Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. „Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie" von Karl Marx ist wohl eines der berühmtesten Bücher Welt. Nach Jahrzehnten ökonomischer Studien und diversen (v.a. "Zur Kritik der Politischen Ökonomie" 1863) erschien 1867 der erste Band "Der Produktionsprozeß des Kapitals" ; die bis zu Marx Tod 1883 weiteren Bücher erschienen posthum: Band II "Der Zirkulationsprozeß des Kapitals" 1885 Band III "Der Gesamtprozeß der kapitalistischen Produktion" 1895 (beide herausgegeben durch Friedrich Engels ). Heutzutage ist "Das Kapital" das Buch weltweit die zweithöchsten Auflage (nach der Bibel) hat.
Gegenstand des "Kapitals" ist der Reichtum der modernen bürgerlichen und seine Produktion. Die „Kritik der politischen Ökonomie" - so der Untertitel des Werkes legt dar dass es sich bei Gesellschaften kapitalistischer Produktionsweise um Klassengesellschaften handelt in denen das Privateigentum an den Produktionsmitteln durch die Indienstnahme Lohnarbeit vermehrt. So akkumuliert sich der Reichtum Form von Kapital während seine Produzenten dauerhaft ihm ausgeschlossen werden: Beteiligt am Reichtum sind Arbeiter nur insoweit wie die Benutzung ihrer ihre Entlohnung notwendig macht.
Zweitens richtet sich die Kritik gegen politische Herrschaft die ihre Gewalt ganz in den des Kapitals stellt die Abhängigkeit der arbeitenden vom Privateigentum durch Recht und Ordnung absichert.
Marx legt dar dass diese Verhältnisse Menschen gemachte sind. Dennoch wirken sie hinter Rücken der Gesellschaftsmitglieder erscheinen ihnen als den innewohnende Sachnotwendigkeiten; ihr Charakter als Verhältnisse von ist verschleiert. Die Bestimmungen die Marx in späten Hauptwerk entwickelt sind auf heutige Verhältnisse Deshalb sind auch die kritisierten Ideologien nahezu Das gesellschaftliche Handeln richtet sich heute wie 130 Jahren nach Kriterien die als Sachzwängen obwohl sie doch erklärbaren menschlichen Verhältnissen geschuldet
"Der Reichtum der Gesellschaften in welchen kapitalistische herrscht erscheint als eine "ungeheure Warensammlung" die Ware als seine Elementarform. Unsere Untersuchung beginnt mit der Analyse der Ware." (S. 49)
Marx berüchtigter Materialismus: Die Erklärung der bürgerlichen Wirtschaftsweise beginnt mit der Analyse des den sie produziert und von dem sie Der tritt einem entgegen als zum Handel Waren :
„Die Ware ist zunächst ein äußerer Gegenstand Ding das durch seine Eigenschaften menschliche Bedürfnisse Art befriedigt. Die Natur dieser Bedürfnisse ob z.B. dem Magen oder der Phantasie entspringen nichts an der Sache. Es handelt sich auch nicht darum wie die Sache das Bedürfnis befriedigt ob unmittelbar als Lebensmittel d.h. Gegenstand des Genusses oder auf einem Umweg Produktionsmittel.“ (S. 49)
Der erste Faktor der Ware ist stoffliche Reichtum: Als fürs menschliche Bedürfnis passend Stück Natur ist „der Waren körper selbst ein Gebrauchswert “ : irgendein Ding notwendig nützlich angenehm für Leben.
„Jedes nützliche Ding wie Eisen Papier usw. unter doppelten Gesichtspunkt zu betrachten nach Qualität Quantität. Jedes solches Ding ist ein Ganzes Eigenschaften und kann daher nach verschiedenen Seiten sein. Diese verschiedenen Seiten und daher die Gebrauchsweisen der Dinge zu entdecken ist geschichtliche So die Findung gesellschaftlicher Maße für die der nützlichen Dinge.“ (S. 49f.)
Qualität: Die Nützlichkeit einer Sache hat Grund in deren Eigenschaften. Seine spezifischen Qualitäten ein Ding zum Mittel bestimmter Bedürfnisse.
