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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 31. Oktober 2014 

Chassidismus


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Der Chassidismus ist eine volksreligiöse und spirituelle Bewegung des Judentums .

Zwei unabhängige Entwicklungen des Chassidismus sind unterscheiden:

Der deutsche Chassidismus des Mittelalters

Aus den für das Judentum bedrohlichen der Kreuzzüge entwickelte sich der Chassidismus in Deutschland zur Entstehung der christlichen Mystik von etwa 1150 bis 1250 vor allem im Rheinland ( Speyer Worms und Mainz ). Prägend waren insbesondere die Angehörigen der Italien eingewanderten Familie der Kalonymiden:
  • Samuel der Chassid (Speyer um 1150 )
  • Juda der Chassid (Worms gestorben 1217 )
  • Eleasar ben Juda (Worms gestorben zwischen 1223 und 1232 )
Der Chassidismus ist keine philosophische oder Lehre sondern die religiöse Praxis des Chassid "der Fromme" abgeleitet vom Begriff "Gnade" "Güte") sich insbesondere im Gebet als spiritueller Übung Bestimmende Momente sind dabei
  • die Abwendung von der Welt
  • vollkommener seelischer Gleichmut
  • extremer Altruismus.

Der osteuropäische Chassidismus des 18. und 19.

Der Chassidismus im osteuropäischen Judentum hat dem deutschen Chassidismus des Mittelalters nur wenig als den Namen gemeinsam und übertrifft diesen an Bedeutung.

Sein Begründer ist Israel ben Elieser ( 1700 - 1760 ) genannt Baal Schem Tov ("Der Herr guten Namens"). Zu seinen wichtigsten Schülern gehören Maggid von Mesritsch d.i. Rabbi Dow Bär Rabbi Jacob Josef von Polnoe.
In den großen jüdischen Gemeinden Polens Weißrusslands Russlands und Österreich-Ungarns fand der Chassidismus große Verbreitung. Er auf dem traditionellen Studium der Thora und der jüdischen mündlichen Überlieferung dem Talmud und seinen Kommentaren. Insbesondere aber hat mystische Tradition der Kabbala erheblichen Einfluss gewonnen. Über dieses Studium betont der Chassidismus die Bedeutung persönlichen und religiösen Erlebens.

Die Chassidim (Mehrzahl von Chassid) versammeln besonders am Sabbat und den jüdischen Festtagen um ihren Rabbi ( jiddisch "Rebbe") um in Gebet Liedern und und auch religiöser Ekstase Gott näher zu Der chassidische Rabbi genannt "Zaddik" ("Gerechter Bewährter" hebr. "zädäk" = "Gerechtigkeit") ist charismatischer Führer Mittelpunkt der Gemeinde und gibt die chassidischen - oftmals in Form von Erzählungen und - seinen Schülern weiter.

Heute werden chassidische Juden meist zum orthodoxen Judentum gerechnet ursprünglich jedoch wurden sie von Orthodoxen eher abgelehnt. So ist der große der Orthodoxen in der Zeit Israel ben Eliesers der Gaon von Wilna ein entschiedener des Chassidismus gewesen. Man störte sich vor an der Spontaneität und der Lebenslust der und ihrer Ablehnung von Kasteiung und eines Lebens.

Chassidische Traditionen konnten nur in Ausnahmefällen fast vollständige Vernichtung der osteuropäischen Juden durch deutschen Nationalsozialismus überstehen.

Martin Buber ( 1878 - 1965 ) hat Anfang des 20. Jahrhunderts den Chassidismus über viele Jahre untersucht mehrere Bücher darüber geschrieben. Ein zentrales Werk seine "Erzählungen der Chassidim" worin er überlieferte sammelte und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machte.
Im deutschen Sprachraum hat daneben vor der chassidische Weise Friedrich Weinreb ( 1910 - 1988 ) die mystische Tradition des Ostjudentums authentisch und fortentwickelt.

Die bekannteste chassidische Gemeinschaft der Gegenwart die Chabad-Bewegung auch bekannt als "Lubawitscher Gemeinde".



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