Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 17. Juli 2019 

Couleur


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Couleur (franz. "Farbe") ist die Bezeichnung für Gesamtheit aller Kleidungs - und Schmuckstücke sowie aller Accessoires und Gebrauchsgegenstände auf oder mit denen Mitglieder farbentragender Studentenverbindungen ihre Farben zeigen. Ein Teil dieser Kleidungsstücke und dient dazu die Mitgliedschaft in der Verbindung den entsprechenden Farben zum Ausdruck zu bringen. Farbe zu bekennen.

Wichtigste Bestandteile des Couleurs eines Verbindungsstudenten das um die Brust getragene Band und die Mütze die als "Mitgliedsabzeichen" einer Verbindung die Bedeutung haben. Des Weiteren tragen die meisten einen Zipfelbund an dem mindestens ein sogenannter Zipfel oder Zipf hängt.

Inhaltsverzeichnis

Die Farben

Angeregt durch die Trikolore der französischen Revolution begannen die Studentenverbindungen gegen Ende des 18. Jahrhunderts und zu Beginn des 19. Jahrhunderts sich eine Kombination aus meist drei als Erkennungszeichen zuzulegen oder bei Gründung zu

Farbfestlegung

Bei den frühen landsmannschaftlich orientierten Verbindungen Corps ) hatten die Farben ihren Ursprung meist den Landesfarben in den Zivil- oder Militäruniformen Herkunftslandes ihrer Mitglieder.

Die Burschenschaften wählten ab 1815 die als "altdeutsch" angesehenen Farben schwarz-rot-gold die sich aus dem Reichs wappen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ableiteten (im goldenen Schild ein rotbewehrter Adler). Eine andere Herkunftsgeschichte der deutschen Farben diese aus den Farben der Uniform (schwarzer rote Aufschläge und goldfarben Bronzeknöpfe) des Lützowschen Freikorps ab. Diese Farben wurden später zu Farben der deutschen Nationalflagge erwählt.

Bei den später entstandenen Verbindungen war Farbwahl oft relativ willkürlich orientierte sich aber an den Farben der Universitätsstadt oder an

Farbgestaltung

Aufgrund des Vorbilds der Trikolore waren meistens drei Farben die gewählt wurden es aber auch sehr alte Corps mit zwei Farben. Vier und fünf sind auch üblich aber meistens aus Zusammenschlüssen Verbindungen entstanden die sich auf eine Farbfolge mussten. Wenn aus zwei Landesfarben ein dreifarbiges entwickelt werden sollte wiederholte man häufig eine manchmal mit Nuancierung. So wurde aus dem schwarz-weiß meistens ein schwarz-weiß-schwarz für Borussia und dem bayerischen weiß-blau oft ein dunkelblau-weiß-hellblau (in Kombinationen) für Bavaria.

In der Regel haben alle Farbstreifen gleiche Breite es kommt aber auch vor hier vor allem bei Zusammenschlüssen von Verbindungen) zwei Hauptfarben von zwei schmaleren Streifen in dritten Farbe umgeben sind. Man spricht dann " Farbe1 - Farbe2 auf farbe3 em Grund".

Wie auch bei Nationalflaggen haben die eine relevante Reihenfolge sie können also nicht kombiniert werden. Genannt werden sie dabei von nach unten. Ausnahmen sind die Universitätsstädte Jena und Halle deren Verbindungen ihre Farben grundsätzlich von nach oben lesen. Es gibt auch noch Corps in Deutschland zum Beispiel in Heidelberg und Freiburg die ihre Farben ebenfalls von unten oben lesen.

Die Farben stammen im wesentlichen aus Repertoire der Heraldik am verbreitetsten sind schwarz rot grün aber auch weiß und gelb gold und silber.

Im Gegensatz zur Heraldik sind weiß silber aber auch gelb und gold jeweils Farben (beziehungsweise Metalle). Dabei fällt auf dass deutlich häufiger ist als gelb während weiß zum Einsatz kommt als silber. Verwendung finden die selteneren Farben violett orange und (ganz grau.

