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Dandy


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Der Begriff Dandy kam Mitte des 18. bis Anfang 19. Jahrhunderts auf und bezeichnet nach Kluges Lexikon "junge Leute die in auffälliger Bekleidung oder Jahrmarkt besuchen".

Berühmte Vertreter waren Beau Nash Beau Charles Baudelaire Lord Byron der Fürst Hermann von Pückler-Muskau Benjamin Disraeli später auch die Vertreter des Ästhetizismus wie Oscar Wilde und Max Beerbohm.

Im Gegensatz zum Maccaroni der die der südlichen Länder nachzuahmen versucht zum Beau zum deutschen Pendant dem Stutzer verabscheut der Dandy alles Grelle Laute Er ist kein Snob (= sine nobilitate Neureicher) der den fehlenden Stammbaum mit zu übertünchen sucht er kultiviert seine Kleidung der Kunst Willen ( l'art pour l'art ).

Geschichte

Im 18. Jahrhundert lehnten die Engländer französische Hofkultur zunehmend ab. Viele Produkte der Kultur (zum Beispiel der Englische Landschaftsgarten) entstanden dem Willen der Abgrenzung heraus. Anfang des 19. Jahrhunderts kam in Europa die klassizistische Mode Empire (frz. Régence dt. Biedermeier ) auf die sich an antiken Vorbildern Jedoch erwies sich diese Mode als nicht alltagstauglich. Man besann sich also auf seine englischen Tugenden. Das schlug sich auch spürbar der Kleidung nieder: Robuste Stoffe wie Leinen und Tweed wurden populär und stadttauglich. Das Körperbewusstsein das sich durch die Beschäftigung mit Plastik herausbildete fand seine Umsetzung in der Diese Einflüsse ließen den modernen Herrenanzug entstehen körpernah geschnitten die V-Silhouette des Mannes hervorhob der meist aus festem Stoff in gedeckten bestand und bis heute besteht.

Dieser Anzug wurde vom ersten berühmten Beau Brummell auf die Spitze getrieben der erster Vertreter des Dandytums gilt. Er propagierte die neue Schlichtheit als adelige Kreise noch der höfische französischen Mode folgten. Viele Legenden sich um seine Person. So soll er Handschuhe stets von zwei verschiedenen Fabrikanten hergestellt lassen einer für die Daumen die beherrschte besonders gut ein anderer für den Rest. hatte drei Frisöre: Einen für die Stirn für die Seiten und einen für den (die Perücke ist bereits aus der Mode). wechselte entgegen den Gepflogenheiten seiner Zeit mehrmals seine Wäsche dabei verachtete er Schmuck und Diesen Aufwand den er trieb sah man auf den ersten Blick umso argwöhnischer wurde von Zeitgenossen betrachtet. Anekdoten und Aufsätze sind Beau Brummell Charles Baudelaire Fürst Hermann von Pückler-Muskau Max Beerbohm und Virginia Woolf überliefert.

Oscar Wilde Max Beerbohm Aubrey Beardsley und andere des Ästhetizismus propagierten gegen Ende des 19. Jahrhunderts neuen Stil: Samtene Kniehosen und Westen niederliegende und große Sonnenblumen wurden zu ihren äußerlichen Sie öffneten die von bürgerlicher Enge und geprägte viktorianische Gesellschaft für eine neue Sinnlichkeit Farbe und Form. Auch wenn ihr Ansatz Brummels entgegenzustehen scheint so vertraten auch sie ritualisierte Ästhetik und richteten sich gegen den Mainstream.

Viele Dandys waren Künstler Schriftsteller oder Essayisten und vertraten ihren Stil auch literarisch. ist eine Lebenseinstellung zu der auch ein ungezwungenes Verhältnis zum Geld (viele hatten Spielschulden) von bürgerlichen Zwängen wie Brotberuf oder Ehe verbunden ist eine Tendenz zur Homosexualität) Selbstinszenierung Schlagfertigkeit. Eine modernere Form des Dandytums ist Camp (Kunst) .

Siehe auch

Yuppie Feiner Pinkel

Literatur



Bücher zum Thema Dandy

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