einige nach Würzburg und kehrt zur Promotion 1861 Tübingen zurück. Das medizinische Staatsexamen legt er ab und assistier einige Zeit dem Vater der orthopädischen Anstalt in Cannstatt. Anschließen reist ins europäische Ausland. Er besucht u. a. London Glasgow und Dublin. Er berichtet im Correspondenzblatt des Württembergischen Ärztlichen Vereins über seine Erfahrungen an britischen Kliniken. meldet er sich freiwillig zum Dienst als im Schleswig-Holsteinischen Krieg und macht reiche Erfahrungen mit der Auch diese Erfahrungen veröffentlicht er schon bald Für seine Verdienste als Feldarzt wird er beiden Koalitionsmächten also Preußen und Österreich hoch dekoriert wobei der österreichische Orden für die spätere Erhebung in den erblichen ist.
Im Winter 1864/85 geht Heine nach und sammelt Erfahrung bei den großen Chirurgen Zeit vor allem bei Rudolf Virchow . Das Jahr 1865 sieht ihn in als Assistenzarzt und nach erfolgreicher Habilitation als Schließlich wird er 1868 nach dem Tod Lehrmeisters Karl Otto Weber außerordentlicher Professor und Leiter der chirurgischen für einen Dreißigjährigen auch damals eine beachtliche Als 1869 die seit Jahren geschlossene medizinische an der Universotät Innsbruck wieder eröffnet wird man Carl Wilhelm Heine die Leitung der Klinik an und er macht aus der in der österreichischen Provinz binnen Kurzem eine anerkannte Einrichtung. Im Deutsch-französischen Krieg arbeitet er Monate als Leiter eines Feldhospitals eines württembergischen in Nancy und wird erneut mit hohen bedacht.
Heines Erfolge in Innsbruck veranlassen die Regierung ihn mit einem ähnlichen Projekt in zu beauftragen. In Prag soll 1873 eine chirurgische Klinik gegründet werden. Mit größerem Budget in Innsbruck kann Heine aus der Klinik mustergültiges Institut von europäischem Rang machen. Zugleich er sich um die Prager Wasserversorgung und für bessere hygienische Verhältnisse in der "Goldenen Die deutschen Ärzte in Prag machen ihn Januar 1877 zu ihrem Präsidenten. Bereits 1876 er österreichischer Staatsbürger und damit als Träger Ordens der eisernen Krone in den erblichen des Kaiserreichs erhoben. Der unermüdlich Tätige erkrankt Sommer 1877 überraschend an diptheritischer Angina und am 9. September im elterlichen Haus in im Alter von neununddreißig Jahren. Er ist dem Uff-Friedhof in Cannstatt begraben.
Hekler Hans: Carl Wilhelm Heine – Enkel des Lauterbacher – einer der größten Chirurgen des 19. in D'Kräz (Beiträge zur Geschichte der Stadt Raumschaft Schramberg) Heft 12 Schramberg 1992 ( auch online siehe Weblinks )
Hansen Heinz: Die Orthopädenfamilie Heine - Leben und Wirken einzelnen Familienmitglieder im Zeichen einer bedeutenden deutschen des neunzehnten Jahrhunderts Dissertation Dresden 1993