Ein weiterer Unterschied zur Heraldik besteht den Nuancierungen. Dunkelblau ist etwas anders als hellrot anders als rot. Auch Pastellfarben werden vermieden wie hellblau rosa oder lindgrün. Unterschiedliche derselben Farbe können auch unmittelbar aufeinander folgen ist zum Beispiel auch die Kombination "dunkelblau-hellblau-weiß" Bei den Nuancierungen wird meist großes Gewicht Mustertreue gelegt das heißt dass die überlieferte akribisch genau eingehalten wird besonders bei der der Bänder. Diese angestrebte Genauigkeit führt vielfach blumigen Farbbezeichnungen wie "alpenrosenrot" "moosgrün" oder "ätherblau".

Farbanwendung

Die Farben fanden anfangs in der der Studenten (Mützen Oberbekleidung) ihren Niederschlag wurden Fahnen und in den Wappen der Verbindungen wiedergegeben. Auch als es den 1820er Jahren in Mode kam Taschenuhren seidenen Bändern um Schulter und Brust zu wurden diese Bänder in den Farben gestaltet. diesen Uhrenbändern haben sich dann die Bänder Studentenverbindungen (jetzt ohne Uhr) entwickelt die als Mitgliedsabzeichen von (zumindest den farbentragenden) Verbindungen schlechthin

Das Band

Wichtigstes Couleurelement ist für die meisten das Band das wohl im Laufe der Jahre aus einem Uhrenband entstanden ist und seitdem zu dem wichtigsten "Mitgliedsabzeichen" bei farbentragenden entwickelt hat.

Es handelt sich dabei um ein 27 Millimeter breites Band (das sogenannte Bierband) Seidengewebe das über die rechte Schulter gelegt unter der linken Achsel ungefähr in Höhe Bauchnabels von einem Metallknopf zusammengehalten wird. Das wird unter dem Jacket aber über Hemd und Weste getragen. Bei Frack oder Smoking ein schmaleres Band (ca. 14 Millimeter) das Weinband quer über die Brust getragen. Es vereinzelt auch (teilweise sehr alte) Verbindungen deren bis zu 36 Millimetern Breite aufweist. Baltische haben traditionell dünnere Bänder mit Breiten zwischen und 20 Millimetern.

An den Rändern ist das Band mit silbernen oder goldenen Metallfäden vernäht der Perkussion . Das Metall der Perkussion wird heute zur genaueren Unterscheidung zu den Couleurfarben dazugerechnet. spricht von "Farbe1-Farbe2-Farbe3 mit silberner (oder goldener)

Das Metall der Perkussion dient auch Richtschnur für die (goldene oder silberne) Gestaltung anderen Metallelemente des Couleurs einer Verbindung wie Beispiel Metallstickereien auf Band und Tönnchen oder von Zipfeln.

Für die Füchse (andere Schreibweise "Füxe") die Neumitglieder einer die noch nicht alle Rechte und Pflichten Vollmitgliedes haben wurden im Laufe der Zeit mit spezieller Farbgestaltung entwickelt. Fuchsenbänder unterscheiden sich den Bändern für Burschen (oder Corpsburschen) den Sie sind in der Regel um eine reduziert haben also oft nur zwei Farbstreifen wiederholen eine der beiden Farben (zum Beispiel dem Muster "Farbe1-Farbe2-Farbe1"). Verbindungen mit zweifarbigem Band noch vielfältigere Möglichkeiten. Sie setzen eine dritte hinzu verdoppeln eine der beiden Farben oder eine Farbe durch weiß etc.

Es gibt auch Verbindungen ohne Fuchsenband. tragen die Füchse der Corps in Göttingen und Heidelberg und die Füchse aller baltischen Verbindungen gar kein Band. Aber auch viele ältere Burschenschaften vor allem diejenigen die schwarz-rot-gold tragen kein spezielles Fuchsenband. (Von der Farbkombination schwarz-rot-gold den deutschen Farben kann man keine Farbe

Der Fuchsmajor ein Vollmitglied das für die Betreuung Ausbildung der Füchse zuständig ist trägt bei Verbänden das Fuchsenband über Kreuz mit seinem

Bei besonderen Ereignissen oder als Erkennungszeichen besonderen Ehrung (zum Beispiel Ernennung zum Ehrenmitglied) bei manchen Verbindungen Bänder in der Perkussionsfarbe - meistens mit dem Wappenspruch der Verbindung.

