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Controlling


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Inhaltsverzeichnis

Begriff

Unter Controlling versteht man die betriebswirtschaftliche Unterstützung bei Planung Steuerung und Kontrolle von Organisationen Prozessen oder Projekten sowie die Bereitstellung der dafür erforderlichen Das Controlling ist in seinem Kern eine Querschnitts- und Koordinationsfunktion mit dem Ziel die in allen betrieblichen (Teil-)Bereichen zu sichern.

Grundsätzlich darf "Controlling" nicht mit "Kontrolle" werden da es im Hinblick auf die Lenkung Steuerung und Regelung von Prozessen" viel zu verstehen ist.

Etymologisch lässt sich der Begriff "Controlling" folgt herleiten: Im mittelalterlichen Latein war "contra (Gegenrolle) die Bezeichnung für eine zweite - Kontrollzwecke vorgenommene - Aufzeichnung über ein- und Gelder. Daraus wurde im Französischen der Begriff "contre rôle" bzw. im der Begriff "counter roll". Die Führung der oblag dem "counterroller" ein Begriff der erstmals erwähnt wurde (vgl. hierzu das Standardwerk von Péter: Controlling. 9. Auflage. München 2003 S.25). der Stellenbezeichnung "Countroller" waren dann später im Jahrhundert am englischen Königshof Aufzeichnungen über Güter- Geldbewegungen zu machen.

Aufgaben des Controllers

Der Controller gestaltet koordiniert und begleitet Management -Prozess der die Phasen Zielfindung Planung Steuerung Kontrolle umfasst. Er trägt damit Mitverantwortung für Zielerreichung. Weiterhin sorgt der Controller für Strategie - Ergebnis- Finanz- und Prozesstransparenz und trägt zu höherer Wirtschaftlichkeit bei.

Stellt man sich das Unternehmen als Schiff vor das wirtschaftlichen Erfolg anpeilt dann sich der Controller als Navigator der den (Manager) dabei unterstützt. Der Navigator stellt betriebswirtschaftliche bereit mit denen er dem Steuermann Informationen welche Richtung einzuschlagen ist um das Erfolgsziel erreichen. Im Gegensatz zum Manager der als Führungskraft die Entscheidungsverantwortung für ihm unterstellten Bereiche behält erfüllt der Controller die Aufgabe des ökonomischen Wegbegleiters und hat die Transparenzverantwortung.

Planungsaufgaben des Controlling

Der Controller ist am Zielbildungsprozess beteiligt. Zusammenarbeit mit der obersten Führungsebene führt er Teilziele der Bereiche zu einem ganzheitlichen und Zielsystem zusammen. Das Zielsystem bildet den Ausgangspunkt die eigentliche Planung in der Maßnahmen und Ressourcen zur festgelegt werden. Der Controller ist für die des Planungssystems und für die Plankoordination verantwortlich die inhaltliche Planung durch die Führungskräfte der erfolgt. Zu den Controllingaufgaben gehört die Erstellung erforderlichen Planungsunterlagen (Formulare) und die zeitliche Koordination Teilpläne (Planungsschritte) in Form eines Planungskalenders der Bereichen vorgegeben wird. Die Teilpläne der Bereiche anschließend durch den Controller aggregiert d.h. auf überprüft und zu einem abgestimmten Gesamtplan zusammengefasst. Abschluss der Planung bildet die Fixierung und der Planwerte in Form von Budgets . Budgets stellen wertmäßige Sollvorgaben für alle dar die zur Erreichung der Planziele im Geschäftsjahr einzuhalten sind.

Informationsaufgaben des Controlling

Der Controller organisiert bereichsübergreifend das Berichtswesen. versteht man die regelmäßige Übermittlung von betriebswirtschaftlichen in strukturierter und komprimierter Form an die Sie bilden die Grundlage für die Überwachung Wirtschaftlichkeit und für die Beurteilung der Geschäftsentwicklung. Rechnungswesen (Finanz- und Betriebsbuchhaltung) wird hierzu zunächst Zahlenwerk über alle abgelaufenen wirtschaftlichen Vorgänge (Ist-Werte) auswertbarer Form bereit gestellt. Das Controlling greift diese Datenbasis zurück verdichtet sie weiter stellt erreichten Ist-Werte den vorgegebenen Sollwerten aus der gegenüber und bereitet sie zu benutzerorientierten Management-Berichten Daneben stellt das Controlling Kennzahlen zur Verfügung zur Fundierung betrieblicher Entscheidungen dienen. So kann Beispiel die Wirtschaftlichkeit von Investitionsvorhaben anhand der "Kapitalwert" (Summe der abgezinsten Einnahmenüberschüsse) beurteilt werden.

Steuerungs- und Kontrollaufgaben des Controlling

Unter Kontrollen versteht man die systematische des Geschäftsverlaufs durch Vergleich von erreichten Ist-Werten geplanten Sollgrößen. Kontrollen setzen ein funktionsfähiges Berichtswesen Sie ergänzen zudem die Planung indem sie Verhalten der Führungskräfte und Mitarbeiter hinsichtlich Einhaltung vorgegebenen Budgets sicherstellen. Die Kontrollaufgaben des Controlling über den reinen Soll-Ist-Vergleich (Umsetzungskontrolle) hinaus. Der analysiert eventuelle Abweichungen ermittelt deren Ursachen und Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf zeigt Handlungsbedarf auf löst beim Management steuernde Aktivitäten zur Zielerreichung Er erstellt außerdem Prognosen (Vorschaurechnungen) über den Geschäftsverlauf damit potentielle Abweichungen bereits im Vorfeld und unerwünschte Entwicklungen vermieden werden können (Vorauskontrolle). leistet er einen wichtigen Beitrag zur Frühaufklärung für eine vorausschauende Steuerung.