Quantität: Um einem Bedürfnis zu nutzen der Gebrauchswert in passender Größenordnung zur Hand An einem – entsprechend der Natur der festgelegten – Maß (Liter Wasser Elle Leinwand Eisen usw.) vergleichen sich Mengen von Gütern Art.
„Geschichtliche Tat“ : Was sich mit der Natur an anstellen lässt muß herausgefunden werden.
Die Anwendung des Gebrauchswerts ist der produktive oder individuelle – Konsum. In dem an auf die nützliche Beschaffenheit der Sache die nicht davon abhängt ob zu ihrer viel oder wenig Aufwand nötig war. Dass Natur nützlich bearbeitet wird unterscheidet die verschiedenen nicht: Die produzierten Gebrauchswerte bilden den sachlichen jeder Gesellschaft. Der Kapitalismus ist damit jedenfalls fertig der ökonomisch entscheidende Faktor der Ware ein – anderer:
„Gebrauchswerte bilden den stofflichen Inhalt des Reichtums immer seine gesellschaftliche Form sei. In der uns zu betrachtenden Gesellschaftsform bilden sie zugleich stofflichen Träger des - Tauschwerts. Der Tauschwert zunächst als das quantitative Verhältnis die Proportion sich Gebrauchswerte einer Art gegen Gebrauchswerte anderer austauschen ...“ (S. 50)
Waren werden für den Austausch produziert: Gebrauchswert in der einen Hand bietet Zugriff ein fremdes Stück Reichtum – und um geht es. Die verschiedenen Gebrauchswerte sind für Zugriff bloße Bedingung die tauschwertmäßig interessante Frage wie viel die Ware in fremdem Produkt
Die Unterschiede zwischen den Gebrauchswerten – der auf sie bezogenen Bedürfnisse – werden ziemlich gleichgültig. Ein fehlender Tisch läßt sich nicht durch einen zusätzlichen Stuhl ersetzen Hunger mit Durst verrechnen usw.: Aus ihrer Besonderheit Gebrauchswerte aus ihren natürlichen Eigenschaften ist das welches zwei Arten von Gebrauchswerten eingehen also bestimmbar denn als solche sind sie schlicht Aber in ihrem Tauschwert sind die unterschiedlichen in bestimmter Quantität gleichgesetzt.
„...ein Verhältnis das beständig mit Zeit und wechselt. Der Tauschwert scheint daher etwas Zufälliges rein Relatives ein der Ware innerlicher immanenter (...) also eine contradictio in adjecto [ein in sich selbst]. Betrachten wir die Sache Eine gewisse Ware ein Quarter Weizen z.B: sich (...) mit andern Waren in den Proportionen. Mannigfache Tauschwerte also hat der Weizen eines einzigen.“ (S. 50f.)
Auf dem Markt ist jede Ware vornherein zu allen anderen Artikeln ins Verhältnis der Austausch hängt nicht von zufälligen Umständen Die endlose Reihe von Austauschverhältnissen demonstriert dass Tauschwert gegen jedes besondere Verhältnis gleichgültig ist: einzelne Ware ist austauschbar im richtigen Mengenverhältnis jeder anderen Ware äquivalent.
„Aber da x Stiefelwichse ebenso y Seide z Gold usw. der Tauschwert von einem Weizen ist müssen (sie) durch einander ersetzbare einander gleich große Tauschwerte sein. Es folgt erstens: Die gültigen Tauschwerte derselben Ware drücken Gleiches aus. Zweitens aber: Der Tauschwert kann nur die Ausdrucksweise die "Erscheinungsform" eines von unterscheidbaren Gehalts sein.“ (S. 51)
Dass in dieser Gesellschaft die unterschiedlichsten ökonomisch gleichgesetzt sind zeigt dass es sich ihnen nicht um bloße Gebrauchswerte handelt: Die der Waren beruht auf einer allgemeinen Eigenschaft sie mengenmäßig verrechenbar macht. Das quantitative Verhältnis auf qualitativer Gleichsetzung der verschiedenen Güter. Im „erscheint“ also eine objektive Bestimmung der Warenkörper sie alle miteinander qualitativ gleich und darüber vergleichbar macht.