Das Band wird an der linken von einem metallenen Bandknopf zusammengehalten. Bandknöpfe sind aus Metall (in Perkussionsfarbe) gefertigt mit einem eingravierten Zirkel oder zeigen auf der Vorderseite ein mit den Couleurfarben. In der Regel erhält Student seinen Bandknopf nach Ende seiner Fuchsenzeit seinem Leibburschen geschenkt. Auf der Rückseite ist entsprechende Widmung eingraviert.

  
Bei den Kösener Corps gibt es Einrichtung des "IdC" (Inhaber der Corpsschleife). Die ist ein Stück des Corpsburschenbandes das zu Schleife gebunden am Revers des Jackets getragen Die Corpsschleife wird Corpsbrüdern verliehen die aus oder zwingenden Gründen nicht alle Verpflichtungen erfüllen die das Corps von einem Bandträger verlangt.

Die Kopfbedeckung

In der Regel wird die Mütze zweitwichtigstes Element des Couleurs einer Studentenverbindung angesehen. Kombination Band und Mütze wird oftmals auch "Vollcouleur" bezeichnet.

Mützenform

Die Grundstruktur der Mützen ist im bei allen Verbindungen gleich. Sie bestehen aus Kopfteil an dessen unterem Rand ein Farbstreifen ist. Dazu kommt ein Schirm aus schwarzem

Die Form vor allem des Kopfteils jedoch sehr stark variieren. Es gibt sehr Mützen bei denen der obere Rand des einen deutlich größeren Durchmesser hat als der (Tellermütze). Bei manchen besonders großen Variationen kann Kopfteil sogar in Form eines Baretts zu Seite herunterhängen. Auf der anderen Seite gibt sehr kleine Mützen die mehr auf dem aufliegen als um ihn herum führen. Sie meist auf der hinteren Kopfseite getragen (Hinterhauptcouleur). für die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts ist eine Mützenform die sich durch kleinen Kopfteil und einen besonders langen nach ragenden Schirm auszeichnet. Man spricht hier auch der Biedermeiermütze. (Eine beliebte Mützenform es gibt mal wieder Versuche sie wiederzubeleben.) Die Mützenformen in der Regel für eine Verbindung spezifisch also nicht individuell gewählt werden.

Bei baltischen Verbindungen heißt die Mütze und ist in der Regel mit dem Baltenstern bestickt.

Mützenfarbe

Der Kopfteil der Mütze ist grundsätzlich in der "Hauptfarbe" des Bandes. Das ist die erste Farbe in der Aufzählung aber immer. In ganz seltenen Fällen kann die auch in einer Farbe gehalten sein die nicht im Band vorkommt.

Der Farbstreifen der am unteren Rand Mütze umläuft ist meistens analog zum Band auch inklusive Perkussion) gestaltet. Wenn die Mütze erste (obere) Farbe des Bandes aufweist kann sein dass der Farbstreifen nur die beiden Farben zeigt. Eine Spezialität ist der so "Göttinger Streifen" der auch außerhalb Göttingens vorkommt. Dabei ist die Mütze in Farbe1 gehalten der umlaufende Farbstreifen zeigt Farbe3 von zwei schmalen Rändern in Farbe2.

Bei vielen Verbindungen tragen die Füchse farblich anders gestaltete Mütze. So kann der Farbstreifen die Farben des Fuchsenbandes zeigen. Oder Fuchsenmütze weist besondere Merkmale zum Beispiel eine Litze auf. Bei baltischen Verbindungen tragen die einen schwarzen "Deckel" ohne jegliche Farben.

Stürmer

Manche Verbindungen haben als offizielle Kopfbedeckung so genannten Stürmer . Diese Mützenform sieht ein wenig aus eine Mütze mit einem zylinderartigen Aufsatz der vorn umgeklappt ist und erinnert an die der Mannschaften und Unteroffiziere im amerikanischen Sezessionskrieg. dass der Kopfteil ausgeprägter ist. Stürmer haben einen schwarzen Schirm über dem Schirm verläuft Riemen einen umlaufenden Farbstreifen gibt es nicht. meisten Stürmer sind weiß es gibt aber andere Farben. Manche Verbindungen tragen ihre Stürmer nur im Sommersemester im Winter tragen sie reguläre Mütze. Die Herkunft dieser Kopfbedeckung ist unklar Studentenhistoriker vermuten dass sie in den Jahren in Bonn entstanden ist.

