Nachdem die Christdemokratie anfangs vor allem römisch-katholischen Kirche nahe stand veränderte sich das zumindest in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. CDU verstand sich im Gegensatz zur Zentrumspartei als überkonfessionell. Bis heute versucht sie Protestanten adäquat in ihren Führungsgremien und Ämtern besetzen.
Obwohl die christlich-demokratische Bewegung sehr heterogen herrscht doch in wichtigen Punkten Übereinstimmung. Eine Rolle in dieser Ideologie spielt das Subsidiaritätsprinzip . So soll nach Auffassung von Christdemokraten Staat möglichst dezentral organisiert sein. Obwohl der Kapitalismus nicht grundsätzlich infrage gestellt wird soll die Wirtschaft in den Dienst der Menschen stellen. Fürsorgegebot des Staates für seine Bürger spielt eine große Rolle. Hierin stimmt Christdemokratie partiell mit den Auffassungen des Christlichen überein. Einen bedeutenden Einfluß auf die Formulierung Politik hatten in der Vergangenheit die Stellungnahmen Kirchen zu Fragen der öffentlichen Moral.
Dennoch haben in vielen Staaten die Parteien wichtige Grundentscheidungen zur Trennung von Staat Kirche zum Recht auf Ehescheidung und sogar Recht auf Abtreibung anerkannt. In der Regel sind die Koalitionspartner christlich-demokratischer Parteien Sozialdemokraten Konservative oder Liberale . Eine bedeutende Rolle spielten die christlich-demokratische nach dem Zweiten Weltkrieg in Ländern wie Italien und Deutschland.
Aus der Christdemokratie heraus entstanden auch Gewerkschaften welche sich von den aus der Arbeiterschaft heraus entstandenen Gewerkschaften abgrenzten.