„Nehmen wir ferner zwei Waren z.B. Weizen Eisen. Welches immer ihr Austauschverhältnis es ist darstellbar in einer Gleichung worin ein gegebenes Weizen irgendeinem Quantum Eisen gleichgesetzt wird (...). besagt diese Gleichung? Daß ein Gemeinsames von Größe in zwei verschiednen Dingen existiert in Quarter Weizen und ebenfalls in a Ztr. Beide sind also gleich einem Dritten das und für sich weder das eine noch andere ist. Jedes der beiden soweit es muß also auf dies Dritte reduzierbar sein.“ 51)
Wie auch immer das Tauschverhältnis wechselt: die Ware einen Tauschwert hat der sich Zugriff auf fremden Gebrauchswert bemißt bleibt dadurch Diese Eigenschaft der Ware ist den Marktzufälligkeiten vorausgesetzt: Beide Seiten des Austauschverhältnisses müssen das welches im Tauschwert erscheint bereits in sich Gebrauchswerte die als Äquivalente auftreten zeigen dass eine identische Qualität objektiv zukommt und dass diese Qualität im Tauschwert darstellen.
„Dies Gemeinsame kann nicht eine geometrische physikalische oder sonstige natürliche Eigenschaft der Waren sein. körperlichen Eigenschaften kommen überhaupt nur in Betracht selbe sie nutzbar machen also zu Gebrauchswerten. aber ist es grade die Abstraktion von Gebrauchswerten was das Austauschverhältnis der Waren augenscheinlich Innerhalb desselben gilt ein Gebrauchswert grade so wie jeder andre wenn er nur in Proportion vorhanden ist. (...)
Als Gebrauchswerte sind die Waren vor verschiedner Qualität als Tauschwerte können sie nur Quantität sein enthalten also kein Atöm Gebrauchswert.“ 51f.)
Das "gemeinsame Dritte" der Wert ist Eigenschaft die aus dem Gebrauchswert bzw. einem kommt. Beim Tausch kommt es nicht auf spezifischen Gebrauchswerte – und die sich darauf Bedürfnisse – an; die sind – gleichgültige Bedingung für was anderes: sondern darauf vermittels eigenen Ware auf anderes Produkt zuzugreifen: Die des eigenen Produkts erworbene exklusive Macht in Umfang die Resultate fremder Arbeit anzueignen. Aneignung Entäußerung.
Der Wert ist auch keine eine theoretische Abstraktion: Die praktizierte Abstraktion enthält Gegensatz gegen Gebrauchswert und Bedürfnisbefriedigung. Die Bewährung als Wert im Austausch die Bedingung ohne welche kein Gebrauchswert in Hand des Interessenten gerät. Dass der Wert jedem Atom Gebrauchswert "absieht" heißt dass dieser zählt. Der Gebrauchswert ist gleichgültiges Material des "bloßer Träger" . Solche Gleichgültigkeit bedeutet kein Ergänzungsverhältnis bzw. Mittelverhältnis vielmehr Negation. Die Einheit dieses Gegensatzes der Ware ist die Härte: Ohne Gebrauchswert Wert bedeutet umgekehrt: ohne Wert-Preis-Realisierung im Austausch Zugang zu Lebensmitteln!
„Sieht man nun vom Gebrauchswert der Warenkörper so bleibt ihnen nur noch eine Eigenschaft von Arbeitsprodukten.“ (S. 52)
Gesucht ist jenseits aller Nützlichkeit eine Eigenschaft aller Warenkörper die ihre gesellschaftliche Gleichheit und jenseits aller Nützlichkeit sind Waren nur „rückwärts“ bestimmt durch den Aufwand den sie Gesellschaft gekostet haben. Diese dingliche Eigenschaft die keine natürliche sein kann ist ihr Produktcharakter
„Jedoch ist uns auch das Arbeitsprodukt bereits der Hand verwandelt. Abstrahieren wir von seinem so abstrahieren wir auch von den körperlichen und Formen die es zum Gebrauchswert machen. ist nicht länger Tisch oder Haus oder oder sonst ein nützlich. Alle seine sinnlichen sind ausgelöscht. Es ist auch nicht länger Produkt der Tischlerarbeit oder der Bauarbeit oder Spinnarbeit oder sonst einer bestimmten produktiven Arbeit. dem nützlichen Charakter der Arbeitsprodukte verschwindet der Charakter der in ihnen dargestellten Arbeiten es also auch die verschiedenen konkreten Formen dieser sie unterscheiden sich nicht länger sondern sind reduziert auf gleiche menschliche Arbeit abstrakt menschliche (S. 52)
Die konkrete Arbeit ist bloße Voraussetzung dass das Arbeitsprodukt zum Tausch gelangt welches für den Produzenten ist.
