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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 23. November 2014 

Coincidentia oppositorum


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coincidentia oppositorum ( Lateinisch : Zusammenfall der Gegensätze) bezeichnet ein Zusammenfallen Entgegensetzungen. Der Gedanke coincidentia oppositorum findet sich bereits in den Schriften Neuplatonismus und wird u.a. von (Pseudo-) Dionysius Areopagita (5. Jahrhundert vor der Zeitrechnung) und Ekkehart verwendet und fortgeführt.

Das der Welt durchgängig immanente Widersprechende wird im Unendlichen(Gott) aufgelöst das ist ein von Nikolaus von Kues (Nicolaus Cusanus) in seiner Schrift De conciecturis (II 1 2).

Er sucht mit diesem Begriff die der Welt zu begreifen. Die Unterschiede und die im Bereich des Endlichen auftreten gleichen in der Unendlichkeit aus. Gott ist die aller Gegensätze die coincidentia oppositorum . Räumlich und zeitlich erscheint diese Unendlichkeit Gestalt des Universums.

Ausgehend von seiner Zentralkategorie kommt er interessanten dialektischen Überlegungen über das Verhältnis von und Verschiedenheit Notwendigeit und Zufall Möglichkeit und relativer und absoluter Wahrheit u.a.

Gleichzeitig sucht Nikolaus von Kues seine Auffassung von der coincidentia oppositorum durch mathematische Beispiele zu verdeutlichen und wandte sie auf seine Kosmologie an. Diese finden sich vornehmlich in seinem Werk "De ignorantia" ( 1440 ).

Die Lehre von der coincidentia oppositorum bezeichnet den Beginn einer pantheistischen Tradition Pantheismus ); diese wirkt u.a. über Giordano Bruno Jacob Böhme Paracelsus bis zu Johann Georg Hamann Johann Gottfried Herder und F. W. J. Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling weiter.

Bei G. W. F. Hegel wird das dialektische Element der coincidentia oppositorum positiv gewendet und aufgehoben: die Gegensätze nicht erst im Unendlichen ihre Auflösung sondern im Weltgeschehen als einem dialektischen Prozess.



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