Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Frankreich ist in 100 Départements unterteilt die 26 Regionen zugeordnet sind. 96 der 100 Départements in Europa die restlichen 4 sind Übersee-Départements ( Martinique Guadeloupe Réunion Guyane ) die zugleich 4 Regionen bilden.
Die meisten Départements haben eine Fläche 4.000 und 8.000 km˛ und eine Bevölkerung 250.000 und einer Million Einwohnern. Das flächenmäßig ist Gironde (10.000 km˛) das kleinste Paris km˛ - ohne Vororte die zu anderen gehören); das bevölkerungsreichste ist Nord (2.550.000) das Lozčre (74.000).
Alle Départements sind durchnummeriert wobei die gleichzeitig die letzten beiden Stellen der Kraftfahrzeugkennzeichen sowie die ersten beiden Stellen der Postleitzahl bildet.
Der oberste Verwaltungsbeamte eines Départements ist von der Regierung ernannte Präfekt (frz. Préfet ) der die Präfektur (frz. préfecture ) leitet.
Das oberste gewählte Gremium eines Départements der Generalrat (frz. conseil général ). Durch die Dezentralisierungsgesetze von 1982 wurde die Stellung des Generalrates gegenüber Präfekten gestärkt.
Die Départements sind zu administrativen Zwecken Arrondissements (insgesamt 342) und in Kantone (frz. canton ) ( 2004 : 4039) gegliedert. Die Arrondissments dienen der der Départementsverwaltung. In den Hauptorten von Arrondissements nicht zugleich Hauptort des Départements sind hat Unterpräfektur (frz. sous-préfecture ) ihren Sitz die von einem Unterpräfekten sous-préfet ) geleitet wird. Die Kantone dienen in Linie als Wahlbezirke für die Wahl der des Generalrates (die sogenannten Kantonalwahlen ). Selbstverwaltungseinheiten wie die Regionen Départements und Gemeinden sind Arrondissements und Kantone nicht.
Die 36 679 (Stand: 2002 ) Gemeinden ( communes ) in die die Départements untergliedert sind die unterste Ebene der Selbstverwaltung.
Eine Sonderstellung hat die Stadt Paris die gleichzeitig Département und Gemeinde ist. übt der Stadtrat auch die Funktion des aus.
Die Départements wurden ebenso wie die Gemeinden 1789 / 1790 im Laufe der Französischen Revolution eingeführt. Durch ein Gesetz vom 22. Dezember 1789 traten sie an die Stelle der Provinzen die sich in Rechtsstatus und Größe voneinander unterschieden hatten. Am 26. Februar 1790 wurde Frankreich in 83 ungefähr gleich Départements aufgeteilt. Als Größe wurde dabei festgelegt die Grenze von der Hauptstadt des Départements weiter als einen Tagesritt zu Pferd entfernt sein dürfe. Diese Neugliederung Frankreichs Départements trat am 4. März 1790 in Kraft.
Jedes Département erhielt damals eine Versammlung assemblée ) aus 36 gewählten Mitgliedern die ihrerseits Präsidenten und ein ständiges Exekutivdirektorium ( directoire exécutif permanent ) wählten. Die Départements wurden ihrerseits in bis zu 9 Distrikte und die Distrikte jeweils bis zu 9 Kantone gegliedert.
Im Jahre 1795 wurde die innere Organisation der Départements geordnet. Die Distrikte wurden abgeschafft und die wurde zu Lasten der Gemeinden auf der der Hauptorte der Kantone konzentriert.
Durch Gesetz vom 17. Februar 1800 (bzw. 28. Pluviôse des Jahres VIII) die innere Struktur der Départements erneut geändert. Départements wurden in Arrondissements und Kantone aufgeteilt deren Anzahl geringer als diejenige Distrikte bzw. Kantone von 1790 war. Es die Präfekturen und Unterpräfekturen sowie die Generalräte geschaffen. Der von der Regierung ernannte (frz. Préfet ) wurde der oberste Verwaltungsbeamte eines Départements sehr weitgehenden Befugnissen. Diese Struktur blieben auch der Restauration der Bourbonen 1814 / 1815 bestehen.
Durch Gesetz vom 10. August 1871 wurde die Wahl der Generalräte nach allgemeinem Wahlrecht mit den Kantone als Wahlkreisen eingeführt. Danach blieb die Organisation der Départements mehr als 100 Jahre unverändert.
Durch das Dezentralisierungsgesetz von 1982 wurden die Kompetenzen der Départements erweitert. Dezentralisierung übertrug zahlreiche Kompetenzen u.a. auf den der Städteplanung und Raumordnung des Wohnungsbaus der und Umweltpolitik und des Sozial- und Gesundheitswesens die gewählten Körperschaften der Gemeinden ( conseil municipal - Gemeinderat) Départements ( conseil général - Generalrat ) und Regionen ( conseil régional - Regionalrat). Der Präfekt (vorübergehend Commissaire de la République genannt) musste große Teile seiner Befugnisse den Präsidenten des Generalrats abgeben dem durch vom 2. März 1985 die Leitung der Exekutive des Départements wurde.
