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Dacia


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Dacia oder Dakien war von 106 bis 271 römische Provinz .

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Name der Provinz Dakien beruht dem dort wohnhaften Volk der Daker das zusammen mit den Geten das Gebiet der Provinz besiedelte.

Nach der Eroberung 106 durch Trajan wurde dem neu eroberten Gebiet die Bezeichnung Dacia verliehen. Hadrian unterteilte sie um 118 in zwei Teile: Dacia superior und Dacia inferior . Nur 5 Jahre später ließ Hadrian erneut eine Teilung vornehmen und trennte Dacia superior ein Gebiet ab das als Dacia Porolissensis bezeichnet wurde. Von 167 bis 169 strukturierte Mark Aurel die Provinz wieder neu: Es gab Dacia Apulensis Dacia Porolissensis und Dacia Malvensis . Diese Struktur blieb bis zum römischen unter Aurelian bestehen. Nominelle Hauptstadt war eine Colonia Ulpia Traiana Augusta Dacia tatsächlich jedoch lagen die meisten Teile Verwaltung in Sarmizegetusa welches schon vor dem römischen Einmarsch Hauptstadt war.

Begrenzt wurde die Provinz an allen von den Barbaren . Nur im Süden grenzte die Provinz Moesia . In späterer Zeit gab es auch kleine gemeinsame Grenze mit Pannonia . Die Grenzziehungen wurden meist durch Flussverläufe Im Süden die Donau im Westen Theiss Mures und Cris. Insgesamt bestand Dakien größtenteils dem Gebiet des heutigen Siebenbürgen .

Geschichte

Die Daker wurden von den Römern schon früh als Bedrohung angesehen da im Gegensatz zu anderen Stämmen relativ geeint Von mehreren Seiten durch mächtige Gebirge geschützt die Daker im Notfall auch auf zahlreiche im Norden und Westen ihrer Siedlungsgebiete zurückgreifen. im Jahre 86 der dakische Thron durch Decebalus besetzt wurde der sich stark für Einheit der Stämme nördlich der Donau einsetzte die Römer schnell dass ein solcher Einigungsprozess Schaffung eines mächtigen neuen Staates bedeutet hätte. Domitian versuchte diese Bemühungen mit seinen sog. ( 85 - 89 ) zu verhindern konnte aber keine nennenswerten erzielen. Auch Nerva blieb erfolglos. Erst Trajan konnte nach einem blutigen Krieg ( 102 - 103 ) die dakischen Kräfte zerschlagen. Decebalus versuchte ergrimmt über harte Bedingungen des seine Verbündeten zu einem Racheschlag zu sammeln. reagierte mit einem heftigen Angriff ( 105 - 106 ) an dessen Ende der Selbstmord des und die Eroberung der dakischen Gebiete stand. auf die Markomannenkriege des Mark Aurel blieb die Provinz weitestgehend friedlich bis 235 starke barbarische Kontingente sich wieder zum auf die Provinz sammelten. Nach ihrem Angriff 238 wurden fast ununterbrochen heftige Kämpfe geführt. sah Kaiser Aurelian sich gezwungen die römischen aus dem Gebiet zurückzuziehen.

Unter Konstantin I. wurden Teile Dakiens wieder rückerobert; diese jedoch bald wieder verloren.

Verwaltung & Militär

Nach der Beendigung des ersten trajanischen 103 wurden die eroberten Gebiete zunächst militärisch ab 106 wurde Dakien als kaiserliche Provinz anerkannt. bedeutete dass der Kaiser selbst die Statthalter den Reihen des Senats rekrutierte. Die in Dakien stationierten Truppen sowohl dem Befehl des Kaisers als auch des Statthalters.

Während dem Barbarenansturm der Jahre 117 und 118 wurde in Rom erwogen Dakien aufzugeben und sich wieder die besser zu verteidigende Donau zurückzuziehen. Hadrian entschied sich allerdings doch dagegen da die dakischen Bodenschätze sowie die strategische Bedeutung Provinz für zu wichtig erachtete. Als Reaktion die Kämpfe leitete er jedoch eine Neuorganisierung Provinzverwaltung ein da die bisherige Strukturierung den Kämpfen nicht gewachsen war: Die südlich der gelegenen Länder wurden in der Provinz Dacia inferior (Niederdakien) zusammengefasst wohingegen die eigentlich dakischen zu Dacia superior (Oberdakien) wurden. Als später auch noch Dacia Porolissensis entstand existierten nun drei voneinander unabhängige mit Oberdakien als der höchstrangigen die jedoch eng kooperierten.

Als Dakien 168 erneut unter einem heftigen Ansturm germanischer Stämme zu leiden hatte erkannte Kaiser Mark Aurel dass ein einheitliches Kommando dringend benötigt Also ließ er die Grenzen neu ziehen Dacia Apulensis Dacia Porolissensis und Dacia Malvensis ). Die neuen Gebiete wurden einheitlich wieder der Provinz Dacia unter einem einzigen Statthalter zusammengefasst; die Provinzteile spielten hauptsächlich steuertechnisch eine Rolle.

Militärisch wurde Dakien durch zwei Legionen V Macedonica sowie der XII Gemina abgesichert. Zusätzlich standen zahlreiche Hilfstruppen an Grenzen zu den barbarischen Gebieten. Insgesamt wird Anzahl der in Dakien stationierten Soldaten auf 30.000 geschätzt.

Siehe auch: Liste der Statthalter von Dakien

Wirtschaft

Während seiner Besatzung war Dakien für Römer stets ein wichtiger wirtschaftlicher Standort. Dies sich v.a. auf zahlreiche Bodenschätze sowie eine Landwirtschaft. Aus unzähligen Bergwerken bezogen die Römer großen Mengen an Gold und Silber - die später äußerst wichtig für römische Münzprägung wurden - Blei Kupfer Eisen Marmor und Salz . Ein weiterer wichtiger Posten war die dakische Land- und Forstwirtschaft; so wurde viel Wolle Vieh Häute etc. exportiert. Importe dürften Öl Wein Luxuswaren und ähnliches gewesen sein. florierende Handel der meist über die Donau abgewickelt wurde lag vermutlich größtenteils in Hand von Kaufleuten aus dem Orient. Doch allem die Produktion an Edelmetallen machte die sehr wichtig auch für die Politik. So zu vermuten dass beim römischen Rückzug 271 der Großteil der Ressourcen bereits erschöpft da andernfalls Aurelian diese niemals aufgegeben hätte.




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