Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 23. September 2014 

Dario Fo


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Dario Fo (* 24. März 1926 ) ist ein italienischer satirischer Theaterautor Regisseur Komponist Erzähler und Schauspieler . Er wurde 1997 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Er verwendet Methoden der Commedia und arbeitet eng mit seiner Frau Franca zusammen.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Sein Vater war Bahnhofvorsteher Amateurschauspieler und Die Familie musste häufig umziehen weil er wurde. Das Geschichtenerzählen lernte der Junge Dario seinem Großvater mütterlicherseits einem Fischer und Glasbläser.

Im Jahre 1940 zog Dario Fo nach Mailand um der Kunsthochschule "Brera" zu studieren. Der Zweite kam dazwischen. Seine Familie war im antifaschistischen aktiv und er half seinem Vater Flüchtlinge Deserteure der Allierten in die Schweiz zu Er selber konnte sich erfolgreich einer Rekrutierung die Truppen von Salo entziehen.

Nach Kriegsende setzte Fo sein Studium Kunst und Architektur an der Universität Mailand Er begann sich in der Bewegung der teatri (kleine Bühnen) zu engagieren und präsentierte Publikum improvisierte Monologe. Ab dem Jahr 1950 band er sich vertraglich an das Franco Parentis und gab seinen Job als auf.

Seine spätere Frau die selber aus Schauspielerfamilie stammende Franca Rame traf er bei gemeinsamen Erarbeitung der Revue Sieben Tage 1951 . Im gleichen Jahr wurde ihm angeboten Sendung namens Cocorico zu moderieren für das öffentlich-rechtliche nationale RAI . Er schuf 18 satirische Monologe in er biblische Themen politisch interpretierte. Empörte Vorgesetzte die Show ab. Auch sein nächstes Theaterstück beim zahlenden Publikum ein Renner und litt Zensur und Interventionen von seiten der Kirche der Staatsbeamten so dass Auftrittsorte rar wurden.

Die Heirat mit Franca Rame erfolgte 1954 . Die beiden verdienten ihren Lebensunterhalt mit weiterhin populären Piccolo Theater zu Mailand. Im nächsten Jahr ergab eine Chance bei den Filmstudios in Rom. wurde Drehbuchautor und arbeitete für zahlreiche Produktionen.

Der Sohn Jacopo kam im März 1955 zur Welt. Seine Frau arbeitet für Theatro Stabile in Bolzano. Fo und Rame 1956 gemeinsam Rollen in dem Film Lo svitato weitere folgten.

Die Rückkehr nach Mailand 1959 war verbunden mit der Gründung ihres Ensembles. Fo schrieb Stücke schauspielerte führte Regie entwarf Kostüme und Bühnenbilder. Rame übernahm die und den Papierkrieg. Die Uraufführungen fanden im Theater statt und sie brachen dann alljährlich Tourneen in ganz Italien auf.

Das Stück Erzengel spielen nicht am Flipper 1960 fand große nationale Beachtung. Weitere Bühnenerfolge Bereits 1961 wurden Fos Stücke in Schweden und adaptiert und auf die Bühnen gebracht.

Für die Fernsehshow Canzonissima im RAI 1962 war Fo Autor und Regisseur. Er dort das Leben gewöhnlicher Menschen ab was beim Publikum sehr gut Nur eine Episode in der ein Journalist der Mafia ermordet wurde verärgerte indes die Politiker. und Rame erhielten Morddrohungen und wurden unter gestellt. Die italienische Schauspielergewerkschaft sagte ihren Mitgliedern an ihrer Stelle als Ersatz zur Verfügung stehen. Beide wurden für 15 Jahre von RAI gesperrt.

Von 1968 - 1970 leitete er die Theaterkooperative "Nuova Scena".

aufschlussreiche Zitate

  • Auf die Frage: Es gibt keine oder rechte Satire?
"Satire ist Satire und hat nichts Propaganda zu tun. Satire ist das schlechte der Macht. Wer auch immer regiert er automatisch zur Zielscheibe der Satire."

  • Auf die Frage: Dario Fo gegen Berlusconi – der Kampf der Giganten?
"Ich würde es nüchtern ausdrücken: Wettstreit Berufskomiker."

Bibliografie

- deutsche Titel Originalerscheinungsjahr soweit bekannt Klammern -

  • Comica Finale. Frühe Farcen. (Verlag d. ISBN 3-88661-195-7
  • Er hatte zwei Pistolen und seine waren schwarz und weiss. Komödie in drei mit Gesang. (Rotbuch Vlg.) ISBN 3-88022-331-9 (1960)
  • Wer einen Fuss stiehlt hat Glück der Liebe. Komödie in zwei Akten. (Verlag Autoren) ISBN 3-88661-068-3 (1961)
  • Obszöne Fabeln Mistero Buffo. Szenische Monologe. ISBN 8-8061-6527-5 (1969)
  • Einer für Alle Alle für Einen! wer ist hier eigentlich der Boss? (Rotbuch ISBN 3-88022-905-8 (1969)
  • Zufälliger Tod eines Anarchisten. (Rotbuch Vlg.) ISBN 3-88022-906-6 (1970)
  • Bezahlt wird nicht! Eine Farce. (1977) Vlg.) ISBN 3-88022-028-X
  • Mamma hat den besten Shit. (Rotbuch ISBN 3-88022-017-4
  • Diebe Damen Marionetten. Vier Farcen in Akt. (Verlag d. Autoren) ISBN 3-88661-079-9
  • Isabella drei Kavarellen und ein Scharlatan. Vlg.) ISBN 3-88022-010-7
  • Johan vom Po entdeckt Amerika. (Verlag Autoren) ISBN 3-88661-130-2
  • Hohn der Angst. Eine Farce über Entführung einer hochgestellten Persönlichkeit. (Rotbuch Vlg.) ISBN 3-88022-396-3
  • Lieder und Balladen / Ballate e (Zambon G) ISBN 3-88975-007-9
  • Die Oper vom grossen Hohngelächter. (Zambon ISBN 3-88975-012-5
  • Geschichte einer Tigerin. (Rotbuch Vlg.) ISBN 3-88022-360-2 (1978)
  • Die offene Zweierbeziehung. (1983)
  • Der Papst und die Hexe. (Verlag Autoren) ISBN 3-88661-117-5 (1989)
  • Elisabeth - zufällig eine Frau. (Rotbuch ISBN 3-88022-907-4 (1984)
  • Sex? aber mit Vergnügen! und andere Frauen-Rollen. (Rotbuch Vlg.) ISBN 3-88022-670-9
  • Hilfe das Volk kommt! (Reclam Ph) ISBN 3-15-009718-5
  • Kleines Handbuch des Schauspielers. (Verlag d. ISBN 3-88661-100-0

Sekundärliteratur

  • Klüver Henning: Dario Fo. Biographie (Rotbuch ISBN 3-88022-669-5
  • Seidel Ulrike: Dario Fo und die Komödientradition (Tectum Vlg.) ISBN 3-89608-802-5
  • Gysi Birgit: Dario Fo - Theater-Kultur Vlg.) ISBN 3-928254-95-2

Siehe auch

Commedia dell'arte Satire Parodie Farce Komödie Theaterkooperative Antiklerikalismus Anarchie Spaßguerilla

Weblinks




Bücher zum Thema Dario Fo

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Dario_Fo.html">Dario Fo </a>