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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 22. Mai 2013 

Chilperich I.


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Chilperich I. (* um 537 - † Herbst ermordet) merowingischer König in Neustrien von 561 / 567 - 584 Residenz: Chelles bei Paris .

Jüngster Sohn des Frankenkönigs Chlothar I. aus seiner 4. Ehe mit Arnegunde.

Verheiratet mit 1. Audovera (* um - † 580 (ermordet)) 2. Gailswintha Tochter des Westgoten -Königs Athanagild (*um 550 - † 567 erdrosselt) 3. Fredegunde (* um 545 - † 597 )

Kinder: aus der 1. Ehe: Theudebert ? - † 575 gefallen); Merowech Unterkönig (* ? - 577 ermordet (von Fredegunde)); Chlodwig Unterkönig zu (* ? - † 580 ermordet (von Fredegunde)); Basine ab 580 Nonne in der Abtei Poitiers . Aus der 3. Ehe: Rigundis Theuderich (* 583 - † 583 ); Chlothar II. (* 584 - † Herbst 629 )

Nach dem Tod des Alleinherrschers Chlothar I. ( 561 ) bemächtigte sich Chilperich zuerst des Bereichs um Paris sowie Thronschatzes woraufhin seine Brüder aus früheren Ehen Chlothar eingriffen und nach Merowingersitte das Reich seinen Söhnen aufgeteilt wurde. Chilperich erhielt dabei Teilreich von Soissons. Nach dem Tod von Charibert I. ( 567 ) von Paris bekam Chilperich dessen Küstengebiete Er versuchte sogleich seine räumlich getrennten Gebiete verbinden und besetzte Tours und Poitiers . Im Bündnis mit Gunthram von Orleans Sigibert I. von Reims der durch Kämpfe die Awaren gebunden war kämpfte er in diesem zunächst erfolgreich wurde aber dann immer weiter Die Gegnerschaft zu Sigibert hatte auch einen Hintergrund: dieser heiratete ca. 566 Brunichild Tochter des Westgotenkönigs Athanagild; Chilperich hatte deren Schwester Gailswintha etwa ein Jahr geheiratet liess sie aber bereits kurz danach um seine Geliebte Fredegunde zu heiraten.

575 wurde Sigibert ermordet (wohl auf Chilperichs hin) Chilperich erfocht nun einen Erfolg nach anderen und hatte bald das ganze Charibert-Erbe Gegners erobert.

Nun wechselten die Fronten: Verbündet mit Austrasien nach der dortigen Revolte gegen Sigiberts Brunichild ( 581 ) ging es nun gegen Gunthram. Auch war Chilperich erfolgreich eroberte den Rest des und residierte nun im eigentlich neutralisierten Paris. er bis dahin ohne überlebenden Sohn geblieben setzte er im Rahmen dieses neuen Bündnisses Neffen Childebert II. als Erben ein. 583 gab es einen erneuten Umschwung in dem er durch ein Bündnis mit dem König Leovigild besiegelt durch ein Verlöbnis seiner Rigundis mit Rekkared Leovigilds Sohn entgegentrat. Im 584 wurde Chilperich auf der Jagd ermordet auf Betreiben seiner Frau Fredegunde und des Sein Sohn Chlothar II. war zu diesem Zeitpunkt erst wenige alt so brach Chilperichs Reich sogleich zusammen.

Der Chronist der Merowinger-Dynastie Gregor von Tours bezeichnete Chilperich als "Nero und Herodes Zeit" obwohl er durchaus auch dessen künstlerische und seine Gestzgebung würdigte. Insbesondere auch das Verhalten seine Geliebten und späteren Frau Fredegunde in der Einschätzung der Zeitgenossen zu den Bruderkriegen. Die teils bizarre Familientragödie rund um Schwestern Gailswintha und Brunichild sowie Fredegunde ging die Nibelungensage ein.

Literatur

  • Dahn Felix: Die Franken. Emil Vollmer 1899.
  • Ennen Edith: Frauen im Mittelalter. Verlag Beck München 1994.
  • Ewig Eugen: Die fränkischen Teilungen und (511-613). Verlag der Akademie der Wissenschaften und Literatur in Mainz 1952.
  • Eugen Ewig: Die Merowinger und das Stuttgart (Kohlhammer) 2001 Broschiert ISBN 3170170449
  • Gregor von Tours: Hist. Fr. IV
  • Schneider Reinhard: Königswahl und Königserhebung im Anton Hirsemann Stuttgart 1972.
  • Werner Karl Ferdinand: Die Ursprünge Frankreichs zum Jahr 1000. Deutscher Taschenbuch Verlag München
  • Zöllner Erich: Geschichte der Franken bis Mitte des 6. Jahrhunderts. Verlag C. H. München 1970




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