Katharina von Siena wurde als Caterina Benincasa als 24. Kind einer bürgerlichen Familie eine schwierige Zeit hineingeboren (siehe 14. Jahrhundert ). Bereits als Kind hatte sie erste Visionen . Mit 12 sollte sie verheiratet werden sich jedoch und trat mit 16 gegen Willen ihrer Eltern in den Dritten Orden Dominikaner ein. Sie widmete sich intensiv der von Kranken und der Armenfürsorge.
Aus ihrem genuin religiös-kirchlichen Verständnis heraus sie auch eine politische Wirksamkeit. Sie hielt Ansprachen und brachte dabei - wenn sie gerade aufgrund ihrer Verbundenheit mit der Kirche nötig hielt - auch scharfe Kritik an kirchlich und politischen Verantwortlichen an. Bald verbreitete ihr Ruf in ganz Europa und Menschen allen Ländern fragten sie um Rat - selbst der Papst den sie ihrerseits nicht schonte sondern auch prophetisch zurechtwies. Auflehnung gegen die päpstliche als solche war ihr jedoch fremd. So sie:
"Und selbst wenn der Papst ein fleischgewordener wäre statt eines gütigen Vaters so müssten ihm dennoch gehorchen nicht seiner Person wegen Gottes wegen. Denn Christus will dass wir Stellvertreter gehorchen." (Brief 207)
1376 reiste Caterina nach Avignon. Sie überzeugte Gregor XI. nach Rom zurückzukehren. Ein Jahr später das große Schisma wobei Caterina Papst Urban VI. unterstützte. Auf seinen Wunsch zog sie Rom. Von dort aus kämpfte sie für Einheit der Kirche und für eine Friedenslösung krisengeschüttelten Italien.
Schwer krank starb Caterina mit erst Jahren in Rom nahe der Kirche S. sopra Minerva. Von ihren sterblichen Überresten wurde Haupt nach Siena gebracht und befindet sich in der Kirche San Domenico. 1461 wurde Caterina heiliggesprochen und 1939 zur Schutzpatronin von Italien ernannt. 1970 erhielt sie den Titel Kirchenlehrerin zugesprochen. Katharina von Siena wurde 1999 Mitpatronin Europas erhoben. Ihr Fest wird am April gefeiert.
Von ihren Briefen sind über 380 geblieben die nicht nur ein bedeutendes Zeugnis Zeit darstellen sondern wegen ihrer theologischen Dichte ihren Ruf als Kirchenlehrerin begründet haben. In Fassung sind sie nur teilweise verfügbar z.B.:
Ferdinand Strobel (Hg.) Katharina von Siena. Politische Briefe (Menschen der Kirche in Zeugnis und 5) Einsiedeln 1944
Die "Politischen Briefe" sind 25 Jahre später und leicht verändert als Taschenbuch erschienen unter Titel Engagiert aus Glauben (Klassiker der Meditation) Benziger. Zürich und 1979
In ähnlicher Weise erschien das Buch nochmals dem Titel Ich will mich einmischen in die Welt. Briefe des Glaubens von Katharina von Siena hg. von Manfred Baumotte Benziger. Zürich Köln 1997 ISBN 3-545-203-026