Serviceaufgaben des Controlling

Der Controller leistet in erster Linie erforderlichen Service der betriebswirtschaftlichen Informationsversorgung für Planungs- Steuerungs- und Kontrollzwecke. Hierzu auch die Gestaltung und Pflege der EDV -gestützten Controllingsysteme. Zu diesen zählen vor allem Planungs- und Kontrollsystem das Budgetierungssystem das Berichtswesen sowie Verfahren der Investitionsrechnung und der Deckungsbeitragsrechnung. Darüber hinaus steht Controller den Führungskräften als Berater zur Verfügung er einerseits hilft Entscheidungen betriebwirtschaftlich zu fundieren ihre Ergebnisauswirkungen abzuschätzen. Zum anderen unterstützt er Management bei der Identifikation und Ursachenforschung von

Koordinationsaufgaben des Controlling

In der Fachliteratur gibt es verschiedene um das Controlling als eigenständige betriebswirtschaftliche Teildisziplin begründen. Im Zentrum steht dabei der Gedanke Controlling mehr ist als die reine Zusammenfassung bestehender Führungsteilaufgaben wie z.B. Planung Rechnungswesen Berichtswesen Kontrolle ("alter Wein in neuen Schläuchen"). In letzten 20 Jahren hat sich zunehmend der Ansatz durchgesetzt. Die Eigenständigkeit der Controllingfunktion wird in der Koordination der betriebswirtschaftlichen Führungsteilsysteme gesehen. Schwerpunkt liegt zum einen in der generellen und zum anderen in der Koordination des und Kontrollsystems mit dem Informationssystem. Dabei wird einer systembildenden und einer systemkoppelnden Koordinationsaufgabe unterschieden. Koordination bedeutet in diesem Zusammenhang ein funktionsfähiges und Kontrollsystem bzw. Informationssystem bereitzustellen sowie laufende Anpassungs- und Abstimmungsaufgaben innerhalb dieser Teilbereiche vorzunehmen. systemkoppelnder Koordination ist die Abstimmung zwischen den gemeint d.h. insbesondere die Abdeckung des Informationsbedarfs Planungs- und Kontrollprozessen durch das Rechnungswesen und das Berichtswesen. Eine wichtige systemkoppelnde Aufgabe besteht darin ein entscheidungsorientiertes Rechnungswesen aufzubauen das die geplanter Handlungsalternativen adäquat abbildet.

Organisatorische Einordnung des Controlling

Bedingt durch erhöhten Wettbewerbsdruck aufgrund der Globalisierung und wegen der zunehmenden Komplexität des Geschehens ( Internationalisierung Dezentralisierung) gewinnt das Controlling immer größere Daher verfügen vor allem größere Unternehmen i.d.R. eigene Controllingabteilungen. Aufgrund der engen Verbindung des zum Rechnungswesen welches die Datenbasis für Planung und Kontrolle bereit stellt sind die Funktionen Kosten- und Leistungsrechnung " sowie die Finanzbuchhaltung oftmals dem Controllingbereich zugeordnet. Der Controllingbereich kann sowohl als Zentralbereich in einer Stabsabteilung sein als auch in dezentralisierter Form den der Funktionsbereiche (wie z.B. Entwicklung Beschaffung / Logistik Produktion Marketing / Vertrieb und Finanzierung ) der Sparten Werke und Regionalgesellschaften zugeordnet Vor allem in Großunternehmen findet man heute Nebeneinander des Controlling-Zentralbereichs mit diversen dezentralen Controllingabteilungen Die organisatorische Verknüpfung der Controllerstellen erfolgt dabei nach dem "dotted-line-Prinzip" d.h. in einer Trennung fachlichem und disziplinarischen Weisungsrecht. Das dezentrale Controlling dabei entweder fachlich dem Zentralcontrolling und disziplinarisch Bereichsmanagement zugeordnet oder umgekehrt disziplinarisch dem Zentralcontrolling fachlich dem Bereichsmanagement. Beide Varianten sind aufgrund Interessenkonflikte zwischen Controller-Organisation und den Fachbereichen gleichermaßen problemfrei.

Externes Controlling

Insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen vergeben Funktion an darauf spezialisierte Unternehmen oft Beratungsunternehmen entsprechendem Branchenwissen. Im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) gibt es eine Fachgruppe "Unternehmensführung und U+C" in der sich derartige Spezialisten zusammenfinden ihre Erfahrungen austauschen.

Literatur

Horváth Péter: Controlling 9. Auflage München

Küpper Hans-Ulrich: Controlling 3. Auflage Stuttgart

Reichmann Thomas Controlling mit Kennzahlen und 6. Auflage München 2001.

Troßmann Ernst u.a.: Management-Fallstudien im Controlling 2003

  

Weblinks



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