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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 17. April 2014 

Data-Warehouse


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Es gibt derzeit keine einheitliche Definition den Data-Warehouse -Begriff. Weitgehend einig ist man sich in

  • Ein Data-Warehouse (deutsch Datenlager ) ermöglicht eine globale Sicht auf heterogene verteilte Datenbestände indem die für die globale relevanten Daten aus den Datenquellen zu einem konsistenten Datenbestand zusammengeführt werden.
  • Somit entsteht der Inhalt eines Data-Warehouse durch und Aufbereiten von Daten aus unterschiedlichen Quellen.
  • Meist ist ein Data-Warehouse die Basis für Aggregation von betrieblichen Kennzahlen und Analysen innerhalb mehrdimensionaler Matrizen dem so genannten Online-Analytical-Processing (OLAP).
  • Ein Data-Warehouse ist häufig Ausgangsbasis für Data Mining .
  • In der Regel operieren die Anwendungen mit konstruierten Auszügen aus dem Data-Warehouse den so Data Marts .

Die anderen Definitionen unterscheiden sich vor im generellen Zweck eines Data-Warehouse im Umfang Umgang der Daten im Data-Warehouse.

  • Das Spektrum der Definitionen beginnt mit der Sicht von Inmon:
    „Ein Data-Warehouse ist eine themenorientierte integrierte historisierte flüchtige (d. h. dauerhafte) Sammlung von Daten um bei Entscheidungsprozessen zu unterstützen.“
    Im Original: „A data warehouse is a subject-oriented integrated nonvolatile collection of data in support of decision-making process.“ (1)

  • Die folgende Definition von Bauer und Günzel weniger restriktiv ist aber auf einen speziellen die Analysefunktion ausgerichtet:
    „Ein Data-Warehouse ist eine physische Datenbank die integrierte Sicht auf (beliebige) Daten darstellt um zu ermöglichen.“ (2)

  • Das Spektrum der Definitionen endet bei der von Zeh die ohne Restriktionen an Umfang Umgang der Daten sowie ohne Zweckbestimmung ist:
    „Ein Data-Warehouse ist ein physischer Datenbestand der integrierte Sicht auf die zugrundeliegenden Datenquellen ermöglicht.“ (3)

Die Einschränkung „physisch“ ist notwendig um Data-Warehouse von dem „logischen“ föderierten Datenbanksystem abzugrenzen.

Der Data-Warehouse -Begriff wurde Mitte der 1980er Jahre bei IBM geprägt und mit Information-Warehouse bezeichnet. Der Data-Warehouse wurde erstmals 1988 von Devlin verwendet. In jüngerer Zeit Data-Warehouse-Systeme auch als Business-Warehouse-Systeme oder als Business-Intelligence-Systeme wodurch die geschäftliche Bedeutung derartiger Systeme betont werden soll.

Siehe auch:

Literatur

  1. Inmon W. H.; Hackethorn R. D.: Using Data Warehouse. New York: John Wiley & 1994 ISBN 0-471-05966-8
  2. Bauer A. Günzel H.: Data Warehouse Systeme - Architektur Entwicklung Anwendung dpunkt 2000 ISBN 3-932588-76-2
  3. Zeh T.: Data Warehousing als Organisationskonzept des Datenmanagements. Eine kritische Betrachtung der Data-Warehouse-Definition von In: Informatik Forschung und Entwicklung Band 18 1 Aug. 2003
  4. Devlin B.: Data Warehouse: from Architecture to Massachusetts: Addison-Wesley 1997
  5. Lehner W.: Datenbanktechnologie für Data-Warehouse-Systeme Konzepte und dpunkt 2002 ISBN 3-89864-177-5

Weblinks



Bücher zum Thema Data-Warehouse

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