Tönnchen

Eine Kopfbedeckung für mehr inoffizielle Anlässe das so genannte "Tönnchen" (eigentlich "Biertonne"). Dabei es sich um eine kleine kreisförmige flache ohne Schirm die in der Regel am getragen wird.

Das Tönnchen ist bei allen Verbindungen der Form her praktisch gleich. Die Mitte in der Mützenfarbe gestaltet und mit dem Zirkel der Verbindung in der Farbe der (gold oder silber) bestickt. Außen laufen die des Bandes als vergleichsweise breiter Streifen um oben und unten mit einer Litze in Vereinzelt gibt es auch Tönnchen mit Pelzbesatz .

In der Version als "Prunktönnchen" (auch genannt) die bei vielen Verbindungen aus den Gründen getragen wird ist das ganze Tönnchen umfangreichen Metallstickereien versehen - bei Corps zum in der Form von Weinlaub Burschenschaften tragen Eichenlaub .

Zipfel und Zipfelbund

Der Zipfel (in einigen Regionen auch genannt) ist ein Schmuckanhänger aus zwei unterschiedlich Stücken in Metall gefassten Couleurbands und einem Schieber mit Wappen Zirkel und Widmung. An der oberen Metallfassung sich ein Kettchen mit einem Karabinerhaken mit der Zipfel am Zipfelhalter befestigt wird. Der wiederum wird mit einem Clip am Hosenbund an der Westentasache getragen.

Zipfel werden zu verschiedenen Anlässen getauscht heißt gegenseitig geschenkt:

  • Zwischen Leibbursch und Leibfux wird der sogenannte getauscht. Der Leibbursch gibt dem Leibfux einen Zipfel mit eingefaßten Bierband (normalerweise 27 Millimeter der Leibfux seinem Leibbursch einen kleinen Zipfel eingefaßtem Weinband (normalerweise 14 Millimeter breit). Auf Schieber der beiden Zipfel steht dann als ein Spruch der die beiden das Leibverhältnis Bundesbrüder besonders verbindet. Oft steht auf diesen das Motto der Leibfamilie. (Die Leibfamilie ist mehrere Generationen umspannende Stammbaum von Leibverhältnissen.)
  • Nach Mensuren zwischen den Gegenpaukanten.
  • Oder am häufigsten bei besonderen Freundschaften zwischen
Der Zipfel ist Anfang des 19. Jahrhunderts zunächst als Anhänger zum Hervorholen der aufgekommen. Bei vielen Verbindungen ist der Zipfelbund Teil des Vollcouleurs. Bei nichtfarbentragenden Verbindungen also die nicht Band und Mütze tragen ist Zipfelbund oft das einzige Erkennungsmerkmal.

Die Kneipjacke / Pekesche

Bei offiziellen Veranstaltungen (nicht bei Damenveranstaltungen) die aktiven Mitglieder der meisten farbentragenden Verbindungen genannte Kneipjacken oder Pekeschen. Dabei handelt es um eine vorne mit Kordeln verschnürte Jacke Filzstoff die in der Regel in der gehalten ist. Weitere Kordeln Paspeln oder Litzen Couleurfarben finden sich am Kragen an den und am Rücken. Gelegentlich gibt es auch Chargierte zur Unterscheidung Kneipjacken in einer anderen

Das Band (oder die Bänder) wird der Kneipjacke getragen da die Kneipjacke bis Hals geschlossen ist und das Band sonst zu sehen wäre.

Historisch ist die Kneipjacke um die des 19. Jahrhunderts aus einer Tracht polnischer Freiheitskämpfer entstanden. bekiesza bezeichnet einen mit Schnüren verschlossenen und Pelz besetzten Überrock der von polnischen Freiheitskämpfern vor russischer Verfolgung geflohen waren um 1830 nach Preußen eingeführt worden ist. Verschiedene studentische Kleidungsstücke Zeit zeugen von einer Solidarität der deutschen Jugend mit osteuropäischen Freiheitsbewegungen. Bis heute erhalten sich die Kneipjacke.

