Zu Chrétiens Arbeiten gehören vier größere in achtsilbigen Paarreimen: "Érec et Énide" (um 1170 ) "Cligès" (um 1176 ) "Yvain" und "Lancelot" wobei diese beiden zwischen 1177 und 1181 entstanden. Die letzten 1000 Zeilen von wurden von Godefroi de Lagny geschrieben offensichtlich Zusammenarbeit mit Chrétien. Ein Versroman "Perceval le in dem der Mythos um den Heiligen Gral erstmals schriftlich niedergelegt wird wurde nach für Philipp von Flandern geschrieben. Von diesem Verse umfassenden Werk schrieb Chrétien allerdings nur ersten 9000 Zeilen. Darüber hinaus wurden oder ihm zwei kleinere Werke zugeschrieben die fromme "Guillaume d'Angleterre" (hier wird seine Autorschaft mittlerweile mehr angenommen) und "Philomena" das einzige seiner Gedichte nach Ovids " Metamorphosen " das uns erhalten geblieben ist.
Chrétien schöpft seine Erzählstoffe aus dem de Bretagne" dem britannischen Sagenkreis um König Artus denen vermutlich die Mabinogion die irischen echtrai oder Adventüren keltischer Legenden zugrundeliegen. Diese schmückt er künstlerisch erfundenen und realen höfischen Elementen die er den Höfen Flanderns und der Champagne kennenlernt. der Minnedienst der Provence fließt in seine oft dialogischen Epen von vollendeter Struktur ein.
Chrétien gilt (wie Heinrich von Veldeke für die deutschsprachige Literatur) als Begründer höfischen Versepos und als dessen wichtigster Vertreter in französischen Literatur. Sein unvollendetes mystisches Werk Perceval gilt als sein bedeutendster Versroman und Vorläufer aller Parzival - und Artus -Erzählungen.