Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Carlo Gesualdo mit vollem Namen Don Carlo Gesualdo Principe di Venosa (* um 1560 Neapel ; † 8. September 1613 ebd.) italienischer Fürst und Komponist .
Carlo Gesualdo wurde als Sohn des von Venosa geboren und erhielt am Hofe eine fundierte musikalische Ausbildung in Komposition und Spiel der Baß-Laute. Nach dem Tod seines Bruders rückte er in der Erbfolge nach wurde 1586 regierender Fürst.
Gesualdo ging als eine der schillerndsten in die Musikgeschichte ein denn sein kompositorisches ist überlagert von der Tatsache dass er ein dreifacher Mörder war.
Die Eifersuchtstragödie ereignete im Jahr 1590 als Gesualdo hinterbracht wurde dass seine Ehefrau Maria d'Avalo einen Geliebten hatte. Gesualdo sein Hofstaat griffen zu einer List: sie vor einen Jagdausflug machen zu wollen kehrten noch am gleichen Abend zurück und ertappten Liebespaar in flagranti. Wer aus der Jagdgesellschaft tödlichen Dolchstiche führte ist nicht mehr mit festzustellen doch ist zu vermuten dass zumindest Frau durch Gesualdos eigene Hand starb. Auch Liebhaber Fabrizio Carafa und eine kleine Tochter Vaterschaft unklar war starben in dieser Nacht. gerichtliche Untersuchung blieb ohne Folgen. Don Carlo vor der Rache der Familien der Opfer verbrachte die nächsten vier Jahre im Schloss
1594 heiratete er erneut und verbrachte mit zweiten Ehefrau Leonora d'Este zwei Jahre in Ferrara . In dieser Zeit entstanden vermutlich ein seiner Kompositionen besonders die ersten vier Madrigalbücher . Danach zog er sich erneut auf Gesualdo zurück.
Nachdem 1600 das einzige Kind aus seiner zweiten starb verstärkten sich Gesualdos Depressionen und er sich der Komposition von geistlichen Werken zu. 1611 veröffentlichte er seine letzten Kompositionen.
Das kompositorische Schaffen Gesualdos umfasst eine von geistlichen Werken darunter die Responsorien zur Liturgie der Kartage und Motetten sowie sechs Bücher mit Madrigalen . Ein siebtes Madrigalbuch ist verschollen.
Stilistisch steht Gesualdo am Übergang der Renaissance zum Barock. Kennzeichnend für den Kompositionsstil ist der häufige Einsatz von Chromatik und unerwarteten Tonartenwechseln zur Ausdruckssteigerung und Darstellung der inneren Da sich diese Kompositionsweise in der Zeit der temperierten Stimmung nur in der Vokalmusik angewandt werden kaum auf die Instrumentalmusik übertragen werden konnte Gesualdo ohne nachhaltigen Einfluss auf die Komponisten nachfolgenden Generationen. Erst im 20. Jhdt. wurde Werk wiederentdeckt.