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Codex Manesse


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Der Codex Manesse (auch Manessische Liederhandschrift Manessische Handschrift Große Heidelberger Liederhandschrift Pariser Handschrift ) ist die umfangreichste und berühmteste mittelhochdeutscher Liederhandschrift des Mittelalters. Heute wird sie der Universitätsbibliothek Heidelberg aufbewahrt (Signatur: UB Heidelberg Cod. Pal. 848). Sie besteht aus 426 Pergamentblättern im Format 35 5 x 25 Die Germanistik nennt die Sammlung auch kurz

Die sog. "Manessische" Liederhandschrift entstand um in Zürich wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Sammeltätigkeit Zürcher Patrizierfamilie Manesse. Der Kodex gilt als repräsentative Summe des mittelalterlichen liedes und bildet für den "nachklassischen" Minnesang die Haupt- und weithin die einzige Die insgesamt 138 Miniaturen welche die Dichter in idealisierter Form höfischen Aktivitäten darstellen gelten als bedeutendes Dokument gotischer Buchmalerei .

Inhaltsverzeichnis
1 Literaturhinweise
2 Weblinks

Inhalt und Aufbau



Autorbild Konrads von Altstetten

Die in gotischer Buchschrift geschriebene Handschrift die mittelhochdeutsche Lyrik in ihrer gesamten Gattungs- Formenvielfalt (Lieder Leichs Sangsprüche) von den Anfängen Liedkunst ( der Kürenberger um 1150/60) bis zur Zeit der der Handschrift (Hadloub um 1300). Melodienotationen zu den Texten fehlen. Der Codex 140 Dichtersammlungen die jeweils durch ganzseitige Autorbilder mit Wappen und Helmzier vgl. Abb.) eingeleitet werden und geordnet Tönen insgesamt rund 6000 Strophen umfassen. Die der Liedkorpora orientiert sich wie in der Weingartner Handschrift und in der (verlorenen) gemeinsamen Vorlage am Stand oder literarischen Rang der Autoren: An Spitze thront als vornehmster Sänger den staufischen Kaisern Heinrich VI. und Konrad IV. es folgen Fürsten und herren und schließlich meister (unter anderem Walther von der Vogelweide ).

Schon vom Äußeren her stellt sich als Resultat eines komplexen nie abgeschlossenen Sammelvorgangs Weder die Texte noch die 138 Bilder in einem Zuge eingetragen und manches ist worden; innerhalb der Autorenkorpora sind Lücken geblieben ein Sechstel der Seiten ist für Nachträge Unterschieden werden der Grundstock von etwa 110 (Beginn 14. Jahrhundert ) und mehrere Nachtragsschichten die bis zur des Jahrhunderts weitere 30 Autoren hinzufügten. Unverkennbar die Intention die Liedkunst auch die zeitgenössische vollständig zu sammeln jedenfalls soweit sie mit verbunden war oder sich verbinden ließ.

Zur Entstehung der Handschrift

Einblick in die Vorstufen bzw. in Entstehung der Handschrift gibt der Zürcher Dichter Hadloub (Hauskauf: 4. Jan. 1302; Todestag: 16. vermutl. vor 1340). Er gehörte zu dem antiquarische Vorliebe für den staufischen Minnesang und Interesse an literarischer Artistik und Formalisierung geprägten um die Patrizierfamilie Manesse. In seinem ebenfalls in der enthaltenen "Lobpreis der Manessen" ( fol . 372r) besingt der Dichter die auf angelegte Sammlung von Liederbüchern durch Rüdiger Manesse Ä. (volljährig 1252 † 1304) eines der Züricher Ratsmitglieder und seinen Sohn Johannes den der Propstei († 1297). Wenn auch eine Beteiligung Rüdiger Manesses an der Herstellung der "Manessischen Handschrift" nicht explizit bezeugt ist so doch die von Hadloub erwähnten liederbuochen der Manesse die Grundlage des berühmten darstellen. Möglicherweise hat Hadloub selbst maßgeblich an Vorbereitung und Ausführung des Grundstocks mitgewirkt. Hierauf die exponierte Stellung seines Oeuvre in C die durch eine Prunkinitiale und Doppelminiatur markiert

Habent sua fata libelli

Die Bedeutung der Handschrift spiegelt sich ihrem wechselvollen Schicksal: Spätestens im 16. Jahrhundert sie auf Betreiben des Humanisten Melchior Goldast Heidelberg. 1622 war sie vor der Eroberung durch die Truppen der Liga unter Tilly Sicherheit gebracht worden und befand sich seit im Besitz der königlichen Bibliothek in Paris Bibliothèque Nationale). 1888 kehrte die berühmteste deutsche durch Vermittlung des Straßburger Buchhändlers Karl Ignaz unter großer Anteilnahme der Bevölkerung nach Heidelberg wo sie bis heute verwahrt wird. Der kann aus konservatorischen Gründen nur sehr selten Rahmen von Ausstellungen gezeigt werden. Das Faksimile von 1925-27 erschienen in 320 Exemplaren Leipzig wird ständig im Foyer des Obergeschosses UB präsentiert.

Literaturhinweise

  • Codex Manesse Die Miniaturen der Großen Heidelberger hrsg. und erläutert von Ingo F. Walther a.M 1989.
  • Codex Manesse Katalog zur Ausstellung vom 12. bis 4. September 1988 Universitätsbibliothek Heidelberg hrsg. Elmar Mittler [u.a.] Heidelberg 1988.
  • Gisela Kornrumpf Die Heidelberger Liederhandschrift C in: Ruh (Hrsg.) Die deutsche Literatur des Mittelalters 2. Aufl. Bd. 3 (1981) Sp. 584-597.
  • Weitere Literaturhinweise: http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/fachinfo/www/kunst/digi2/cpg848lit.html

Weblinks

Siehe auch: Kleine Heidelberger Liederhandschrift Stuttgarter Liederhandschrift




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