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Christian Andreas Cothenius


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Christian Andreas Friedrich von Cothenius (* 14. Februar 1708 in Anklam ( Pommern Schweden ); † 5. Januar 1789 in Berlin) war Arzt in Deutschland.

Als Mitglied und XIII. Director Ephemeridum Akademie vermachte er ihr testamentarisch 1000 Taler Gold mit der Bestimmung deren Zinsen alle Jahre zur Verleihung einer goldenen mit dem des Stifters gezierten Denkmünze im Wert von Talern courant für die beste Bearbeitung einer aus dem Gebiet der praktischen Medizin zu Die Prägestempel für die Medaille wurden noch Lebzeiten von Cothenius angefertigt.

Der folgende Artikel ist dem Anklamer Heimatkalender 1988 entnommen.

Nur einige Anklamer wissen mit diesem noch etwas anzufangen mit dem Namen eines der vor etwa 280 Jahren in unserer geboren und in späteren Jahren zu einer für die Medizin und bei der Reorganisierung Lazarettwesens wurde.

Am 14. Februar 1708 als jüngstes des Regimentfeldschers Eberhard Wolfgang Cothenius und dessen Elisabeth geb. Kehvel geboren mußte er schon Not und Bitternis erfahren.

1710 wütete im norddeutschen Raum (auch Anklam) verheerend die Pest . Viele Menschen raffte diese Seuche hinweg. dieses überlebte mußte dann miterleben wie russische später auch sächsische Truppen die Stadt besetzten. Kindheitserlebnisse wie auch das aufopfernde Wirken des im Kampf gegen die Pest mögen den Christian auf den Gedanken gebracht haben sich der Wissenschaft der Medizin zu widmen. Nach Besuch der Stadtschule in Anklam Stettin und konnte er 1728 an der Universität in mit dem Studium beginnen. 1732 erwarb er Doktortitel und nachdem er 1737 die Approbation Lob erhalten" wurde er 1738 als Stadtphysikus Havelberg angestellt. Seine wissenschaftlichen Kenntnisse seine persönliche und sein unermüdlicher Fleiß machten ihn zu gefragten Spezialisten der ständig in der Altmark Magdeburgischen oder in Mecklenburg unterwegs war. Dieses Schaffen und seine medizinischen Leistungen sprachen sich und als der mecklenburgische Hof dem Dr. eine Leibarztstelle anbot sah König Friedrich II. die Zeit für gekommen und ernannte 1748 zum Hofarzt und Stadtphysikus in Potsdam ordentlichen Arzt des großen Militärwaisenhauses und zum zweier Landkreise.

Die Behandlung vieler Mitglieder des königlichen und weiterer Prinzen und Fürsten brachten ihm Titel und andere "fürstliche Belobigungen" ein. Zwischen und 1763 während des Siebenjährigen Krieges wirkte als oberster Militärarzt und organisierte eine mustergültige in das bis dahin äußerst unzulängliche Lazarettwesen. der Zeit der Belagerung von Prag fehlte plötzlich an einem Lazarett für innerlich Kranke. an Fieber erkrankt und eigentlich bettlägerig erwiderte einem Brief dem König Friedrich II:

"Ich hoffe in drei Tagen mit Lazarett von 1000 Mann zustande zu kommen; binnen 12-14 Tagen sollen allda 2000 ihre Besorgung finden"

Nach dem Krieg bei Leuthen gab nicht nur viele Verwundete (Preußen und Österreicher) auch viele Soldaten waren an Fleckfieber erkrankt. Die vorhandenen Feldapotheken waren leer nur durch den persönlichen Einsatz Cothenius' gelang aus Dresden entsprechende Heilmittel und Medikamente in Umfang herbeizuschaffen. Die Feldapotheken ließ Cothenius auffüllen gab außerdem noch jeder Feldapotheke einen Laboranten damit notwendige Medikamente bei Bedarf auch selbst werden konnten. Über 100 Rezepturen hat der für die Apotheken ausgearbeitet und den Laboranten ihre Arbeit eine wesentliche Hilfe geschaffen. In weiteren Brief an König Friedrich II. konnte auch Cothenius feststellen:

"daß über 220000 Kranke und Verwundete aus dem Lazareth gegangen sind."

Nach Friedensschluß rief ihn der König Berlin. Hier galt es die gänzlich in geratene Hofapotheke neu zu gestalten. Auch überwachte die Krankenhäser der Stadt und die Charité . In seiner eigenen Praxis behandelte er die armen Menschen aus dem Volk mit persönlichen Einsatz wie er bisher für die des Hofes und des Adels tat. Dazu Äußerung des Leibarztes Friedrich II. Dr. Moehsen:

"Die beständigen Krankenbesuche waren ihm (Dr. so zur Gewohnheit ja fast zur Leidenschaft daß er sich nicht glücklich fand als er recht vielen Hilfsbedürftigen nützlich sein konnte. und jeder Arme und Notleidende hatten bei täglich freien Zutritt und er stand ihnen auf die letzten Tage seines Lebens mit und Tat zur Seite."

Obwohl schon das 80. Lebensjahr erreicht er noch unermüdlich tätig. Allerdings gingen ihm einige jüngere Ärzte zur Hand da die seiner Augen merklich nachließ. Am 5. Januar mittags 12 Uhr starb Cothenius an Altersschwäche nur wenigen Tagen Krankheit. Auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof Halleschen Tor in Berlin wurde er zur beigesetzt. Sein Grab ist leider heute nicht auffindbar. Das umfangreiche Vermögen Bücher und seine Sammlung erhielten die Akademie in Berlin und Universtität in Halle. Finanzielle Zuwendungen stiftete er a. auch für die Stadtschule seiner Geburtsstadt

Quelle: Anklamer Heimatkalender 1988 Mit freundlicher Genehmigung Autors W. Vetter.




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