Die Mehrzahl der 1790 geschaffenen Départements bestehen in unveränderter Form heute. Eine Reihe von Départements sind jedoch Laufe der vergangenen 200 Jahre aufgeteilt neugeschaffen umbenannt worden:
1792 : Aus dem von Frankreich annektierten Savoyen wird das Département Mont-Blanc (Hauptort: Chambéry) gebildet
1793 : Umbenennung des Départements Gironde in Bec-d'Ambčs (aus Anlass der Verhaftung der Girondisten ).
1793 : Teilung des Départements Corse ( Korsika ) (Hauptort: Bastia ) zwei Départements Golo (Hauptort: Bastia ) und Liamone (Hauptort: Ajaccio ).
1793 : Teilung des Départements Rhône-et-Loire in die Départements Rhône und Loire .
1793 : Nach der Annexion der Grafschaft Venaissin päpstliche Enklave ) des Fürstentums Orange und von Avignon wird das Département Vaucluse geschaffen.
1793 : Nach der Annexion von Nizza wird das Département Alpes-Maritimes (Hauptort: Nizza ) geschaffen.
1795 : Das Département Bec-d'Ambčs erhält wieder den Namen Gironde .
1798 : Nach der Annexion von Genf wird aus der Stadt dem nördlichen des Départements Mont-Blanc und einem Teil des Départements Ain das Département Léman (Hauptort: Genf ) gebildet.
1811 : Die Départements Golo und Liamone werden wieder zum Départements Corse ( Korsika ) vereinigt (Hauptort jetzt: Ajaccio ).
1814 : Da Genf wieder zur Schweiz kommt wird das Département Léman aufgelöst und die Départements Ain und Mont-Blanc erhalten wieder die Grenzen von vor
1815 : Da Savoyen und Nizza wieder zum Königreich Sardinien kommen werden die Départements Mont-Blanc und Alpes-Maritimes aufgelöst.
1860 : Nach der Abtretung von Savoyen und der Grafschaft Nizza durch das Königreich Sardinien werden die Départements Savoie Haute-Savoie und Alpes-Maritimes neu geschaffen; zum Département kommt neben der vormaligen Grafschaft Nizza auch Arrondissement Grasse das bis dahin zum Département Var gehörte.
1919 : Bei der Wiedereingliederung von Elsass-Lothringen werden Départements Bas-Rhin Haut-Rhin (ohne das Territoire-de-Belfort ) und Moselle (einschließlich des zwischenzeitlich zum Deutschen Reich Teiles des vormaligen Départements Meurthe ) neu gebildet.
1968 (aufgrund eines Gesetzes von 1964 ): Neugliederung der Départements der Île-de-France . Das Département Seine wird in vier neue Départements aufgeteilt: Paris (nur aus der Stadt Paris bestehend) Hauts-de-Seine Seine-Saint-Denis und Val-de-Marne . Die drei letztgenannten Départements umfassen auch Gemeinden die vorher zum Département Seine-et-Oise gehörten. Das Département Seine-et-Oise wird in drei neue Départements aufgeteilt: Yvelines Essonne und Val-d'Oise .
Ab 1792 zur Zeit der Revolutionskriege der Ära Napoleons I. wurden weite Gebiete West- und Mitteleuropas Frankreich annektiert und nach und nach in die integriert. Dies betraf die heutigen Benelux -Staaten Teile Deutschlands (das gesamte linke Rheinufer ab 1811 die Mündungsgebiete von Weser und Elbe ) der Schweiz und Italiens . Auf dem Höhepunkt der französischen Eroberungen gab es 130 Departements und Städte wie Brüssel Amsterdam Hamburg Aachen Genf Turin oder Rom waren Teil des französischen Kaiserreichs. Alle Gebiete gingen 1814 mit dem Sturz Napoleons verloren.
Die folgende Tabelle zeigt die angegliederten mit Jahr der Annexion und heutiger Staatszugehörigkeit.
Vorübergehend dem französischen Staat angegliederte Gebiete
1848 wurde das von Frankreich annektierte Algerien drei Départements gegeliedert: Alger ( Algier ) Constantine (Constantine) und Oran ( Oran ). Zwischen 1955 und 1962 wurden die in Algerien gelegenen Départements neu gegliedert so dass es am Ende von ihnen gab. 1962 wurde Algerien unabhängig bewahrte jedoch bis 1978 die unter französischer Herrschaft geschaffene Verwaltungsgliederung.