Bei Verbindungen mit besonderer fachlicher Ausrichtung die Kneipjacke auch durch andere Traditionsbekleidung ersetzt So tragen forstlich und jagdlich ausgerichtete Verbindungen eine Art Försterjacke in Grün Verbindungen an Bergakademien gern den schwarzen Bergkittel der selbst Abendgarderobe zugelassen ist.

Der volle Wichs

Der Vollwichs gilt als "Galauniform" des Er wird von den Chargierten (nicht mehr farbentragender Verbindungen) nur bei hochoffiziellen Anlässen getragen. der vollständigen Ausführung hat er folgende Bestandteile:

  • Das "Cerevis" eine Kopfbedeckung ähnlich dem nur in einer mit Karton versteiften Ausführung Säulenform ca. 3-4 Zentimeter hoch rund 15 im Durchmesser. Es wird asymmetrisch an der Kopfseite getragen und mit einem Gummiband am befestigt. Manche Burschenschaften tragen statt des Cerevises großes Barrett mit Federschmuck.
  • Die Kneipjacke mit Couleurband.
  • Eine breite Seidenschärpe in den Farben Bandes.
  • Weiße Stulpenhandschuhe.
  • Eine weiße Hose (früher Reithose).
  • Hochschäftige schwarze Ledergamaschen zu schwarzen Schuhen Reitstiefel mit Sporen).
  • Ein Paradeschläger ( Korbschläger oder Glockenschläger je nach Universitätsort) in metallener Scheide schwarzen Ledergehänge (auch bei nichtschlagenden Verbindungen Bestandteil Vollwichses).
  • Einer der Chargierten trägt die seidene der Verbindung.

Vollwichs wird zum Teil sogar von nicht farbentragenden Verbindungen zu Repräsentationszwecken angelegt.

Anlässe zum Tragen des Vollwichses sind Kommerse (zum Beispiel zu großen Stiftungsfesten oder aber auch Totenehrungen und Beerdigungen. Im 19. Jahrhundert war es teilweise üblich dass die im Vollwichs zu Pferde auftraten.

Gebrauchsgegenstände

Besonders beliebte Gebrauchsgegenstände mit Couleur sind und Weingläser sowie die im 19. Jahrhundert weit verbreiteten langen Tabakspfeifen mit bemalten Porzellan -Pfeifenköpfen und bunten Quasten in Couleurfarben.

Aber nicht nur Utensilien zum Konsum Alkohol und Tabak wurden verziert. Zeitweise wurden mit Couleurmotiven aufwändig bemalte Mokkatassen (mit Untertassen) angefertigt. Praktisch alles was geschirrähnlicher Gegenstand (sogar Blumenvasen) auf dem Tisch fand und zu bemalen war konnte als für Couleurelemente genutzt werden.

Kleidungsaccessoires die nicht zum klassischen Couleurbestand wurden ebenfalls genutzt. So zum Beispiel gravierte mit Email eingelegte Manschettenknöpfe oder Ringe teilweise mit Edelsteinen in Couleurfarben besetzt soweit vom Material den Farben möglich.

Gemäß einer alten Tradition werden Couleurgegenstände zum eigenen Gebrauch gekauft (oder als Sonderanfertigung vielmehr ist es üblich sie mit einer zu versehen und zu verschenken ("dedizieren"). Durchaus ist es auch Gegenstände vereinbarungsgemäß zu "tauschen" heißt sich gegenseitig zu dedizieren.

Nicht verschenkt sondern verschickt werden Couleurkarten . Das sind Postkarten die üblicherweise zur von Grüßen von einer Veranstaltung verwendet werden. diesem Zweck sind sie mit Couleurelementen (Farben Zirkel etc.) der betreffenden Verbindung versehen.

Siehe auch: Liste verbindungsstudentischer Begriffe

Weblinks



Bücher zum Thema Couleur

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Couleur.html">Couleur </a>