Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Eine kleine Kulturgeschichte des Karneval:
Die "närrischen Tage" haben ihren Höhepunkt man am Rhein den Karneval in München den Fasching und in vielen ländlichen Gegenden so Oberschwaben und am Oberrhein die Fastnacht feiert. Kaum jemand kann sich dem Treiben" ganz entziehen. Schon seit 5000 Jahren es diese Narrerei.
Begonnen hat der Karneval im Zweistromland im Land mit den ersten urbanen Kulturen . Ein altbabylonische Inschrift aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. gibt Kunde davon dass unter dem Gudea ein siebentägiges Fest gefeiert wurde und nach Neujahr als symbolische Hochzeit eines Gottes . Die Inschrift besagt: "Kein Getreide wird an diesen Tagen gemahlen. Die ist der Herrin gleichgestellt und der Sklave an seines Herrn Seite. Die Mächtige und der Niedere sind gleichgeachtet." Hier zum ersten Mal das Gleichheitsprinzip bei ausgelassenen Festen praktiziert und es bis heute ein charakteristisches Merkmal des Karnevals.
In den ganzen mittelmeerischen Kulturen lassen ähnliche Feste die meist mit dem Erwachen Natur im Frühling in Zusammenhang stehen nachweisen: In Ägypten feierte man das ausgelassene Fest zu der Göttin Isis die Griechen veranstalten es für ihren Gott Dionysos und die Römer weihten es ihrem Gott Saturn und nannten die Festtage die Saturnalien . satuer
In Rom feierten die Sklaven mit ihrem Herrn saß myrtenbekränzt bei Tische trank und aß Herzenslust konnte jedes freie Wort wagen und sich mit kleinen Rosen . Aus den Rosen wurde in unseren das Konfetti .
Die Römer veranstalteten farbenprächtige Umzüge bei ein geschmückter Schiffswagen der "carrus navalis" mitgeführt Daraus bildete sich die Bezeichnung Karneval und aus dem italienischen "carne vale" "Fleisch lebe wohl" wie oft behauptet wird. Die Römer kannten nämlich Aschermittwoch auf den das "carne vale" zutreffen gar nicht. Der Aschermittwoch mit seinen Bußübungen kam erst im christlichen Mittelalter auf.
Die Anfänge der rheinischen Karnevals gehen auf die römischen Saturnalien zurück denn es feststehen dass die römische Besatzung am Rhein nach heimatlichen Brauche mit einem Umzug und einem Schiffswagen Allerdings gab es nach dem Abzug der jahrhundertlange Unterbrechungen in diesem Brauchtum.
Erst im christlichen Mittelalter wurden die Frühlingsfeste wieder organisch in den Rhythmus der Feste eingefügt. Nun kamen auch Namen Fastnacht und Fasching für die Feste Das kann mit der "Nacht vor dem Fasten " aber auch mit faseln was soviel wie fabulieren zusammenhängen.
Erst im 12. Jahrhundert finden wir ersten Anzeichen für größere Fastnachtsfeiern. So ist dass der erste Karnevalswagen 1133 in Aachen gebaut wurde. Und im 1341 fand der erste Karnevalsumzug in Köln In diesem Jahrhundert breitete sich die Festnacht beziehungsweise der verhältnismäßig rasch über weite Teile Mitteleuropas aus.
Die Reformation verdammte das fröhliche Treiben und so viele Bräuche zum Teil wieder in Vergessenheit. Barock und Rokoko jedoch wurden vor allem auf Schlössern und an den Fürstenhöfen rauschende Karnevalsfeste Und bald machte es das reiche Bürgertum in den Städten den Adligen nach.
Während der internationale Karneval sich häufig zu Künstlerfesten stilisierte recht exklusiv wurde entwickelte sich die Fastnacht vor allem in ländlichen Bezirken und in zu Hause – ganz anders. Hier hatte noch altes heidnisches Brauchtum gleichsam im Unterbewusstsein erhalten. Alte Tänze Masken und Kostüme bestimmten hier das Bild – und es heute noch. Das gilt vor allem Österreich die Schweiz Bayern und Baden-Württemberg. Diesem Brauchtum liegt heidnische Austreibung des Winters zugrunde eine Art Dämonenvertreibung. Einmal im feiert man ausgelassen.
Nicht überall konnte sich der Fasching der Karneval etablieren nicht in England auch nicht in den nordischen Ländern in den USA erst neuerdings in schüchternen Anfängen.
Es muss auch der Menschenschlag vorhanden der übermütig und lebensfroh zu feiern versteht.
Zurückzuführen lässt es sich in Düsseldorf zumindest bis 1833: Nach einem Maskenspiel dem Burgplatz wurde abends wie es heißt "Verlobung des Hanswursten unter Helau und Habuh Anna Dorothea Petronella Weichbusen" gefeiert.
Erklärungsversuche gibt es genug. Manche vermuten dem "Helau" eine Abwandlung des Anrufs "Hallo" englisch ausgesprochen – "hällou" – dem Schlachtruf Narren noch näher kommt. Andere bringen das mit "Hellblau" oder "Halbblau" im Gegensatz zu (Zustand) in Zusammenhang. Ebenso zweifelhaft wie diese Deutungen dürfte jene sein die "Helau" vom Ruf "Hol-über" ableitet mit dem "Spätheimkehrer" nach Besuch – nicht nur – karnevalistischer Veranstaltungen Fähre von der anderen Rheinseite heranholten. Am soll das "Helau" auch einmal ein Hirtenruf gewesen sein.