Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Cosimo der Alte (italienisch: Cosimo il Vecchio); seltener auch Pater Patriae (Vater des Vaterlandes); (* 27. September 1389 in Florenz; † 1. August 1464 in Florenz) war der eigentliche Begründer späteren Einflusses seiner Familie der Medici .
Cosimos Vater - Giovanni di Bicci unter dem die Medici-Bank ihren grossen Aufschwung - schickte seinen Sohn Cosimo schon mit Jahren in die verschiedenen Filialen der Bank er sich ein umfangreiches kulturelles und finanzielles aneignen konnte. Auf einer solchen Reise nahm so unter Anderem am Konzil von Konstanz teil. Nachdem Giovanni di Bicci gestorben übernahm Cosimo die Führung über die Familiensippe. Florenz war zu jener Zeit eine Republik die jedoch nur noch auf wackligen stand. Die Familie der degli Albizzi und Medici stritten sich um die Vorherrschaft. 1433 bei der "Wahl" zu neuen Signoria überwiegend der degli Albizzi ausgelost so dass Cosimo inhaftiert dann nach Urbino verbannt wurde nachdem Mordversuch auf ihn misslang. Er widersetzte sich dem Urteil und ging nach Venedig ins Exil wo er die Geschäfte Bank weiterleitete. Unter Anderem durch eine ungerechte und dem Intervenieren des Papstes konnte Cosimo 1434 nach Florenz zurückkehren. Die Anhänger der degli Albizzi nun ihrerseits verbannt - ohne dass es Mordanschlägen oder Todesurteilen kam. Diese Art der war damals ungewöhnlich. Der Vorteil dieser Art seiner Feinde zu entledigen war dass der so zu Geld kam (das Vermögen der wurde eingezogen) und dass es keine Erben damit auch keine neuen Feinde gab. Nun konnte Cosimo die Verfassung von Florenz dahingehend umbauen dass zwar oberflächlich gesehen republikanische Verfassung weiterhin in Kraft war in und Wahrheit aber Cosimo nun indirekt durch Mäzenatentum und seinem Reichtum die Geschicke der leitete.
Mit seiner Frau der Contessina de Bardi hatte Cosimo zwei Söhne Piero (*1416) und Giovanni (*1421; nicht zu verwechseln mit dem Giovanni der später Papst Leo X. wurde). Hinzu kam der uneheliche Sohn (*1430). Giovanni sollte ursprünglich das Erbe übernehmen aber bereits 1449. So kam es dass Piero der stark an der Familienkrankheit Gicht erkrankt war die Führung der Familiensippe auch der Stadt Florenz nach dem Tod des Cosimo übernehmen
Cosimo selbst zeichneten neben den genannten vor allem sein außerordentliches finanzielles Geschick aus die Grundlage für seine Macht bildete. Durch Darlehen konnte er mit Leichtigkeit Freunde an binden und Feinde ruinieren. Beides tat er Er war sich aber auch nicht zu Leuten aus dem einfachen Volk die er begabt genug hielt den Aufstieg in hohe zu ermöglichen. Für Cosimo waren nicht die sondern Fähigkeit und Loyalität ausschlaggebend. Der Pragmatiker lebte zudem in Anbetracht seines großen aber für florentiner Verhältnisse nicht außergewöhnlich großen Reichtums bescheiden und nicht ausschweifend. Dennoch blieb auch nicht vom Familienleiden der Medici der Gicht und starb 1464 . In seinen Grabstein wurde auf Beschluss Stadt Florenz die Inschrift "Pater Patriae" ( Vater des Vaterlandes ) eingemeißelt.
Das politische Handeln Cosimos war allgemein von seinem Patriotismus mit dem er den und die Sicherheit der Republik Florenz zu mehren gedachte und seiner Zurückhaltung Macht offen zu zeigen. Er richtete sein nicht vorrangig auf die territoriale Größe der Republik Florenz sondern sorgte erfolgreich für die Sicherheit der Staat brauchte um seine wirtschaftliche Macht kulturelle Stellung weiter auszubauen.
Obwohl Cosimo eindeutig der Herrscher über war ließ er den Florentinern ihre Republik und übte seine Macht unauffällig aber aus. Bezeichnend ist das Cosimo selbst insgesamt drei Mal das Amt des Gonfaloniere ( 1435 1439 1445 ) bekleidete. Auch wenn er sich immer seine Popularität beim Volk stützen konnte hatte Cosimo heikle Situationen zu überstehen. Da die gegen die Mailändern eine tiefe Abneigung hegten umgekehrt) war Cosimos Mailand-Politik (s. unten) sehr Wegen seiner Unterstützung für den Mailänder Francesco und dem gewaltsamen Tod eines Gegners Cosimos 1441 in den er gerüchtehalber verwickelt sein regte sich vermehrt Widerstand gegen seine Politik. Gefahr begegnete er indem er 1444 durch einen offenen Verfassungsbruch eine ihm Volksversammlung (Balia) zusammenstellen und sich 1445 zum dritten Mal zum Gonfaloniere (Chef Stadtrates) wählen ließ. Dadurch konnte er seinen Sforza in Mailand an die Macht zu bringen weiter Dass Cosimo dafür ganz offen einen Verfassungsbruch (was für ihn absolut nicht typisch war) wie wichtig ihm das Bündnis mit Mailand Der Widerstand gegen sein Bündnis mit Mailand dennoch immer stärker.
Vorrangiges Ziel seiner Außenpolitik war eine und Sicherung von Florenz durch ein Bündnis dem Konkurrenten Mailand . Da er aber wusste dass ein mit dem Herrscherhaus der Visconti auf keinen möglich war plante er den Sturz von Maria Visconti ins Auge. Er wollte die durch Francesco Sforza einen mächtigen Söldnerführer ersetzen dem ihn eine aufrichtige Freundschaft verband. Diesen verfolgte Cosimo seit 1435 äußerst ausdauernd wenn auch im Ergebnis 1447 starb der Filippo endlich ohne einen Erben zu hinterlassen und Sforza ging von unterstützt 1450 als Sieger aus den Kämpfen um Thron hervor. Damit hatte Cosimo eine tiefgreifende der politischen Landkarte Italiens herbeigeführt. Die Koalition mit Venedig war ein Bündnis mit dem ehemaligen Erzfeind Mailand worden. Jetzt standen sich die zwei Parteien Mailand-Florenz (unterstützt von Frankreich und den Papst) Venedig-Neapel gegenüber. In dieser Konstellation konnte sich relativ sicher fühlen und seine wirtschaftliche Macht kulturelle Vormachtstellung weiter ausbauen.
Cosimo war zwar kein Intellektueller aber an kulturellen Dingen interessiert. Dieses Interesse schlug in seinem umfangreichen Mäzenatentum nieder mit dem namhafte Künstler und Gelehrte nach Florenz zog so zu dem geistigen und künstlerischen Glanz Stadt beitrug. So föderte er z. B. Michelozzo Filippo Lippi und Donatello .
1436 stiftete er das Kloster San Marco Fra Angelico mit meisterhaften Fresken schmückte. Michelozzo erweiterte den Bau. Zum Kloster und der Kirche Cosimo auch eine Bibliothek.
1444 rief Cosimo mit der Biblioteca Medicea die erste für jeden zugängliche Bibliothek der ins Leben. Michelozzo gab er den Auftrag Palazzo Medici zu bauen.
1459 gründete er die Accademia Platonica in er den Humanismus förderte. siehe auch: Akademie (Platon) Benozzo Gozzoli malte die Fresken in Kapelle des Palzzo Medici.