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DDT


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DDT ( D ichlor d iphenyl t richlorethan) ist ein in Deutschland und in Teilen der Welt verbotenes Insektizid welches ab Anfang der 1940er Jahre zur Schädlingsbekämpfung vorwiegend zur Bekämpfung Malariaerregers eingesetzt wurde und teilweise immer noch DDT zählt zu den zwölf als dirty dozen bekannten organischen Giftstoffe welche durch die Konvention vom 22. Mai 2001 weltweit verboten wurden.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erstmals beschrieben wurde DDT im Jahre 1874 von dem deutschen Chemiker Othmar Zeitler. insektizide Wirkung wurde allerdings erst 1939 von dem Schweizer Paul Müller entdeckt hierfür 1948 den Nobelpreis in Physiologie oder Medizin erhielt

Die industrielle Produktion begann Anfang der 1940er Jahre. DDT zuerst zur Malariabekämpfung eigensetzt später verwendete man als "Allzweckmittel" gegen allerlei Arten von Insekten. gab auch eine militärische Anwendung von DDT. Rekruten der US-Armee wurden Schutz vor Läusen mit DDT eingepudert und zusätzlich DDT-Imprägnierte Hemden. Nach 1945 wurde das DDT-Puder auch in Deutschland Bekämpfung einer typhusübertragenden Läuseart angewendet. In der Folgezeit wurde DDT überall als Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft dem Obst- und angewendet. Es fand auch in Insektensprays für Haushalt Verwendung.

Mitte der 1950er Jahre wurde erstmals eine schädigende Wirkung von DDT in Form von großen bekannt. Im Jahre 1963 veröffentlichte die amerikanische Wirtschaftsjournalistin Rachel Carlson Buch Silent Spring in dem sie einen "stillen Frühling" dieses Vogelsterbens prognostiziert. Es dauerte acht Jahre das amerikanische Umweltministerium schließlich eine Anhörung über abhielt. Es kam dann zu DDT-Verboten:

DDT wurde in der DDR unter dem Namen Hylotox 59 eingesetzt ist vor allem dort noch häufig nachweisbar.

Technisches DDT

Im technischen DDT kommen veschiedene Isomere und Metaboliten in unterschiedlichen Konzentrationen zur Anwendung:

  • 70% 4 4'-DDT

    4 4'-DDT

    2 4'-DDT

    4 4'-DDD

  • 15% 2 4'-DDT
  • 5% 4 4'-DDD
  • weitere gering konzentrierte Substanzen

Chemische Eigenschaften (Kurzform)

  • Lipophil
  • Siedepunkte je nach chemischer Zusammensetzung zwischen 350°C 450°C

Wirkungen

Das o p'-DDT-Isomer welches im technischen einen Anteil von 20% hat besitzt nachweislich östrogene Wirkung. Der DDT-Metabolit DDE hat eine androgene Wirkung. Außerdem zeigte DDT und seine DDE und DDD im Tierversuch eine cancerogene (krebserregende) Wirkung. DDT und DDE wurden Labortest zusätzlich als erbgutverändernde Stoffe identifiziert. Ob weshalb DDT beim Menschen krebserregend sein könnte derzeit Gegenstand aktueller Forschungen. Die cancerogene Wirkung möglicherweise auf die hormonelle Wirksamkeit zurückzuführen.


DDT ist auch der Name einer bekannten russischen Rockmusikgruppe aus Sankt Petersburg .



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