Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Deflation ist der Zustand einer Volkswirtschaft in dem der allgemeine Preisstand fällt Waren und Dienstleistungen anhaltend billiger werden. Weitere sind Zinssenkungen Kaufzurückhaltung Sparen und sinkende Einkommen . Es kommt zu einer allgemeinen Schwächung Wirtschaft das Sozialprodukt geht immer weiter zurück.
Deflationen werden in der Regel von Rezessionen begleitet. Einmal in Gang kann die nur schwer aufgehalten werden und möglicherweise zu langanhaltenden deflationären Depression werden. Mit Deflations-Spirale ist eine verhängnisvolle im Wirtschaftskreislauf gemeint:
Geringe Umlaufgeschwindigkeit des Geldes --> geringere Nachfrage --> --> Preissenkungen --> Kaufzurückhaltung (in Erwartung weiter Preise) --> Geringerer Geldumlauf ...
Wenn sich eine Volkswirtschaft im Abschwung eines Konjunkturzyklus befindet reagieren die Menschen vorsichtig. Sie dass sich ihre Einkommenslage verschlechtern wird sie um ihren Arbeitsplatz deshalb geben sie weniger aus. Auch Unternehmen halten sich zurück. Es wird nur Nötigste gekauft und wenig investiert . Dieser Nachfragerückgang führt dazu dass Unternehmen geringere Umsätze also auch Gewinne verbuchen und im Anfangsstadium rationalisieren (häufig Entlassungen) oder schließlich in letzter zahlungsunfähig werden. Insgesamt sinkt nun die Gesamtgüternachfrage ungefähr gleichbleibenden Güterangebot (Nachfragelücke). Niedrigere Gewinne haben den weiteren Nachteil dass sie die Investitionslust Unternehmen dämpfen und damit den Teufelskreis weiter anheizen. Auch der traditionelle Aktienmarkt leidet unter Deflation da auch die Kapitalanleger negative Erwartungen haben. Hinzu kommt dass durch die Gewinne das Fallen der Kurse verstärkt wird.
Eine weitere mögliche Quelle für Deflation der Staatssektor. Wenn eine Regierung die Staatsausgaben drastisch kürzt etwa um Budgetdefizit zu verringern oder einen Budgetüberschuss zu fällt die staatliche Nachfrage auf den Märkten kleiner aus und man gelangt wieder gleichbleibendem Angebot zu einer Nachfragelücke.
Ein deflationsbringender Angebotsüberschuss kann auch in ausländischen Volkswirtschaft begründet sein. Wenn die Nachfrage dem Ausland wegbricht weil dort die Konjunktur lahmt triftt dies auch die eigene vor allem wenn der Exportanteil groß ist.
Eine Aufwertung der eigenen Währung macht die Ausfuhren für die ausländischen teurer. Wenn etwa der Euro gegenüber dem US- Dollar steigt erhöhen sich die Dollarpreise für Autos in den USA und in Deutschland die Nachfrage.
Schließlich kann ein Angebotsüberschuss im Inland wenn ausländische Märkte sich abschotten etwa durch Zölle oder andere protektionistische Maßnahmen.
Weitere Ursachen einer Deflation lassen sich in einer restriktiven Geldpolitik (Erhöhung der Mindestreserve Steigerung des Zinssatzes ) wie auch einer kontraktiven Finanzpolitik (Steuererhöhungen staatliche Ausgabenkürzugen) finden da diese die Nachfrage weiter dämpfen würden.
Der oben beschriebene Prozess müsste bei gleichbleibender oder steigender Geldmenge von einem Sinken der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes begleitet sein. Bei restriktiver Geldpolitik könnte stattdessen oder zusätzlich die Deflation einer geringeren Geldmenge einhergehen.
Es ist daher die Aufgabe der Zentralbank die Geldmenge so zu steuern und Aufgabe der Fiskalpolitik die Staatsausgaben so anzupassen dass inflationären deflationären Tendenzen rechtzeitig entgegengewirkt wird. Die EZB ist darauf verpflichtet Geldwertstabilität anzustreben. Ein angemessenes Entwertungsniveau des Geldes zwischen 0 5 und 2 5 Prozent
In einer Deflation werden Schuldner benachteiligt ihre über Kredite finanzierten Sachgüter an Wert verlieren aber nach wie vor den gleichen anfangs festgesetzten Wert begleichen müssen. Wohingegen Gläubiger mit jeder Zahlung "verdienen" da das - zinsbereinigt - einen höheren Wert hat am Anfang der Periode.
Nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik : Aus einer deflationären Situation gelangt eine vor allem durch eine nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik wie sie John Maynard Keynes angesichts der Erfahrungen aus der Weltwirtschaftskrise 1930 vorgeschlagen hat. Der Staat erhöht seine etwa durch Beschäftigungs- und Bauprogramme - auch Pump ( Deficit spending ) - und senkt die Steuern um Initialzündung für die Volkswirtschaft zu leisten. Allerdings diese Maßnahmen im Extremfall die Kreditwürdigkeit des herabsetzen zu Kapitalexporten führen oder den Realzins langfristige Kredite erhöhen.
Komplementärgeld: Nach den Ideen von Silvio (Begründer der Theorie der Freiwirtschaft ) und aktueller Kapitalismuskritik (z.B. Bernard A. Lietaer ) könnte eine Deflation auch durch komplementäre z.B. durch Tauschringe und/oder Komplementärgeld (z.B. Freigeld ) bekämpft werden. Durch die Tauschwertstabilität des zinslosen Freigeldes bzw. der geldlosen käme - so die Meinung einer Minderheit die Wirtschaft in bestimmten Sektoren wieder in auch wenn die zentrale Zinspolitik die Deflation oder nicht wirksam aufhalten kann.
Die letzte große weltweit wirksame Deflation es 1930 . Verantwortlich dafür waren der " Schwarze Freitag " an den US-Börsen und die damalige der Geldmenge an das Gold . Besonders dramatisch waren die Auswirkungen in da das umlaufende Geld zu 40% durch Gold und Devisen gedeckt sein musste. Die eigenen Probleme die USA ihre hohen Kredite an Deutschland zurück zu fordern. Da Schulden hauptsächlich in Gold beglichen wurden sank angepasste Geldmenge drastisch. Der Geldumlauf verringerte sich ebenso schnell. Die Gehälter sanken die Preise brachen ein und die Arbeitslosigkeit stieg auf mehr als 6 Millionen. waren damals 20% der Bevölkerung!
Weitere Deflationen in der Geschichte: Fetter Text