„Betrachten wir nun das Residuum der Arbeitsprodukte. ist nichts von ihnen übriggeblieben als dieselbe Gegenständlichkeit eine bloße Gallerte unterschiedsloser menschlicher Arbeit der Verausgabung menschlicher Arbeitskraft ohne Rücksicht auf Form ihrer Verausgabung. Diese Dinge stellen nur dar daß in ihrer Produktion menschliche Arbeitskraft menschliche Arbeit aufgehäuft ist. Als Kristalle dieser gemeinschaftlichen Substanz sind sie Werte - Warenwerte.“ 52)
Die Quelle des Werts ist die als abstrakt-menschliche d. h. als Abstraktion von besonderen Inhalt und Zweck der sie als ausmacht.
Wie der Wert der Arbeitsprodukte ist die identische Qualität der Arbeit die sie Wertquelle darstellt keine willkürliche Abstraktion sondern der der praktisch an ihr geltend gemacht wird.
„Ein Gebrauchswert oder Gut hat also nur Wert weil abstrakt menschliche Arbeit in ihm oder materialisiert ist. Wie nun die Größe Werts messen? Durch das Quantum der in enthaltenen "wertbildenden Substanz" der Arbeit. Die Quantität Arbeit selbst mißt sich an ihrer Zeitdauer die Arbeitszeit besitzt wieder ihren Maßstab an Zeitteilen wie Stunde Tag usw.“ (S. 53)
Quelle des Werts ist die unterschiedslose von Arbeitskraft sein Maß also die Zeitdauer Einsatzes.
Marx analysiert die kapitalistischen Marktbeziehungen in Formeln: Bei dem Austauschprozess Ware-Geld-Ware (W-G-W) geht es um den (in der äquivalenten) Händewechsel um an einen bestimmten Gebrauchswert kommen; Geld hat eine Vermittlerfunktion.
Damit Geld zu Kapital wird braucht ein Kapitalist einen anderen gemäßen Umgang mit dem Geld: Geld-Ware-Geld (G-W-G') . Damit diese Formel für den Kapitalisten tautologisch und sinnlos ist kommt es auf "G'" am Ende an also auf die der ursprünglichen Geldsumme ( Mehrwert ).
G' - das den so genannten Mehrwert beinhaltet - wird als neues G Ausgangspunkt der Formel der Kreislauf beginnt von diese Formel zielt also auf eine endlose ab. Entscheidend ist hier alleine die Vermehrung Werts der Gebrauchswert ist bloße Bedingung für die Verkäuflichkeit. Kapitalisierung aller Lebensbereiche scheint durch die Globalisierung gegeben.
Laut Marx kann die Kapitalvermehrung nicht der Sphäre der Warenzirkulation erklärt werden: Wenn z.B. der Kapitalist Verkäufer einen Preisaufschlag erheben könnte müsste er als Käufer beim "G-W" wieder verlieren. Die muss also aus der Benutzung der gekauften Ware entspringen: Sie entsteht Kauf und produktive Anwendung der menschlichen Arbeitskraft . Damit das Geld in der Hand Kapitalisten zum Kommandomittel über menschliche Arbeit wird das Vorhandensein einer eigentumslosen Klasse unterstellt die Mittel besitzt um selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen - also auch kein anderes Lebensmittel als ihre eigene Arbeitskraft zu verkaufen: Der freie Lohnarbeiter" (Marx).