Milhaud stammt aus einer wohlhabenden alteingesessenen provencalischen Familie. Die geografische wie religiöse Herkunft nach eigenem Zeugnis für ihn sein Leben von starken prägendem Einfluss.
Eine systematische Musikerziehung beginnt im Alter 7 Jahren mit der Aufnahme von Violinunterricht eigene Kompositionen entstehen 1905. 1909 setzt er Violinstudien am Pariser Konservatorium fort gibt diese drei Jahre später zu Gunsten des Komponierens Er studiert bei André Gédalge ( Kontrapunkt Komposition ) Charles-Marie Widor (Komposition) und Vincent d'lndy (Dirigieren). In Kursen lernt er u.a. Arthur Honegger und Jacques Ibert kennen. Es entstehen dieser Zeit vor allem Lieder nach Gedichten französischer Dichter und eine erste Oper ( La brebis égarée 1910-1915).
1912 wird er mit dem Dichter Paul Claudel bekannt gemacht mit dem ihn eine Freundschaft und künstlerische Zusammenarbeit verbinden wird. Als 1916 als französischer Botschafter in die brasilianische Rio de Janeiro entsandt wird begleitet ihn Milhaud vom im Ersten Weltkrieg befreit als sein Attaché nach Südamerika. Dort lernt er die Folklore und Popularmusik kennen was seine Musik den folgenden Jahren stark beeinflussen wird.
1918 kehrt er nach Frankreich zurück. Er Kontakt mit dem Kreis um Jean Cocteau und Erik Satie und gehört schließlich zur Groupe des Six . Seine Kompositionen bringen ihm erste Erfolge auch Skandale ein.
Milhaud war ein äußerst produktiver Komponist Werkverzeichnis enthält mehr als 400 Einträge) der allen bedeutenden traditionenellen Musikgattungen arbeitete (Oper sinfonische Kammer- und Vokalmusik Lieder). Er selbst sieht stark von der Musik des Mittelmeerraumes (besonders italienischen) dagegen wenig von der deutschen Musik Bei aller Vielgestaltigkeit seines Werkes ist insgesamt eine ausgeprägte Melodik ein ausgeprägter Klangsinn bei Verzicht auf strenge und formale Techniken des Auf dem Gebiet der Harmonik gelangt Milhaud zur Verwendung der Polytonalität.