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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 1. September 2014 

Danzig-Westpreußen


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Der Reichsgau Danzig-Westpreußen bestand im Verband des Deutschen Reiches von 1939 bis 1945.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Zu Beginn des Polenfeldzuges wurde die Freie Stadt Danzig am 1. 9. 1939 dem Deutschen eingegliedert. Zum Chef der Zivilverwaltung wurde der Danziger Gauleiter Albert Forster bestellt.

Mitte September 1939 entstand der deutsche Militärbezirk Westpreußen . Dieser umfasste die polnische Wojewodschaft Pomorze (Pomerellen) bis zur Netze einschließlich polnischen Kreise Lipno und Rypin.

Er grenzte damit im Westen und an die alte deutsche Reichsgrenze von 1937/1939 Provinzen Pommern und Ostpreußen ) im Norden an die ehemalige Freie Stadt Danzig und im Süden den Militärbezirk Posen.

Zum Chef der Zivilverwaltung im Militärbezirk wurde ebenfalls der Gauleiter Danziger Gauleiter Albert Forster ernannt.

Mit dem 26. 10. 1939 wurde Militärbezirk Westpreußen mit der früheren Freien Stadt und dem Regierungsbezirk Westpreußen der preußischen Provinz zum neuen Reichsgau Westpreußen zusammengefasst und in das Deutsche Reich Damit trat dieses Gebiet nicht als neue in das Land Preußen.

Seit dem 2. 11. 1939 galt den Reichsgau die Bezeichnung Danzig-Westpreußen um die Tradition der früheren Freien Danzig auch im Namen fortleben zu lassen.

Verwaltungssitz wurde die Stadt Danzig die dem 30. 12. 1940 die Bezeichnung Hansestadt führte.

Reichsstatthalter in Danzig wurde der bisherige der Zivilverwaltung Gauleiter Albert Forster.

Von Januar bis Mai 1945 wurde Gebiet von Danzig-Westpreußen von der Roten Armee ihrem Vormarsch zur Weichselmündung besetzt.

Verwaltungsgliederung

Danzig-Westpreußen teilte sich in drei Regierungsbezirke der entsprechenden Anzahl von Stadt- und Landkreisen. die Grenzen der Regierungsbezirke völlig neu bestimmt blieb es hinsichtlich der Kreise im wesentlichen den früheren deutschen und polnischen Abgrenzungen.

Zum Sitz der Regierungsbezirke wurden die Bromberg (Bydgoszcz) Danzig und Marienwerder bestimmt.

Zur Verwaltungsvereinfachung wurde zum 1. 1. die Behörde des Regierungspräsidenten in Danzig mit des Reichsstatthalters in Danzig-Westpreußen zusammengelegt.

Der Reichsgau Danzig-Westpreußen bildete damit bis einen integralen Bestandteil des Deutschen Reiches.

Allerdings hatte er insoweit eine Sonderstellung als er vom alten Danziger und Reichsgebiet durch eine Polizeigrenze getrennt blieb (mit Passierscheinzwang). sollte sicherstellen dass keine unkontrollierte Bevölkerungsfluktuation zum stattfand.

Somit verlief diese Polizeigrenze mitten durch Reichsgau so dass eine vollständige Eingliederung - ohne Passierscheinzwang - nur des bis 1939 Danziger und ostpreußischen Gebietes

Im übrigen unterstanden dem Reichsstatthalter in auch alle staatlichen Sonderverwaltungen mit Ausnahme der und der Reichsbahn. Das galt insbesondere auch die Justiz. So sollte der Reichsgau als genutzt werden können.

Ortsnamen

Durch unveröffentlichten Erlass vom Dezember 1939 vorläufig hinsichtlich der bisher polnischen Ortsnamen die 1918 gültigen deutschen Ortsnamen. Diese globale Rückbenennung möglich da noch das gesamte deutsche Kartenwerk die 1920 an Polen abgetretenen Gebiete (auch) früheren deutschen Ortsnamen weitergeführt hatte. Für die Gebiete östlich der Reichsgrenze von 1918 galten weiterhin die bislang polnischen Bezeichnungen.

1942 wurden durch Anordnung des Reichstatthalter Zustimmung des Reichsinnenministers alle Ortsnamen endgültig in deutschen Form festgelegt.

Kreise im Reichsgau Danzig-Westpreußen 1945

Regierungsbezirk Bromberg

Stadtkreise

  1. Bromberg
  2. Thorn

Landkreise

  1. Bromberg
  2. Kulm (Weichsel)
  3. Schwetz (Weichsel)
  4. Thorn
  5. Tuchel
  6. Wirsitz
  7. Zempelburg

Regierungsbezirk Danzig

Stadtkreise

  1. Danzig
  2. Elbing
  3. Gotenhafen
  4. Zoppot

Landkreise

  1. Berent (Westpr.)
  2. Danzig
  3. Dirschau
  4. Elbing
  5. Großes Werder [Sitz: Tiegenhof]
  6. Karthaus (Westpr.)
  7. Konitz
  8. Neustadt (Westpr.)
  9. Preußisch Stargard

Regierungsbezirk Marienwerder

Stadtkreise

  1. Graudenz

Landkreise

  1. Briesen (Westpr.)
  2. Graudenz
  3. Leipe (Westpr.)
  4. Marienburg (Westpr.)
  5. Marienwerder
  6. Neumark (Westpr.)
  7. Rippin (Westpr.)
  8. Rosenberg i. Westpr.
  9. Strasburg (Westpr.)
  10. Stuhm

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